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Islands Golden Circle erleben, Teil 2: Wasserfälle und Geysire

24.11.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Islands Golden Circle erleben, Teil 2: Wasserfälle und Geysire
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Wasserfälle und Geysire einmal live erleben gehört zu den häufigsten Gründen, weshalb Reiselustige sich für Island als Urlaubsziel entscheiden. Hier kann man die unterschiedlichsten Naturphänomene erleben.

Wer sich auf den Golden Circle begibt, kann solche natürlichen Sehenswürdigkeiten in kompakter Form erleben; auf einer Strecke von rund 150mk reiht sich ein Naturphänomen an das nächste. – Also: Es lohnt sich stets die Augen offen zu halten!



Dies ist ein dreiteiliger Bericht über Islands Golden Circle. Hier das Inhaltsverzeichnis:



Teil 1: Viel Natur auf dem Weg nach Südisland

Teil 2: Wasserfälle und Geysire

Teil 3: Über Pingvellir zurück nach Reykjavik

White Water Rafting – für naturverbundene Abenteurer

Ausgehend von Skálholt – das Land der Bischöfe – fährt man zurück zur Strasse 35; wer in Richtung Goldenen Fall noch einen kleinen Umweg machen möchte, wechselt hingegen auf die Stasse 30 östlich der Hvítá, die man bei Laugarás überquert. Hier finden sich heisse Quellen, die in diesem Dorf Gartenbau unter Glas ermöglichen; man bekommt Obst und Gemüse in guter Qualität und kann den vielfältigen Gartenbau bestaunen. Insbesondere für Familien mit Kindern lohnt sich er Abstecher in diese Gegend: Der kleine Haustierzoo auf dem Hof Slakki begeistert sicher jeden kleinen Gast.

Für Abenteurer bietet sich hingegen für ein klassisches Rafting an. – Die weisse Gischt der Hvítá eignet sich für eine Tour durch das wilde Wasser hervorragend. Dicht an dicht folgen hier die Stromschnellen und machen den „Weissen Fluss“ zu einem populären Rafting-Revier. Selbstverständlich können auch Anfänger dieses Abenteuer wagen, denn im Angebot sind auch umfangreiche Schulungs- und Tourenprogramme.





White Water Rafting - für naturverbundene Abenteurer (Bild: Stig Nygaard, Wikimedia, CC)

White Water Rafting – für naturverbundene Abenteurer (Bild: Stig Nygaard, Wikimedia, CC)




Der Goldene Fall – Ausflug zum Gullfoss

Nach wenigen Minuten ist von Hvítá aus die Ortschaft Flúðir erreicht; von dort sind nur noch etwa 30km bis zum Gullfoss zurückzulegen. Damit ist ein Höhepunkt der Reise erreicht, und es bietet sich an, sich viel Zeit für einen Ausflug zu nehmen. Die Besucher werden zu einem Parkplatz oberhalb der Schlucht geleitet, in die das Wasser hinabstürzt. Eine Mini-Ausstellung informiert dort Wissbegierige über den Wasserfall sowie über die ihm umgebende Landschaft. Der Anblick des Wasserfalls selbst ist atemberaubend: Die Wassermassen stürzen über zwei gegeneinander versetzte Fallstufen in die tiefe Klamm Gullfossgljúfur – bis zu 70m in die Tiefe! Durchschnittlich donnern im Sommer 130 Kubikmetern Wasser pro Sekunde den Wasserfall hinunter, wobei auch schon Mengen von bis zu 2000 Kubikmetern gemessen wurden. Wer Glück hat und einen sonnigen Nachmittag mit Regenbogen erwischt, kann zusätzlich ein atemberaubendes Farbenspiel der Wassermassen beobachten. Aber auch wenn sich die Abendsonne mit einem goldroten Schein auf den Wasserfall legt, wird der Golden Fall seinem Namen gerecht. Der Goldan Fall ist zweifellos einer der schönsten Wasserfälle überhaupt! Wichtig: Wer den Gullfoss beobachtet, sollte nicht nur Videoaufnahmen oder Fotos machen, sondern sich eine Zeitlang selbst dem Anblick des Wasserfalls hingeben – für eine ganz besondere Erinnerung.

