Föhr – die grüne Nordseeinsel

05.03.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Föhr – die grüne Nordseeinsel
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Die Nordseeinsel Föhr liegt vor der Westküste Schleswig-Holsteins, südlich von Sylt und westlich von Amrum. Im Gegensatz zu Sylt und anderen langgestreckten Nordseeinseln hat Föhr mit 82 Quadratkilometern und einem Umfang von 37 Kilometern eine kompakte Form. Föhr wird manchmal als die grösste deutsche Insel angesehen. Wenn Insel so definiert wird, dass man sie nur per Schiff oder Flugzeug erreicht, dann stimmt dies sogar. Sylt und vor allem Rügen in der Ostsee sind grösser, beide Inseln sind aber über einen Damm mit dem Festland verbunden.

Die grüne Insel

Diesen Namen hat Föhr, weil es hier im Vergleich zu anderen Inseln viel saftiges Grün gibt. Dies liegt an seiner geschützten Lage. Sowohl Sylt als auch Amrum schirmen Föhr vor der Erosion durch Wind und Wetter ab. So hat Föhr auch noch über 15 Kilometer wunderschöne Sandstrände. Im Naturschutzgebiet Wattenmeer gelegen, gibt es auf Föhr viele Tiere und Pflanzen. Sehr bekannt und beliebt sind die Seehunde und Kegelrobben vor der Insel, die man, wie später noch beschrieben, per Schiff besuchen kann.





Föhr, links Sylt und Amrum, Satellitenaufnahme (Bild: Madden, Wikimedia)

Föhr, links Sylt und Amrum, Satellitenaufnahme (Bild: Madden, Wikimedia)

Viele Vogelarten sind an den Stränden zu beobachten, so die Zwergseeschwalben, Sand- und Seeregenpfeifer und die auffälligen prächtigen Austernfischer. Die Marsch- und Geestlandschaft ist auch ideal für Reiter, per Pferd die Insel zu erkunden ist ein besonderes Erlebnis. Ein geführter Ausritt ist von vielen Orten aus möglich. Wandern und Radfahren ist verbreitet, man muss sich zu allen Jahreszeiten auch auf möglichen, zum Teil starken, Wind einstellen. Das freut dann die Kite- und Windsurfer genauso wie die Strandsegler. Wer einen Lenkdrachen hat: unbedingt mitnehmen.

Borgsumer Mühle in Borgsum auf der Insel Föhr (Bild: Tetris L, Wikimedia, CC)

Borgsumer Mühle in Borgsum auf der Insel Föhr (Bild: Tetris L, Wikimedia, CC)

Haus, Wohnung oder Hotel

Die meisten Besucher erreichen Föhr per Schiff. Dies legt am Hafen von Wyk an, welches zugleich der grösste Ort und die einzige Stadt ist. Sie ist mit fast 200 Jahren eines der ältesten Nordseeheilbäder in Deutschland. Sehr beliebt ist es, sich ein Ferienhaus zu mieten. Diese gibt es in sehr unterschiedlicher Grösse und Ausstattung. Schön sind die traditionell reetgedeckten Katenhäuser. Wer es stilecht mag, feuert dort seinen Kamin an, auch eine Sauna ist nach Stunden in der Seeluft angenehm. Hundebesitzer finden auch verständnisvolle Vermieter, die das Mitwohnen von Vierbeinern gestatten. An den Stränden gibt es abgeteilte Hundezonen. Ferienwohnungen sind ebenso behaglich und auch für etwas kleinere Geldbeutel geeignet.



