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Gran Canaria – Ein aussergewöhnliches Inseljuwel

01.03.2014 |  Von  |  Alle Länder, Atlantik
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Gran Canaria – Ein aussergewöhnliches Inseljuwel
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Gran Canaria ist nach Teneriffa und Fuerteventura die drittgrösste Insel der Kanaren und hat eine Fläche von etwa 1560 Quadratkilometern. Die Insel ist fast kreisrund und befindet sich etwa in der Mitte des Archipels und ist wie alle kanarischen Inseln vulkanischen Ursprungs. Aufgrund des milden Klimas ist Gran Canaria ein ganzjährig beliebtes Reiseziel und hat weit mehr als nur die Strände von Playa del Inglés oder Maspalomas zu bieten.

Ein ganz besonderes Naturschutzgebiet



In den beiden Touristenhochburgen, zu denen sich auch noch Meloneras, Puerto de Mógan, Bahía Feliz, Puerto Rico oder San Agustín gesellen, fehlt es an nichts, was für einen Pauschalurlauber wichtig ist. Die Infrastruktur in diesen Orten ist komplett auf Touristen eingestellt und bietet vergleichsweise wenig Authentisches.



Gleichwohl sollte man es nicht versäumen, die fantastischen goldfarbenen Sandstrände von Playa del Inglés und Maspalomas zu besuchen. Auch wir waren begeistert von den einzigartigen Dünen, die eine grosse Fläche bedecken. Sie erreichen eine Breite von etwa sechs Kilometern und reichen bis zu zwei Kilometer weit ins Landesinnere hinein. Selbst eine Oase, die von zahlreichen Wasservögeln als Brut- und Rastplatz genutzt wird, fehlt nicht und steht genau wie die Dünen unter Naturschutz.

Als wir uns nur wenige Meter von der Küste in die Dünen begaben, fühlten wir uns beinahe in die Sahara versetzt. Zwischen Bergen von hoch aufgetürmten Dünen mit markanten sichelförmigen Sandformationen erinnerte uns nur die Brandung daran, wo wir uns tatsächlich befanden. Inmitten der Mulden lässt es sich vortrefflich relaxen, und wenn man sich weit genug hinein begibt, ist man völlig ungestört und kann nahtlos braun werden. Im Übrigen sind die Dünen von Maspalomas die einzige Stelle auf Gran Canaria, wo FKK erlaubt ist.

Dünen von Maspalomas (Bild: Baumanns, Wikimedia, CC)

Dünen von Maspalomas (Bild: Baumanns, Wikimedia, CC)

Atemberaubende Landschaften

Wir wollten aber nicht nur das süsse Nichtstun geniessen, sondern auch die Insel erkunden. Also starteten wir mit einem Mietwagen, um das Zentrum der Insel kennen zu lernen. Einer unserer auserkorenen Ziele war dabei der Roque Nublo, das Wahrzeichen Gran Canarias. Der 80 Meter hohe Monolith aus Basalt ist der Rest eines Vulkanschlots und liegt in der Nähe der Stadt Tejeda nur vier Kilometer vom Pico de las Nieves, mit 1949 Metern die höchste Erhebung auf Gran Canaria, entfernt.



Nach dem Aufstieg auf den Roque Nublo wollten wir zum höchsten Berg der Insel weiterfahren. Aber zu unserem Erstaunen war die Strasse gesperrt, aber nicht wegen eines immer mal vorkommenden Steinschlags, sondern aufgrund der schneebedeckten Strasse.

Zuvor hatten wir uns schon über die Menschenmassen gewundert, die sich entlang der Bergstrassen versammelt hatten. Hier und da grüsste fröhlich ein Schneemann und Familien waren mit Schlitten unterwegs, um auf den für uns Mitteleuropäer eigentlich spärlichen Schneeflecken zu rodeln. Für uns entstand der Eindruck, dass die Kinder schulfrei erhalten hatten, um das auf der Insel seltene Naturschauspiel zu geniessen. Und es ist auf Gran Canaria tatsächlich so, das auf den höchsten Bergen nur alle Jubeljahre mal ein wenig Schnee fällt.

