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Mexikos Kakao-Route erleben

21.11.2014 |  Von  |  Alle Länder, Nordamerika
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Mexikos Kakao-Route erleben
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Sie lieben den süssen verführerischen Geschmack eines heissen Kakaos im Winter oder eines kühlenden Kakaogetränks im Sommer? Sie wollen keinen billigen Kakao aus dem Tetrapak trinken, sondern einmal einen echten Kakao dort geniessen wo er produziert wird? Dann buchen Sie sich einen Flug nach Mexiko und bereisen Sie die „heilige Kakaoroute“.

Sie werden entlang der Ruta sagrada del cacao aber nicht nur erfahren, wie Kakao angebaut und verarbeitet wird, sondern auch hautnah erleben, wie er fachgerecht zubereitet und serviert wird. Lernen Sie bei einer Entdeckungstour die geografischen Schönheiten des Landes kennenlernen und erfahren Sie Wissenswertes über die Kultur der Einheimischen und den Kakao.

Von der Kakaobohne zum Göttertrunk

Verbringen Sie ein paar Tage auf einer kleinen Kakao-Hacienda. So lernen Sie die Arbeitsschritte hautnah kennen: von der Saat bis zum Genuss. Der Begriff Saat im Zusammenhang mit Kakao ist nicht richtig. Die Kakaobohnen wachsen an dicken Sträuchern und schmecken ohne Behandlung so bitter wie Kaffeebohnen. Nur eine entsprechende Pflege sichern die Qualität des Kakaos. Aber auch das Klima spielt hierbei eine wichtige Rolle, und die Kakaopflanze ist sehr wählerisch. Heiss und feucht mögen es die robusten Sträucher, die einige Meter hoch werden können. Sind die Bedingungen optimal, kann sogar zweimal pro Jahr geerntet werden.



Das Wort Kakao stammt aus der Sprache des Mixe-Zoque, hat seine Ursprünge aber bei den Mayas und Azteken. Doch auch die haben den Kakao nicht erfunden. Es wird angenommen, dass er weiter unten im Mittelteil von Südamerika entdeckt wurde. Leider konnten die Menschen damals nicht viel damit anfangen. Erst die Olmeken, später die Mayas und Azteken, kultivierten die Pflanze und schufen aus deren Extrakten einen echten Göttertrunk, der auch heute noch die Gaumen verführt. Doch nicht nur in Mexiko, auch in Afrika werden Kakaopflanzen angebaut und geerntet.





Auf einer kleinen Kakao-Hacienda lernen Sie die Arbeitsschritte hautnah kennen. (Bild: AlejandroLinaresGarcia, Wikimedia, CC)

Auf einer kleinen Kakao-Hacienda lernen Sie die Arbeitsschritte hautnah kennen. (Bild: AlejandroLinaresGarcia, Wikimedia, CC)

Kakao Finca besuchen

Die kleinen Kakao-Fincas in Mexiko, die Sie vor allem in der Region von Tabasco häufig antreffen, dehnen sich über 50 Hektar aus. Viele produzieren mittlerweile rein organischen Kakao. Das hat neben der Tatsache, dass organischer Kakao momentan total angesagt ist, auch wirtschaftliche Gründe, da er auch mehr Gewinn verspricht. Geniessen Sie im Innenhof einer Hacienda, deren Hauptgebäude vielfach noch im Original erhaltene Kolonialgebäude mit Arkadengängen sind, unter schattenspendenden Bäumen zu einem leckeren Frühstück einen himmlischen Kakao. Wie Sie sicherlich wissen, wird aus Kakaobohnen auch Schokolade gemacht. Verschiedene Sorten mit leicht bitterem oder stark bitterem Geschmack werden Ihnen, wenn gewünscht, rund um die Uhr gereicht. Kommt so ein Besuch Ihrem Traum vom Leben im Schlaraffenland nicht ziemlich nahe?

