Die Ostfriesischen Inseln – jedem Urlauber seine Insel

02.01.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Die Ostfriesischen Inseln – jedem Urlauber seine Insel
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Sieben Inseln, aufgereiht entlang der deutschen Nordseeküste: Die Ostfriesischen Inseln faszinieren mit ihrer Abgeschiedenheit, kilometerlangen Stränden und viel Natur. Vom lebhaften Norderney bis zum Kinderparadies Langeoog, vom autofreien Juist bis zum traditionsreichen Borkum besticht jede Insel mit ihrem ganz eigenen, unverwechselbaren Charakter.

Die Ostfriesischen Inseln reihen sich über eine Länge von rund 90 km von der Jade bis zur Emsmündung und liegen dabei mitten in einer der ursprünglichsten Landschaften Europas, dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Über 10 Millionen Brutvögel finden sich alljährlich im Wattenmeer ein, während Seehunde, Brandgänse und die regionstypischen Wattwürmer das ganze Jahr über die Sandbänke und Wasserläufe bevölkern. Geführte Wattwanderungen werden auf Norderney, Langeoog, Baltrum und Spiekeroog angeboten und bieten einen Einblick in den faszinierenden Lebensraum Niedersächsisches Wattenmeer.

Im Watt ist das Leben anders als auf dem Festland. Der Tagesrhythmus richtet sich nach Ebbe und Flut, wie Feriengäste oft schon bei der Anreise mit der Fähre über Norddeich oder Emden feststellen müssen. Das vorherrschende Autoverbot vieler Inseln zwingt die Urlauber, sich dem gemächlichen Rhythmus der Inseln anzupassen. Ausspannen ist nirgendwo so einfach wie hier oben, weit draussen im Meer. Juist – mit der Kutsche an den Strand Auf Juist geht alles etwas gemächlicher zu. Und das auch bei der Fortbewegung, denn auf den autofreien Inseln müssen Bewohner und Feriengäste gleichermassen auf Fahrrad, Kutsche oder die eigenen Füsse umsteigen. Die Natur der Insel offenbart sich sowieso erst in ihrer ganzen Schönheit, wenn sie in Ruhe entdeckt wird: von den Stränden über den schilfgesäumten Hammersee bis zur Sandbank Bill im Westen der Insel, die in der Vogelzugsaison Scharen von Zugvögeln als Rastplatz dient. Bei schlechtem Wetter bietet das Haus des Kurgastes Gelegenheit, bei einem Pott Tee die Seele baumeln zu lassen.

Auf Juist dominieren die Kutschen. (Bild: Rike / pixelio.de)

Auf Juist dominieren die Kutschen. (Bild: Rike / pixelio.de)

Das Kinderparadies Langeoog mit dem Fahrrad erkunden Fahrräder, soweit das Auge reicht: Es ist gar nicht so leicht, auf Langeoog eine Ausrede zu finden, um die Insel nicht mit dem Drahtesel zu erkunden. Zwischen Dünen und Naturstränden ist eine Fahrradtour dann auch das Schönste, was Urlauber machen können, um die klare Seeluft in vollen Zügen zu geniessen. Bis auf Elektrofahrzeuge ist Langeoog autofrei und dementsprechend beschaulich. Unbestrittenes Highlight nicht nur für Kinder – ein Bootsausflug zu den vorgelagerten Seehundsbänken, auf denen sich die Seehunde genüsslich im Sand wälzen oder sich zwischendurch zu kurzen Tauchgängen ins Wasser begeben. Auf der Anfahrt mit einem echten Krabbenkutter lernen die Fahrgäste dann auch noch den traditionellen Krabbenfang kennen.





Auf Langeoog gibt es nicht nur Seehunde, sondern auch Galloway-Rinder. (Bild: Jürgen Frey / pixelio.de)

Auf Langeoog gibt es nicht nur Seehunde, sondern auch Galloway-Rinder. (Bild: Jürgen Frey / pixelio.de)




Von Wangerooge um die Welt Wangerooge, die Insel für Urlauber mit Fernweh. Zu Dutzenden passieren grosse Frachter und Containerschiffe die Insel, auf dem Weg ins nahegelegene Wilhelmshaven oder zum Hamburger Hafen. Die östlichste der Ostfriesischen Inseln liegt dicht an der Route der grossen Schiffe, und vom Strand aus weckt der Anblick bei so manchem Besucher die Lust, den Ungetümen aus Stahl auf ihrem Weg nach Asien oder Übersee zu folgen. Daneben lockt Wangerooge mit Tennis- und Beachvolleyballplätzen, Surfschule und traditionsreichen gastronomischen Betrieben wie dem Café Pudding mit Aussicht aufs Meer. Für traumhafte Panoramablicke ist der Besuch des Alten Leuchtturms sehr zu empfehlen, der auch das Inselmuseum von Wangerooge beherbergt.