Frühes Buchen sichert hohe Auswahl. Wer sich ausgiebig verwöhnen lassen möchte, findet auch individuellen bis exklusiven Service in Pensionen bis hin zu Wellnesshotels. Auch die Golfer haben Föhr für ihren Sport entdeckt. Mit den Inselbewohnern kommt man schnell und einfach in Kontakt. Schon beim Brötchenkauf kann man ins Gespräch kommen. Beliebt sind etwa die weichen Campingbrötchen mit einem Hauch von Zimt. Meeresfrüchte bekommt man überall, ob an der Krabbenbude am Strand oder in urigen Restaurants. Hier zu empfehlen ist in Wyk der „Glückliche Mathias“. Dieses gemütliche Restaurant verweist in seiner Inneneinrichtung auf ein Stück frühere Geschichte von Föhr, den Walfang.

In der Altstadt von Wyk auf Föhr (Bild: Celsius auf wikivoyage shared, Wikimedia, CC)

In der Altstadt von Wyk auf Föhr (Bild: Celsius auf wikivoyage shared, Wikimedia, CC)




Fahrt zu den Halligen und Seehunden

Wen es hinauszieht, der sollte unbedingt eine Halligfahrt mitmachen. Hierfür sollte man einen ganzen Tag einplanen. Von Wyk geht die Fahrt zu den grossen Halligen Langeness und Hooge. Auf den Halligen leben nur wenige Menschen ein sehr zurückgezogenes Leben. Auf Langeness wird am Anleger eine Halligrundfahrt angeboten. Oft zeigt der gesprächige Fahrer einem Besonderheiten auf der Hallig, zeigt einem etwa die Kirche und erzählt entsprechende Geschichten dazu. Bei einem mitunter auch alkoholischen Heissgetränk kann es sein, dass einem der Fahrer plötzlich als Wirt des Anlegerrestaurants wiederbegegnet.

Auf der Hallig Hooge gibt es neben anderen interessanten Dingen auch das sogenannte Sturmflutkino. In einer Dauershow wird der ständiger Kampf der Halligbewohner mit den Urgewalten der Natur gezeigt. Beim sogenannten Landunter steht die ganze Hallig unter Wasser. Das erklärt, warum die Wohnhäuser auf kleinen Hügeln, den sogenannten Warften, gebaut sind. Hier haben die Menschen noch Schutz vor dem Hochwasser. Die Fahrt führt auch an den Seehundbänken vorbei. Fast immer kann man Seehunde und Kegelrobben, manchmal mit Jungtieren, aus nächster Nähe betrachten. Auch wenn man beim Start in Föhr vermeintlich warmes und gutes Wetter hat, sollte man sich für eine solche Tour immer noch einen extra Pullover, Mütze und winddichte Kleidung mitnehmen. Frierend ist eine solche Tour nur halb so schön, und auf dem Meer ist es klimatisch oft noch rauer als am Festland.

Ockelützwarft auf der Hallig Hooge (Bild: Sandra Buhman, Wikimedia, CC)

Ockelützwarft auf der Hallig Hooge (Bild: Sandra Buhman, Wikimedia, CC)




Die Insel Föhr – zu jeder Jahreszeit

Föhr bietet das ganze Jahr über angenehme Gastlichkeit. Im Frühjahr und Sommer sind Bade- und Strandfreuden sicher ein Herzstück eines jeden Urlaubs. Über aktuelle Veranstaltungen sollte man sich unbedingt informieren. Anfang September gibt es etwa das traditionelle Gauklerfest. Auch zum Jahreswechsel hat Föhr so seine Reize. Feuerwerk ist nur am Hafen erlaubt, dort ist dann aber richtig was los. Wer einen Kater hat, kann am Neujahrstag zum Neujahrsschwimmen im Meer antreten, hierfür bekommt jeder Mutige (oder Verrückte?) eine Urkunde.
Die Anreise ist auch mit dem eigenen PKW möglich, der Platz auf der jeweiligen Fähre sollte aber ausreichend lange vor der Reise gebucht werden.



Text: Theo Jannet

 

Oberstes Bild: Seehunde im Wattenmeer mit der Insel Föhr im Hintergrund (Bild: Celsius auf wikivoyage shared, Wikimedia, CC)

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