Gut gehütetes Geheimnis: Winterfreuden in Japans Pulverschnee

03.11.2019 |  Von  |  Asien, Winterziele
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Gut gehütetes Geheimnis: Winterfreuden in Japans Pulverschnee
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Japan, das Land der Kirschblüten, der Tempel und der feinen Küche. Beim breiten Reisepublikum weniger bekannt ist der Inselstaat im fernen Osten bis anhin für sein Wintersportangebot.

Dabei ist Japan unter Ski- und Schneebegeisterten längst kein Geheimtipp mehr: Über 500 Skigebiete, knapp 3000 Pistenkilometer und meterweise Pulverschnee vom Feinsten versprechen Fahrvergnügen oft bis in den Mai hinein.

Neben den japanischen Alpen westlich und östlich von Nagano lassen insbesondere die Skigebiete der Tohoku-Region im Norden von Honshu sowie die pulvrigen Pisten auf Japans nördlichster Insel Hokkaido Freerider-Herzen höherschlagen.

Die Inuit kennen vielleicht mehr Wörter für Schnee, doch „Japow“ oder „Sushi Powder“ gibt es nur in Japan. So nennen Kenner den besonders pulvrig-leichten Tiefschnee, der jeden Winter Freerider aus der ganzen Welt ins Land der aufgehenden Sonne lockt. Dank der klimatisch günstigen Lage unter dem Einfluss Sibiriens fällt in den japanischen Skigebieten häufig und reichlich Schnee. Und wenn es schneit, dann richtig: So fallen beispielsweise im Tiefschnee-Mekka Hokkaido um die 20 Meter feinster Pulverschnee pro Jahr und verwandeln die Insel mit ihren vielen Vulkanen in ein mystisch anmutendes Wintersportparadies. Die Insel im Norden Japans gehört damit zu den schneesichersten Skigebieten der Welt. Kein Wunder also richtete Japan mit Sapporo 1972 und Nagano 1998 bereits zweimal die Olympischen Winterspiele aus. Doch man muss kein Bernhard Russi und keine Marie-Theres Nadig sein, um auf Japans Pisten wahre Winterwunder zu erleben.



Verborgene Juwelen: Authentisches Japan-Erlebnis mit Pulvergarantie

Um die spektakulärsten Abfahrten unter die Bretter nehmen zu können, brauchen Schneebegeisterte in Japan weder Helikopter noch Schneemobil. Denn die zahlreichen Skigebiete sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bestens erschlossen und oft nur eine kurze Fahrt mit dem Hochgeschwindigkeitszug von zentralen Knotenpunkten entfernt. Tohoku, die nordöstliche Region der Hauptinsel Honshu, gilt mit ihren vielen nahezu unbefahrenen Skigebieten nach wie vor als Geheimtipp für ein authentisch-japanisches Wintererlebnis – von Zao Onsen im Süden bis zum Pulverparadies Hakkoda an der Nordspitze der Insel. Romantische Winterlandschaften und einsam verschneite Wälder stehen für Freiheit grenzenlos. Auf der Suche nach dem perfekten Powder fährt man in Niseko auf Hokkaido garantiert richtig. Dank eines neu aufgelegten Direktflugs mit Finnair von Helsinki nach Sapporo ist die Pulverschnee-Hochburg ab Dezember 2019 auch für Reisende aus der Schweiz noch schneller erreichbar. Und auch abseits der Piste lässt sich Japans einzigartige Kultur im Winter erleben: ob beim entspannten Tagesausklang in den Onsen (den berühmten heissen Quellen) oder gesellig in den Izakayas (was soviel wie Beiz bedeutet) – so geht Après-Ski auf japanische Art.



Powder-Träume in Japan: Wo Schneesportbegeisterte gut fahren

  • Skifahren auf dem Vulkan: Dampfende Fumarolen, atemberaubende Aussichten und ein Adrenalinkick auf Mt. Asahidake, nur 90 Minuten von Asahikawa entfernt.
  • Pulverschnee-Hub: «Japow» vom Feinsten, internationales Publikum, 30 Skilifte, 50 Kilometer Piste und Sternenküche in Hokkaidos Skiresort Niseko Hanazono unweit von Sapporo.
  • Auf Du und Du mit den Schneemonstern: Pittoresk verschneite Bäume, Snowboard-Parks und steile Pisten in Zao, Yamagata.
  • Freeriden – ganz authentisch: Geheimtipp für unendliche Freiheit und unzählige Pulverpisten abseits der Touristenströme in der Tohoku-Region im Nordosten von Honshu.
  • Olympische Glücksgefühle: Grosse Schneemengen, untereinander verbundene Resorts nahe der Olympia-Stadt im Wintersport-Gebiet Hakuba, Nagano am Hauptkamm der Nordalpen.
  • Für Familien: Allround-Resort mit Pulverspass, überschaubaren Pisten, Snowcat- und Schneeschuh-Touren oder Ausflügen mit dem Schneemobil in Kiroro, Hokkaido.


Abseits der Skipiste: Schneeaffen, Schneehütten und heilende Wasser

  • Badende Schneeaffen: Die wilden Japanmakaken beim Bad in den heissen Quellen zu beobachten erwärmt die Herzen auch am kältesten Wintertag. Jigokudani Yaen Koen, Nagano.
  • Tanz der Kraniche: Geführte Tour durch das Sumpfgebiet im Kushiro Marsh National Park, wo japanische Kraniche im Winter Nahrung finden, ihren anmutigen Paarungstanz aufführen und majestätisch in die Lüfte steigen.
  • Essen nicht von dieser Welt: Lokale Spezialitäten in gemütlichen Schneehütten unter funkelnden Laternen im Restaurant Kamakura Village in Iiyama. Mit dem Zug nur 1.5 Stunden von Tokio.
  • Expedition in die japanischen Alpen: Massive Schneewände, alpine Schluchten, Zedern-Urwald, 2400 Meter Höhendifferenz und dynamische Bergsichten für Naturliebhaber auf der Tateyama Kurobe Alpine Route.
  • Heilendes Wasser: Mehrere Kunstmuseen, eine prähistorische Keramik-Sammlung, heilende heisse Quellen, Ur-Birkenwälder, Schluchten und Niigatas berühmten Sake gibt es in der historischen Stadt Tokamachi.

So fern und doch so nah: Praktische Tipps für Winterferien in Japan

  • Flug: Ein Flug aus Mitteleuropa zu den grossen japanischen Flughäfen dauert ca. 12 bis 14 Stunden. Ab Dezember 2019 fliegt Finnair neu direkt von Helsinki nach Sapporo und bietet auch Reisenden aus der Schweiz eine praktische Anreise.
  • Öffentlicher Verkehr: Japan verfügt über effiziente und hervorragend vernetzte ÖV-Transportmöglichkeiten. Shuttle-Busse verbinden grosse Flughäfen mit den Städten, mit dem Zug geht es direkt ins Skigebiet.
  • Unterkunft: Im Winter am besten im Hotel, Minshuku (Pension) oder Ryokan (traditionelles Gasthaus). Viele Resort-Hotels haben ein eigenes Onsen und bieten Essen in exzellenter japanischer Qualität.
  • Ausrüstung: Zahlreiche Verleihoptionen für Ski-, Snowboard und Schneeschuh-Ausrüstung in allen grösseren Skigebieten.
  • Sprache: Dank Tools wie Google Translate & Co. längst keine grosse Hürde mehr.

 

Quelle: Japan National Tourism Organization (JNTO)
Titelbild & Artikelbilder: Japan National Tourism Organization (JNTO)

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