Flughafen Zürich zum Entwurf des SIL-Objektblatts

28.09.2016 |  Von  |  Flug
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Flughafen Zürich zum Entwurf des SIL-Objektblatts
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Der Flughafen Zürich nimmt zu dem vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) vorgelegten Entwurf des überarbeiteten SIL-Objektblatts Stellung.

SIL steht dabei für „Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt“ – ein wichtiges Planungs- und Koordinationsinstrument des Bundes für die zivile Luftfahrt.

Nach der 2001 erfolgten 50-jährigen Betriebskonzession des Flughafens Zürich richtet sich die Menge und Abwicklung des zulässigen Luftverkehrs nach den SIL-Vorgaben. Mit dem Objektblatt für den Flughafen Zürich wird der Rahmen für Betrieb und Infrastruktur festgelegt. Der Flughafen stellt zu dem Entwurf fest, das vorliegende Objektblatt löse zwar wichtige heutige Probleme. Es gebe hingegen keine Antwort, wie die erwartete, steigende Nachfrage am Flughafen Zürich abgewickelt werden kann. Im Einzelnen wird erklärt:

Antwort auf aktuelle Probleme, fehlende Perspektiven

„Die Flughafen Zürich AG begrüsst, dass das vorliegende SIL-Objektblatt nun die raumplanerischen Grundlagen für die Umsetzung von zusätzlichen Massnahmen der Sicherheitsüberprüfung schafft. So wurde die Anpassung des Bisenkonzepts mit Südstarts als eine wichtige Massnahme zur Verbesserung der Sicherheit aufgeführt. Das heutige Bisenkonzept ist höchst komplex, weil sich die Abflugwege in Richtung Kloten startender Flugzeuge mit den Routen durchstartender Flugzeuge mehrmals kreuzen.

Aus Sicht des Flughafenbetreibers ebenfalls begrüssenswert ist die im SIL-Objektblatt vorgesehene Optimierung des Nordkonzepts. Die Auffächerung der Weststarts auf der Piste 28 ermöglicht kürzere Startintervalle, dadurch eine Verbesserung der Pünktlichkeit in den Verkehrsspitzen und eine Reduktion der Verspätungen am Abend. Die im SIL-Objektblatt vorgesehene erweiterte Linkskurve nach dem Start auf Piste 16 eliminiert weitere Kreuzungspunkte und trägt ebenfalls zur Verringerung der Komplexität bei.

Der Bund hat in seinem überarbeiteten Luftfahrtpolitischen Bericht im Februar 2016 festgehalten, dass die Luftfahrt als wichtiger Pfeiler der Schweizer Verkehrspolitik zu stärken sei und die Nachfrage nach Luftverkehr weiter wachsen wird. Er hat damit auch den grossen volkswirtschaftlichen Nutzen des Flughafens Zürich hervorgehoben.

Das vorliegende SIL-Objektblatt zeigt aber keine Lösungen auf, wie die prognostizierte Nachfrage nach Luftverkehr langfristig abgewickelt werden soll. Dies schafft Unsicherheit für die Bevölkerung und macht es dem Flughafenbetreiber unmöglich, langfristig einen qualitativ hochstehenden Flugbetrieb sicherstellen zu können.

Grundlage für Anpassung des Betriebsreglements

Das SIL-Objektblatt schafft die Grundlagen für ein Gesuch zur Anpassung des Betriebsreglements. Gemäss Flughafengesetz können Gesuche für Änderungen des Betriebsreglements mit wesentlichen Auswirkungen auf die Fluglärmbelastung nur mit Zustimmung des Zürcher Regierungsrates beim Bund eingereicht werden.“

 

Artikel von: Flughafen Zürich AG
Artikelbild: © Flightlevel80 – istockphoto.coms

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