Gullfoss – der Goldene Fall Islands (Bild: Zinneke, Wikimedia, CC)

Gullfoss – der Goldene Fall Islands (Bild: Zinneke, Wikimedia, CC)

Haukadalur – Springendem Wasser ganz nah sein

Der Goldene Fall stellt den Wendepunkt der Golden-Circle-Route dar. Jetzt wird allmählich die Rückfahrt angetreten; rund 10km auf der Strasse 35 zurück nach Westen liegt Haukaladur – das bekannteste Geothermalgebiet in Island. Hier findet man vor allem den beeindruckenden Geysir Strokkur („Butterfass“), der Höhen Höhen zwischen 10 und 20 Metern schafft – und zwar zuverlässig alle paar Minuten, so dass Besucher dieses einzigartige Naturphänomen sogar mehrmals hintereinander beobachten können. Die Eruptionen des Strokkur beginnen stets mit einer Wasserglocke, aus der heraus ein Strahl aus Dampf und Wasser in den Himmel schiesst. Die bekannteste Quelle in dieser Gegend stellt übrigens der Grosse Geysir dar, der ein Alter von mindestens 10000 Jahren aufweist. Zu seinen besten Zeiten schleuderte die Quelle das Wasser bis zu 60m in die Höhe, begleitet von einem unheimlichen Grummeln. Heute schafft der Geysir jedoch nur noch sehr kleine Sprünge, wenngleich in der Vergangenheit versucht wurde, ihn wieder zu grösseren Wassermassen zu bewegen. Diese künstlichen Versuche wurden jedoch im Jahr 1992 verboten.





Im Vordergrund – Blesi, im Hintergrund – Eruption des Strokkur (Bild: Andreas Tille, Wikimedia, GNU)

Im Vordergrund – Blesi, im Hintergrund – Eruption des Strokkur (Bild: Andreas Tille, Wikimedia, GNU)

Haukadalur – Übernachten und Tourismus

Das Thermalfeld bietet noch weitere Quellen, die teilweise vor sich hinbrodeln oder sich als lauwarme Wasserpfützen präsentieren. Vorsicht: Seit dem letzten Erdbeben sind die Quellen heisser geworden und kochen leicht über. Deshalb sollte man unbedingt auf Warntafeln achten, da bei Fehltritten leicht die Gefahr besteht, sich die Zehen zu verbrennen. Trotzdem gehören Brandgele und für die Wundheilung Ringelblumensalbe hier mit ins Gepäck. Weil der Geysir Strokkur zu den bekanntesten und beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Island gehört, haben sich in dieser Gegend grosse Servicebetriebe etabliert. Zum Übernachten stehen sowohl ein Campingplatz als auch einfache Gästehäuser oder ein Hotel mit Hüttendorf zur Verfügung. Tipp: den Tag in unberührter Natur mit einer Mahlzeit vom Campingkocher zubereitet ausklingen lassen!

Der Strokkur unmittelbar vor dem Ausbruch (Bild: Chris 73, WIkimedia, CC)

Der Strokkur unmittelbar vor dem Ausbruch (Bild: Chris 73, WIkimedia, CC)

Ein Restaurant sowie Cafés runden das Angebot ab, so dass auch für das leibliche Wohl gesorgt ist. An diesen Komplex ist auch ein multimediales Geysir-Center angeschlossen, das die geologischen Phänomene Islands populärwissenschaftlich aufbereitet präsentiert.

Fazit: Der Goldene Wasserfall und der Strukkur-Geysir bilden zweifellos die Höhepunkte der Reise auf dem Golden Circle. Wer hier ausreichend Zeit zum Besichtigen einplant, wird mit vielen bewegten Erinnerungen die Heimfahrt antreten können!

 

Oberstes Bild: Gullfoss, Hvítá, Island (© Axel Kristinsson, Wikimedia, CC)

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Über Lara Marie Balzer

Lara Marie Balzer hat den Beruf der Pharmazeutisch-technischen Assistentin mit den Zusatzqualifikationen "Ernährungsberatung" und "Ganzheitliche Medizin/Naturheilkunde" erlernt und mit großer Freude mehrere Jahre in einer naturheilkundlich orientierten Apotheke gearbeitet, bevor sie ein Studium begann (Lehramt Chemie und Religion).


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