Roque Nublo auf Gran Canaria (Bild: Bjoertvedt, Wikimedia, CC)

Roque Nublo auf Gran Canaria (Bild: Bjoertvedt, Wikimedia, CC)

Faszinierend ist die Flora auf der Insel, die sich völlig unterschiedlich präsentiert. Auf der Südseite Gran Canarias dominieren an Trockenheit gewöhnte Pflanzen wie die berühmte Kanaren-Wolfsmilch, Feigenkakteen und verschiedene Büsche und Gräser. Aber schon hinter der nächsten Kurve kann es üppig grün sein. Das ändert sich oft schon von Barranco zu Barranco, jenen Schluchten, die sich fächerförmig vom Zentrum der Insel zu den Küsten rund um die Insel erstrecken.

Entsprechend atemberaubend sind dann auch die Fahrten mit dem Auto. Geradeaus führende Strecken gibt es kaum, die Strassen winden sich vielfach in engen Kurven die Hänge hinauf und auf der anderen Seite wieder hinunter. An zahlreichen Aussichtspunkten befinden sich Stellflächen, damit Besucher der Insel die grandiose Aussicht geniessen können. Wer im Nordwesten und Norden unterwegs ist, dem wird dabei immer wieder der Pico del Teide, Spaniens höchster Berg, ins Blickfeld geraten. Er befindet sich auf der Nachbarinsel Teneriffa und erhebt sich oft über die Wolkendecke hinaus. Es war ein für uns immer wieder unvergesslicher Anblick, welcher nicht nur auf einem Foto festgehalten wurde.





Reiseroute „La ruta de la Cumbre“, Gran Canaria (Bild: Martin Wiesheu, Wikimedia, CC)

Reiseroute „La ruta de la Cumbre“, Gran Canaria (Bild: Martin Wiesheu, Wikimedia, CC)

Aussergewöhnliche Highlights auf Gran Canaria



Fasziniert waren wir zudem von den malerischen Orten, die wir während unserer Rundfahrten besucht haben. Nur wenige Kilometer von Maspalomas entfernt liegt das Örtchen Fataga, das mit seinen weiss getünchten Häusern schon von weitem einen gepflegten Eindruck machte. Der historische Ortskern ist noch wunderbar erhalten und einen Spaziergang durch das Dorf können wir nur empfehlen.

Sehenswert sind neben den noch zahlreich erhaltenen typisch kanarischen Häusern eine alte Wassermühle und eine nette Kunstgalerie. Umgeben ist Fataga von zahlreichen Dattelpalmen in einer sonst eher kargen Landschaft. Nicht scheuen sollte man einen Abstecher nach Artenara, dem höchstgelegenen Ort auf Gran Canaria. Bemerkenswert sind die zahlreich vorhandenen und noch bewohnten Höhlenwohnungen.

Dorf Fataga, Gran Canaria (Bild: Bjoertvedt, Wikimedia, CC)

Dorf Fataga, Gran Canaria (Bild: Bjoertvedt, Wikimedia, CC)

Ein Rundgang, der uns fasziniert hat und den wir in einem Restaurant beendet haben, in das man nur durch einen etwa 60 Meter langen Tunnel gelangt. Der Tunnel endet auf einer Terrasse, von wo eine tolle Aussicht auf den gegenüberliegenden Roque Nublo zu geniessen ist. Genussvoll war auch das leckere Essen mit typisch kanarischen Gerichten, die man in den Touristenorten an der Küste nicht serviert bekommt. Für uns war dies eines der ganz besonderen Highlights auf Gran Canaria, das uns sehr fasziniert hat wir nicht zum letzten Mal bereist haben.

 

Oberstes Bild: Sonnenaufgang auf Gran Canaria (Bild: Michael Lorenzet  / pixelio.de)

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Über Winfried Meyer

Als gelernter Kartograf galt mein Interesse schon früh den Landkarten und fernen Ländern. Daraus entwickelte sich eine grosse Leidenschaft für das Reisen, die mich schon in viele Teile unserer Erde geführt hat. Inzwischen betreibe ich ein Redaktionsbüro für die Reise- und Tourismusbranche und biete meinen Kunden einen umfangreichen Service an. Neben hochwertigen Inhalten plane ich individuelle Rundreisen und übernehme Fotoaufträge.



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