Ferien, wo Salvador Dalí lebte – die nördliche Costa Brava

13.10.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Ferien, wo Salvador Dalí lebte – die nördliche Costa Brava
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Ferien und Kunstgenuss – diese einmalige Kombination erleben Touristen, die sich an der nördlichen Costa Brava aufhalten. Denn der exzentrische Künstler Dalí hat dieser Region seinen Stempel aufgedrückt, wobei es ihm vor allem das besondere Licht angetan hatte. Die Magie seines Erbes macht diese Gegend in Spanien heute zu einem Touristenmagneten, wobei es so ganz nebenbei auch idyllische Buchten und weite Sandstrände zum entspannten Sonnenbaden gibt.

Um das Erbe des grossen Sohnes der Region zu erleben, braucht es kein Museum, auch wenn dieses vor Ort natürlich vorhanden ist. Es ist vielmehr die ganz besondere Atmosphäre, die früh morgens über der weiten Bucht von Roses hängt.

Anders als ihr Ruf

Durch Nebelschwaden hindurch kann man knapp ein Dutzend Fischer beobachten, die mit ihren Motorbooten vorbei an den schroffen Felsen direkten Kurs aufs Mittelmeer nehmen. Abends kommen sie, von Möwen begleitet, wieder retour und haben meist reichlich Fang an Bord. Seezungen, Tintenfische und Meerbarben werden an Land sofort in Boxen gepackt und in der nahegelegenen Markthalle direkt am Kai versteigert.

Rückkehr der Berufsfischer in den Heimathafen von Roses. (Bild: Gordito1869, Wikimedia, CC)

Rückkehr der Berufsfischer in den Heimathafen von Roses. (Bild: Gordito1869, Wikimedia, CC)




Wer an der nördlichen Costa Brava Ferien macht, erlebt einen richtigen Kontrast zu sonstigen Ferienregionen im nördlichen Spanien, wie etwa Galicien. Die Region Alt Empordà, die von der Costa Brava umfasst wird, gibt sich vielerorts noch sehr urtümlich und rau – eben so, wie der Name schon sagt, denn brava heisst wild und ungezähmt.

Die Ausläufer der Pyrenäen ragen mit der felsigen Halbinsel Cap de Creus hier ins türkis leuchtende Meer. Der Sage nach hat der griechische Gott der Musik, Orpheus, das Gebirge mit einem klangvollen Lied ins Wasser gelockt. Die Landschaft könnte hier widersprüchlicher nicht sein, denn während im Hintergrund schneebedeckte Felsgipfel in den Horizont aufragen, duftet es in der Ebene nach Lavendel und Thymian. Kleine Fjorde wechseln sich mit endlos lang scheinenden Stränden und weiten Buchten ab und laden zum erfrischenden Bad im Mittelmeer ein.

Nördliche Bucht vor dem Cap de Creus (Bild: Pixel, Wikimedia, GNU)

Nördliche Bucht vor dem Cap de Creus (Bild: Pixel, Wikimedia, GNU)




Figueres gilt als Hauptort der Region



So abwechslungsreich die Landschaft auch sein mag, bestechend ist hier einfach das beinahe mystisch wirkende Licht, das über allem liegt und seit jeher Dichter und Maler fasziniert hat. Salvador Dalí, der wichtigste Sohn der Region, hat einmal gesagt: Die Vormittage sind an diesem Landstrich von wilder Fröhlichkeit, während die Abende eine fast morbide Melancholie ausstrahlen. Und damit hat er absolut recht, wie die meisten Feriengäste bestätigen können.

Das Teatre Museu Dalí in der Gemeinde Figueres (Bild: Luidger, Wikimedia, CC)

Das Teatre Museu Dalí in der Gemeinde Figueres (Bild: Luidger, Wikimedia, CC)

Wer hier Ferien macht, sollte dem meistbesuchten Museum in Spanien nach dem Prado in Madrid und dem Guggenheim Museum in Bilbao unbedingt einen Besuch abstatten. Das Teatre Museu Dalí gilt als Wahrzeichen der Gemeinde Figueres, die gesamt knapp 40’000 Einwohner zählt. Der Surrealismus ist hier Programm, denn XL-Betoneier und schlanke Figuren aus Gold auf dem Dach sind weithin sichtbar und Erkennungszeichen des Hauses. Mitten in der Eingangshalle befindet sich unter einer schlicht gehaltenen Platte die letzte Ruhestätte Dalís.

Neben Figueres gilt Cadaqués als Touristenmagnet. Hier sollte man sich einen Mietwagen nehmen und die gewundenen Serpentinen bis zum äussersten Zipfel des Cap de Creus fahren. Das 3000-Seelen-Dorf sollte jedoch am besten zu Fuss erkundet werden, bevor man sich weiter in die nahegelegene Bucht aufmacht. Hier in Portlligat steht die Villa, in dem Dalí und seine Muse Gala lange lebten.

 

Oberstes Bild: Die Costa Brava, wilde Küste, zwischen Tossa de Mar und Sant Feliu de Guíxols, Katalonien (© Gordito1869, Wikimedia, GNU)

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Über Susanne Mairhofer

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