Ein Herbstausflug ins Arboretum Aubonne

10.11.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa, Schweiz
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Ein Herbstausflug ins Arboretum Aubonne
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Wie bitte? Ein was? Da denkt man an die Traumstadt Lausanne am Genfersee oder an Montreux, aber oberhalb von Rolle, im malerischen Tal der Aubonne, liegt das Nationale Arboretum – ein Geheimtipp, der gar nicht so geheim ist. Auf über 200 Hektar finden sich hier über 4000 Arten an Bäumen, Büschen und Sträuchern – teils natürlich gewachsen und teils in liebevoller Mühe gezüchtet.

Im Arboretum geht es nicht nur darum, den Schweizern ein Stückchen Natur bieten zu können, sondern auch um die Forschung zu wissenschaftlichen Zwecken und die Arterhaltung zahlreicher selten gewordener Gewächse – auch solcher, die kurz vor dem Aussterben stehen.

Kirschbäume, Mammutbäume und Fliedersträuche



Von den 200 Hektar der Anlage sind nur ca. drei Viertel von den freiwilligen Helfern bepflanzt worden, der Rest ist natürlich gewachsener Wald. Bei der Bepflanzung hat man sich besonders viel Mühe gegeben: Zusammenpassende Bäume stehen in kleinen Grüppchen oder aufgestellt in Reih und Glied.



Zu den wohl beeindruckendsten Bereichen des Arboretums gehört der Mammut-Baum-Wald, wo man sich wie in Amerikas berühmtem Yosemite-Nationalpark fühlt. Die riesigen Zypressengewächse sind auch ein extrem beliebtes Fotomotiv, genau wie die Kirschbäume, die im Frühling mit ihren prächtigen Blüten zahlreiche Besucher anziehen.

Gerade im Herbst lohnt sich ein Ausflug ins Arboretum Aubonne. (Bild: Alain Rouiller, Wikimedia, CC)

Gerade im Herbst lohnt sich ein Ausflug ins Arboretum Aubonne. (Bild: Alain Rouiller, Wikimedia, CC)

Eine Tour durchs Arboretum

Ein Spaziergang durch das Arboretum dauert knappe zwei Stunden und gehört zu den schönsten Wanderrouten der Schweiz für Anfänger. Man kommt vorbei an wunderschönen Heckenrosen und einem Obstgarten, in welchem man über 250 meist schon vergessene Sorten von Birnen, Äpfeln, Kirschen & Co. entdecken kann. Einige dieser Sorten gibt es nur noch in der Schweiz – und auch hier nur noch äusserst selten.

Im Besucherzentrum kann man sich nicht nur stärken, sondern auch die interessanten Ausstellungen besichtigen – am Sonntagnachmittag gibt es Führungen zu den Holzgewächsen. Der Eintritt ins Arboretum ist übrigens für Erwachsene und Kinder kostenfrei.

Wie kommt man hin?



Das Arboretum Aubonne liegt im Kanton Waadt im französischsprachigen Westen der Schweiz, einige Kilometer vom alten Dorfkern Aubonnes entfernt. Um dorthin zu gelangen, muss man die gleichnamige Ausfahrt der Autobahn A1 nehmen. Der Rest des Weges zum Arboretum ist gut ausgeschildert und innerhalb weniger Fahrminuten zu erreichen.

Als schönste Zeiten für eine Wanderung durch das Aubonne-Tal gelten der Herbst, wenn die Bäume sich in fast allen nur erdenklichen Farben verfärben, und natürlich der Frühling, wenn die Sträucher, Büsche und Bäume ausschlagen. Ein besonderes Ereignis ist jedes Jahr das Kirschblütenfest, welches die ansässigen Japaner der Gegend im japanischen Kirschblütenhain des Arboretums feiern.

 

Oberstes Bild: Gemeinde Aubonne im Distrikt Morges des Kantons Waadt (© Marc Mongenet, Wikimedia, CC)

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