Eine Perle der Karibik: Curaçao

31.08.2013 |  Von  |  Alle Länder, Atlantik, Südamerika
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Eine Perle der Karibik: Curaçao
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Curaçao (sprich: Kürassao) ist vielen wahrscheinlich nur durch den gleichnamigen, meist blauen Likör bekannt. Doch auf der südkaribischen Insel sind nicht nur die Getränke bunt. Ein Streifzug durch ein in Europa wenig bekanntes Urlaubsparadies abseits des touristischen Mainstreams.

Wer an Urlaub in der Karibik denkt, hat meist zunächst die Dominikanische Republik oder Kuba im Sinn. Curaçao kann genauso wie diese beiden Inseln mit traumhaften Stränden aufwarten – jedenfalls in der Qualität -, hat jedoch noch ein paar einzigartige Eigenschaften, die eine Reise dorthin besonders interessant machen.



Im Jahr 1499 von den Spaniern entdeckt, gehört Curaçao heute als autonome Provinz zu den Niederlanden. Die Prägung durch die lange holländische Kolonialzeit ist mehr als deutlich, in mehrfacher Hinsicht. Zum einen ist da die pittoreske Hauptstadt Willemstad, deren Häuserfronten entlang des Hafens wie ein in die Karibik verpflanztes Amsterdam aussehen.

Häuserzeile im Hafen von Willemstad (© Joost / pixelio.de)

Häuserzeile im Hafen von Willemstad (© Joost / pixelio.de)

Hat man ein Zimmer direkt am Hafen gebucht – hier empfiehlt sich besonders das mondäne Plaza Hotel -, wird man mindestens zwei Mal pro Woche Zeuge eines beeindruckenden Schauspiels, nämlich wenn ein Kreuzfahrtschiff einfährt. Näher als hier können einem die Ozeanriesen kaum kommen, selbst im 14. Stock ist man kaum auf Augenhöhe mit den oberen Etagen der Luxusliner. Die Hafeneinfahrt ist so konstruiert, dass zwischen Einfahrtschneise und Häusern kaum 50 Meter liegen. Der Kanal teilt Willemstad in zwei Hälften, die natürlich durch Brücken verbunden sind. Die urigste davon ist die Königin-Emma-Brücke, eine alte Pontonbrücke, welche bei Verkehr einfach ans Ufer gedreht wird.



Willemstad ist generell eine sehr saubere und lebendige Stadt. Direkt am Kai können Sie tropische Früchte von venezolanischen Händlern kaufen, die die kurze Strecke vom Festland selbst mit ihren Booten zurücklegen, welche sie auch als Verkaufsstand nutzen. Am zentralen Marktplatz kann man sehr nett einheimische Gerichte wie Fischsuppe oder Süsskartoffeln essen, und überall hört man das eigentümliche Papiamentu. Dies ist die Sprache der Einheimischen, eine Mischung aus Spanisch, Portugiesisch, Niederländisch und Englisch.



Natürlich kommt man in die Karibik, um die Strände zu geniessen. Davon hat Curaçao auf seiner Südseite einige zu bieten. Geheimtipp: Casabou (sprich: Kasabau), ein sehr gepflegter Strand etwas ausserhalb von Willemstad. Der Eintritt kostet zwar etwas, dafür bekommt man aber feinen weissen Sand, Palmen und azurblaues Wasser sowie eine vor den Gezeiten geschützte Lagune.

Strandabschnitt bei Willemstad (Alexflink / Wikimedia / CC)

Strandabschnitt bei Willemstad (Alexflink / Wikimedia / CC)

Falls Ihnen nach noch mehr Abgeschiedenheit zumute ist, sind Sie in Klein-Curaçao an der richtigen Adresse. Die Curaçao südöstlich vorgelagerte Mini-Insel besticht durch smaragdgrünes Wasser und dem absoluten Fehlen jeder Zivilisation. Hin und zurück kommen Sie mit der „Insulinde“, einem historisch anmutenden Segelschiff, das von dem kanadischen Aussiedler „Captain Phil“ gelenkt wird. Besonders auf Klein-Curaçao, aber auch an anderen Orten rund um die Hauptinsel können Sie im Übrigen wunderbar schnorcheln oder tauchen. Die Meereswelt ist unglaublich vielfältig und aufgrund des klaren Wassers auch gut sichtbar.



Nach Curaçao kann man das ganze Jahr über hinfliegen. Da es sehr nah am Äquator liegt, gibt es keine Jahreszeiten. Die Temperaturen weichen kaum vom Jahresdurchschnitt von 28°C ab. Ein weiteres Plus: Curaçao liegt „unter dem Wind“, das heisst südlich der durch Hurricanes oft gebeutelten nordkaribischen Inseln. Statistisch gesehen verirrt sich nur alle 100 Jahre ein Wirbelsturm hierher.

Aber nun zum berühmtesten Exportprodukt Curaçaos, dem blauen Likör. Allein seine Geschichte spricht schon Bände. Er wird aus Valencia-Orangen hergestellt, einem spanischen Import. Nur: Die Sorte gedeiht im ariden Klima Curaçaos überhaupt nicht. Das mussten auch die früheren Kolonialherren feststellen und wussten zunächst mit den kleinen, grünlichen Früchten nichts anzufangen. Erst sehr viel später fand man heraus, dass die Schalen der Curaçao-Orangen aromatische Stoffe enthalten, die sich in einem Likör besonders gut machen. Die Destillerie „Senior“ ist die älteste und traditionsreichste auf Curaçao, die den Likör quasi noch in Handarbeit herstellt – die Produktionsstätte „Chobolobo“ kann man besichtigen. Zwar haben grosse Spirituosenfirmen wie Bols oder Cointreau auch eine Version im Sortiment, doch die kommt nicht an das Original heran. Übrigens kommt die blaue Farbe nicht von einem Orangen-Inhaltsstoff, sondern von einem zugesetzten Lebensmittelfarbstoff. Dementsprechend gibt es den „Curaçao“, wie er kurz genannt wird, auch in grün, gelb, orange und anderen Farben.

Der blaue Curacao-Likör und sein Rohstoff. (© Nitr / fotolia)

Der blaue Curacao-Likör und sein Rohstoff. (© Nitr / fotolia)

Curaçao hebt sich auch noch in anderer Hinsicht von den restlichen Karibikinseln ab. Durch die zentral gelegene Ölraffinerie (von der man als Tourist allerdings nichts mitbekommt) und den grössten Binnenhafen der westlichen Hemisphäre besitzt die Insel relativen wirtschaftlichen Wohlstand. Sicherlich ist auch deswegen die Kriminalität wesentlich geringer als auf Jamaika oder Kuba. Bisher macht die Tourismusbranche ihr Hauptgeschäft mit Besuchern aus den Niederlanden und den USA; Schweizer Touristen kamen bisher nur wenige. Vielleicht werden Sie ja unter denen sein, welche die „Perle der Karibik“ entdecken und weiterempfehlen?



 

Oberstes Bild: Der Hafen von Willemstad mit einfahrendem Kreuzfahrtschiff. (© lucky-pixel / pixelio.de)

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