Diese Meeresbewohner lassen sich auch ohne Tauchschein bestaunen

02.07.2018 |  Von  |  News
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Diese Meeresbewohner lassen sich auch ohne Tauchschein bestaunen
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Unter der Wasseroberfläche tummeln sich unzählige spannende Meeresbewohner. Auch ohne Tauchschein lassen sich hier einige unvergessliche Begegnungen machen – nämlich beim Schnorcheln.

Ausgerüstet mit Taucherbrille, Schnorchel und je nach Strömung auch mit Flossen können sich Touristen zum Beispiel im Roten Meer, dem Great Barrier Reef oder den Malediven von den bunten Fischen, Korallen oder anderen Meeresbewohnern begeistern lassen. Die Reiseexperten der Ferienpiraten.ch stellen die fünf spannendsten Schnorchelspots weltweit vor.

Seekühe in Crystal River, Florida

Wenn ein Manatee, eine Rundschwanzseekuh, zum Luftschnappen an die Oberfläche kommt, zeigt sich, wie erstaunlich grazil dieses schwere Tier durchs Wasser schwebt. Die grösste Wahrscheinlichkeit für solch eine Begegnung haben Touristen im Crystal River an der Westküste Floridas. Denn dorthin zieht sich etwa die Hälfte der weltweiten Manatee-Population zum Überwintern zurück. Es gibt eine Reihe von lizensierten Anbietern, die drei- bis vierstündige Touren zur King’s Bay für jeweils circa sieben bis 20 Personen anbieten. Den wenigsten Andrang gibt es dienstags bis donnerstags. Um bei frischen 22 Grad Wassertemperatur länger schnorcheln zu können, empfiehlt sich ein Wetsuit, der von vielen Anbietern gestellt wird.

Wann: Ganzjährig, aber am besten zwischen November und April

Wie kommt man hin: Nach Orlando oder Tampa fliegen (je nach Saison ab 300 bis 400 Euro) und dann anderthalb Stunden mit dem Mietwagen nach Crystal River fahren

Alternative: Ganz in der Nähe im Homosassa River

Stachelrochen auf Grand Cayman Island



Entgegen ihres schlechten Rufs sind Stachelrochen keinesfalls angriffslustig und ziehen sanft ihre Bahnen um ihre menschlichen Besucher. „Stingray City“ nennt sich der Hot Spot vor Grand Cayman Island in der Karibik, der eigentlich nicht viel mehr als eine Sandbank vor der Küste ist. Doch jeden Tag versammeln sich dort Dutzende der Tiere. Schon allein wegen des giftigen Stachels ist es allerdings nicht zu empfehlen, die Tiere zu berühren, daher sollten Schwimmer lieber einen gewissen Sicherheitsabstand halten. Einige der Touren machen auch Halt am Starfish Point, an dem – wie der Name schon sagt – jede Menge Seesterne zu sehen sind.

Wann: Ganzjährig; es ist aber ratsam, sich einen Tag auszusuchen, an dem kein Kreuzfahrtschiff vor Anker liegt

Wie kommt man hin: Grand Cayman Island erreichen Reisende ab Deutschland derzeit ab etwa 550 Euro mit ein bis zwei Zwischenstopps

Alternative: Auch die kleine Antilleninsel Antigua hat ihr eigenes Stingray City. Weitere Optionen sind Gibbs Cay auf den Turks und Caicos oder das Marine Reserve vor Caye Caulker in Belize.

Walhaie vor Mexikos Yucatan-Halbinsel



Wer zum ersten Mal einen der gepunkteten Riesen auf sich zuschwimmen sieht, wird einen kurzen Moment der Überwindung brauchen, um nicht reflexartig die Flucht zu ergreifen. Trotz der Grösse sind sie aber völlig harmlos. Gemächlich schwimmen sie dahin und filtern Plankton und Krill aus dem Wasser. Zu nahe sollten Schwimmer ihnen aber trotzdem nicht kommen, da sie durch die Flossen verletzt werden können. Zwei Meter Abstand um den Körper und vier Meter von der Schwanzflosse werden empfohlen. Fand man sie früher vor allem vor der kleinen Insel Holbox, sind sie in den letzten drei Jahren eher in die Gegend um die Isla Contoy gezogen. Um die Tiere nicht übermässig zu belästigen, gibt es inzwischen die Beschränkung, dass sich jedem Tier nur ein Boot nähern darf und immer nur zwei Personen plus Guide bei ihm im Wasser sein dürfen. Bootstouren dorthin werden von Holbox, Cancun und der Isla Mujeres aus angeboten. Wegen der manchmal rauen Überfahrt ist es für empfindliche Mägen ratsam, vorher Tabletten gegen Seekrankheit einzunehmen.

