Eine Nacht in Zürich kostet 147 Franken

05.12.2016 |  Von  |  Europa, News, Schweiz
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Eine Nacht in Zürich kostet 147 Franken
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Statistik Stadt Zürich hat die Beherbergungsstatistik ausgewertet. So wurden im letzten Jahr in Zürich 3 030 031 Logiernächte verzeichnet. Das sind 34,2 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Gut die Hälfte aller Übernachtungen wurde in 4- und 5-Stern-Hotels registriert. Gäste zahlten durchschnittlich 147 Franken für eine Nacht, mit im Schnitt 326 Franken war es in 5-Stern-Hotels mehr als das Doppelte. Der Boom bei Gästen aus China und den Golf-Staaten hält an.

Die Zahl der Logiernächte nahm seit 2005 um 34,2 Prozent zu und erreichte letztes Jahr 3 030 031 Nächte. Einzig im Jahr 2009 musste der Zürcher Tourismus einen zwischenzeitlichen Rückgang an Übernachtungen verzeichnen. Zum Vergleich: In der ganzen Schweiz lag die Anzahl Übernachtungen letztes Jahr bei 39 904 737 und um 8,8 Prozent höher als zehn Jahre zuvor.

Jede dreizehnte Schweizer Logiernacht wurde somit in der Stadt Zürich verbracht. Dabei hatten die Freizeit- und Geschäftsreisenden in Zürich die Wahl zwischen 123 Hotels sämtlicher Sternenklassen, zehn registrierten Ferienwohnungen, einer Jugendherberge sowie einem Campingplatz. All dies lässt sich aus der monatlich erhobenen Beherbergungsstatistik (HESTA) ermitteln.

4-Stern- und 5-Stern-Hotels besonders beliebt

Mehr als die Hälfte aller Logiernächte (52,8 Prozent) wurde 2015 in 4- und 5-Stern Hotels registriert. Dieser Anteil ist deutlich höher als in der ganzen Schweiz (34,4 Prozent). Am meisten Besucherinnen und Besucher zieht es in die 31 4-Stern Hotels der Stadt: 39,5 Prozent aller Übernachtungen in der Stadt Zürich wurden 2015 dort registriert. Die neun 5-Stern Hotels in Zürich zählten letztes Jahr 13,3 Prozent der Übernachtungen.

18,9 Prozent der Logiernächte wurden in den Zürcher 33 3-Stern Hotels verzeichnet, und 15,8 Prozent der Logiernächte verbrachten die Gäste in denjenigen 42 Zürcher Hotels, die keiner Sternenklasse zugeteilt sind. Auf die sechs 2-Stern und die zwei 1-Stern Hotels entfielen zusammen 9,8 Prozent. Die verbleibenden 2,7 Prozent der Logiernächte verteilten sich auf Ferienwohnungen, die Zürcher Jugendherberge und den einzigen Campingplatz der Stadt.

Je mehr Sterne desto teurer

Im gesamtstädtischen Schnitt nahmen die Herbergen letztes Jahr 147 Schweizer Franken pro Person und Nacht ein. Je mehr Sterne, desto teurer sind die Unterkünfte. Mit durchschnittlich 326 Franken nahmen 5-Stern-Hotels mehr als doppelt so viel Geld pro Übernachtung ein als die 4-Stern Hotels (Fr. 144.–).

Danach werden die Abstände zwischen den Sternenklassen geringer: In 3-Stern Hotels zahlten die Gäste im Schnitt 110 Franken pro Nacht, in den 2- und 1-Stern Hotels waren es 83 Franken. In nicht klassierten Hotels betrugen die Einnahmen durchschnittlich 91 Franken. Tendenziell zahlen Gäste in Zürich für eine Übernachtung etwas mehr als im Rest der Schweiz, je nach Sternenklasse sind es 3 bis 22 Franken mehr (siehe Webartikel).

Zürich besonders beliebt bei Gästen aus China und den Golf-Staaten

Schweizerinnen und Schweizer machen seit jeher die bedeutendste Kundengruppe in den Züricher Herbergen aus, gefolgt von Gästen aus Deutschland, den USA und dem Vereinigten Königreich. Ein regelrechter Boom ist bei Gästen aus China und den Golf- Staaten zu beobachten.

Zu den sogenannten Golf-Staaten zählen Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain, Katar, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate. Zwischen 2005 und 2015 haben sich die Übernachtungen von Touristinnen und Touristen aus den Golf-Staaten mehr als verfünffacht (+420 Prozent), bei jenen aus China gar beinahe versechsfacht (+475 Prozent).

Bei Gästen aus Indien (+192 Prozent) und Brasilien (+156 Prozent) konnte ebenfalls ein deutlicher Zuwachs an Gästen und Übernachtungen verzeichnet werden. Die Übernachtungszahlen von Gästen aus Japan haben hingegen seit 2005 um 39 Prozent nachgelassen.

 

Quelle: Statistik Stadt Zürich
Artikelbild: © S.Borisov – shutterstock.com

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  1. Spannend, mich nimmt Wunder ob es den restlichen Schweizer Gemeinden ähnlich gut geht, wenn man bedenkt, dass Berggemeinden ziemlich am kämpfen sind.

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