Das Café Pudding auf Wangerooge. (Bild: Axel Hindemith / Wikimedia / Public Domain)

Das Café Pudding auf Wangerooge. (Bild: Axel Hindemith / Wikimedia / Public Domain)

Wellness, Shopping und mehr auf Norderney Norderney ist die kosmopolite unter den Ostfriesischen Inseln – zumindest im Vergleich mit den beschaulichen Nachbarinseln. Die zweitgrösste der Ostfriesischen Inseln hat für jeden Geschmack etwas zu bieten – von der Strandsauna zum Casino, von Surfstränden und Beachvolleyballplätzen bis zu den Einkaufsmeilen im Hauptort Norderney. 14 km Strand sorgen dafür, dass Besucher jeden Alters immer ein passendes Plätzchen zwischen Dünen und Meer finden.

An Norderneys langen Stränden fühlen sich auch Seehunde sichtlich wohl. (Bild: Lothar Krause / pixelio.de)

An Norderneys langen Stränden fühlen sich auch Seehunde sichtlich wohl. (Bild: Lothar Krause / pixelio.de)




Spiekeroog – Sightseeing mit Bollerwagen Auf Spiekeroog ist sogar die Polizei mit dem Bollerwagen unterwegs – natürlich ordnungsgemäss gekennzeichnet. Grund genug, es den Ordnungshütern gleichzutun und die Strandausrüstung im eigenen Bollerwagen zu verstauen. Der Fahrradverkehr ist auf Spiekeroog vielerorts eingeschränkt, sodass die Insel mit einer ganz besonderen Ruhe und dörflichen Idylle bezaubert. Lange Spaziergänge zur unbewohnten Ostplate und Ausflüge mit der Pferdebahn bieten Gelegenheit, das Vogelschutzgebiet und die naturbelassenen Landschaften der Insel ganz in Ruhe zu erkunden.





Beschaulichkeit der besonderen Art: altes Inselhaus auf Spiekeroog. (Bild: Riessdo / Wikimedia / CC)

Beschaulichkeit der besonderen Art: altes Inselhaus auf Spiekeroog. (Bild: Riessdo / Wikimedia / CC)




Traditionsreiches Borkum Borkum, die westlichste und grösste der Ostfriesischen Inseln, liegt weit draussen im Meer. Die holländische Küste ist hier bereits näher als das deutsche Festland, und mit den benachbarten Westfriesischen Inseln vereint Borkum neben der geografischen Nähe auch eine traditionsreiche Kultur, die einer jahrhundertelangen Isolation zu verdanken ist. Das gesellschaftliche Leben ist hier noch sehr stark geprägt von alten Bräuchen wie dem Pinkster-Fest oder dem Nikolausbrauch des Klaasohm, bei dem traditionell gekleidete junge Männer in ritualisierten Kämpfen um die Vorherrschaft auf der Insel streiten.

Den berühmten Friesentee gibt es zum Beispiel im Café Kluntje auf Baltrum - stets mit einem Stück des gleichnamigen Kandiszuckers. (Bild: Hans-Georg Pflümer / pixelio.de)

Den berühmten Friesentee gibt es zum Beispiel im Café Kluntje auf Baltrum – stets mit einem Stück des gleichnamigen Kandiszuckers. (Bild: Hans-Georg Pflümer / pixelio.de)

Einsamkeit und Meer auf Baltrum Mit 550 Einwohnern und einer Fläche von gerade einmal 6,5 km² ist Baltrum nicht nur die kleinste, sondern auch die ruhigste der Ostfriesischen Inseln. Zwischen einsamen Stränden und Marschwiesen finden Urlauber hier, auf dem weitgehend autofreien Baltrum, wie auf keiner anderen Insel die dringend benötigte Erholung. Nach dem Strandbesuch, einem ausgedehnten Dünenspaziergang oder einer Wattwanderungen locken Traditionsbetriebe wie das urgemütliche Café Kluntje mit hausgemachtem Kuchen.

 

Oberstes Bild: Rike / pixelio.de

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