Wann: Anfang Juni bis Mitte September

Wie kommt man hin: Condor und Eurowings fliegen Cancun ab Deutschland direkt an (nonstop ab München, Düsseldorf und Köln-Bonn; im Hochsommer um 600 Euro)

Alternative: Eine quasi hundertprozentige Walhai-Garantie haben Touristen auch vor dem kleinen Ort Oslob auf Cebu (Philippinen). Allerdings wird hier weit weniger auf den Tierschutz geachtet. Fischer füttern die Fische, um diese regelmässige Einkommensquelle zu sichern und stets sind Dutzende Menschen gleichzeitig im Wasser. Auch ist wegen des Fischfutters die Sicht eher getrübt.

Mantas auf Big Island, Hawaii



Vor einigen Jahren bemerkten Gäste und Mitarbeiter des Sheraton Hotels auf Big Island Hawaii, dass im Scheinwerferlicht des Hotels immer wieder grosse Schatten durch die Bucht zogen. Die Erklärung war schnell gefunden: Licht zieht nachts das Plankton an und genau darauf haben es die Mantas abgesehen. Und so kamen sie Nacht für Nacht wieder und perfektionierten ihre Rückwärtsrollen, durch die sie besonders einfach viel Plankton aufnehmen können. Inzwischen bieten einige Anbieter Bootstouren zu dieser Stelle an, bei denen sich Reisende an der Wasseroberfläche an einer Art Surfbrett – an dem Leuchten befestigt sind – festhalten und das Schauspiel unter sich beobachten. Zuerst sind es nur entfernte Schatten, immerhin ist das Wasser dort um die acht Meter tief. Schnell kommen sie aber immer näher und berühren einen dabei schon fast. Immer wieder rollen sie direkt vor einem, was bei einer Spannweite von um die vier Meter schon ziemlich gewöhnungsbedürftig sein kann. Sie sind aber ungefährlich und haben keinen Giftstachel. Aufgrund ihrer Intelligenz werden Mantas auch manchmal „Schimpansen der Meere“ genannt.

Wann: Ganzjährig

Wie kommt man hin: Ab Deutschland nach Kona (KOA) für gewöhnlich mit zwei Umstiegen, einer davon meist in Los Angeles, San Francisco oder Seattle, wo man einen lang gewählten Layover zum Sightseeing nutzen kann. Preislich liegt man bei etwa 900 Euro. Gelegentlich findet man ab Amsterdam auch schon Flüge für unter 500 Euro.

Alternative: Hanifaru Bay (Baa Atoll, Malediven) – zwischen Mai und Dezember ist das Wasser hier besonders planktonhaltig, so dass man zeitweise über hundert Mantas gleichzeitig antreffen kann.

Buckelwale auf Vava’u, Tonga



Einmal neben einem dieser Giganten zu schwimmen, ist sicherlich das Highlight für jeden Wal-Fan. Leider ist dieses Erlebnis aber auch nicht gerade günstig. Müssen Reisende doch erst mal ans andere Ende der Welt, auf die zu Tonga gehörende Inselgruppe Vava’u, kommen. Dort geht es dann jeweils von morgens bis zum späten Nachmittag in einem kleinen Boot auf die Suche nach den Buckelwalen, die in diesen Gewässern ihre Jungen bekommen und aufziehen, bevor es über den Südsommer wieder auf die 8.000 Kilometer lange Reise in Richtung Antarktis geht. Auch in Tonga gibt es zum Schutz der Tiere Beschränkungen, so dass jeweils nur vier Personen gleichzeitig ins Wasser dürfen und Boote immer genug Abstand einhalten müssen. Wenn man ganz grosses Glück hat, wird man Zeuge eines „Heat Runs“, wenn sich mehrere Männchen eine Art Wettrennen um die Gunst des Weibchens liefern. Gänsehautgarantie!

Wann: Juli bis Oktober

Wie kommt man hin: Preiswerter als eine komplette Buchung ist es, die Flüge etappenweise zusammenzustellen. Zuerst separat einen Flug nach Singapur buchen, dann montags oder samstags mit Fiji Airways auf die Fidschi-Inseln und von dort mit derselben Airline (in einer Buchung als Multistopp) dienstags, mittwochs, donnerstags oder samstags weiter nach Vava’u.

Alternative: Bei Silver Bank, vor der Nordküste der Dominikanischen Republik, sind solche Begegnungen ebenfalls möglich. Dazu muss man allerdings mehrere Tage auf einem Schiff verbringen und wechselt dann auf ein kleineres Schlauchboot. Weitere Möglichkeiten gibt es vor La Réunion und in Französisch Polynesien.

 

Quelle: HolidayPirates Group / w&p Wilde & Partner Public Relations
Artikelbild: © Dai Mar Tamarack – shutterstock.com
Sonstige Bilder: © Pixabay

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