Die Speise der Götter, so der übersetzte wissenschaftliche Name von teobroma cacao, wurde in der präkolonialen Epoche von Mexiko und Mittelamerika im grossen Stil angebaut. Allein in Mexiko reichen die Wurzeln der Kultivierung der Pflanze 3 500 Jahre zurück. Die Hauptanbaugebiete, in denen sich viele touristische Highlights wie Aztekentempel und Kultstätten befinden, erstrecken sich vom Norden des Bundesstaates Veracruz entlang des zentralen Küstenabschnitts am Golf von Mexiko bis hin zur Pazifikküste.

La Chonita Hacienda in Tabasco, Mexiko (Bild: AlejandroLinaresGarcia, Wikimedia, CC)

La Chonita Hacienda in Tabasco, Mexiko (Bild: AlejandroLinaresGarcia, Wikimedia, CC)

Olmeken erfinden den Kakao



Die Olmeken waren die ersten, die in Mittel- und Zentralamerika den Kakaoanbau forcierten. Ihre Blütezeit erstreckt sich von 1 500 v. Chr. bis 400 v. Chr. aus. In den tropischen Zonen, also den Bundesstaaten Veracruz, Tabasco und Chiapas, verfeinerten sie den Anbau des Kakaos. Die Olmeken waren überhaupt ziemlich schlaue und fitte Gesellen, denn ihnen wird die erste Schrift in der westlich Hemisphäre zugeschrieben und das Ballspiel Cero geht auch auf sie zurück. Zahlreiche archäologische Ausgrabungsstätten der Olmeken können Sie so ganz nebenbei entlang der Kakaoroute entdecken. Die riesigen Steinköpfe und viele Original-Exponate des ausgestorbenen Volkes lassen sich im Antropologischen Museum von Xalapa, Veracruz und im Freilichtmuseum La Venta in Villahermosa, Tabasco bestaunen.

Den Olmeken folgten die Mayas, die weitaus bekannter sind. Die Mayas lebten ziemlich genau dort, wo auch ihre Vorgänger ansässig waren. Selbst einige Gebräuche wurden von den Vorfahren übernommen. Die Mayas allerdings gelten als das kreativste Volk der präkolumbianischen Epoche. Sie verfeinerten die Schrift und verehrten in prachtvollen und auch blutigen Zeremonien gleich eine Vielzahl Götter. Zudem wussten sie die Sterne zu deuten. Die Mayas bauten prächtige Tempelanlagen und Pyramiden – einmal ganz abgesehen von ihren Feinschmeckerqualitäten.

Rösten der Kakaobohnen in Mexiko (Bild: AlejandroLinaresGarcia, Wikimedia, CC)

Rösten der Kakaobohnen in Mexiko (Bild: AlejandroLinaresGarcia, Wikimedia, CC)

Die Azteken und ihr geliebter Kakao



Nicht weniger üppig und genussvoll lebten die Azteken, die zu ihrer Zeit als das mächtigste Volk auf dem Kontinent galten. Sie schufen Bauwerke von überdimensionalen Ausmassen, die unbeschadet Jahrhunderte überdauerten. Eines davon befindet sich in Teotihuacán. Sie werden von den Ausmassen der Sonnenpyramide und der Mondpyramide beeindruckt sein. Die beiden gigantischen Bauwerke gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO. Einst bedeckten die beiden Pyramiden eine Fläche von 21 Quadratkilometern. Die Sonnenpyramide von Teotihuacán gilt nach den Pyramiden von Gizeh als drittgrösste Pyramide der Welt.

Figur eines Azteken mit der Kakaobohne in den Händen (Bild: Brooklyn Museum, Wikimedia)

Figur eines Azteken mit der Kakaobohne in den Händen (Bild: Brooklyn Museum, Wikimedia)




Kakao wurde einst nur von den Mächtigen getrunken. Er galt sogar als potente Medizin. Doch süss war er damals noch nicht. Es wird angenommen, dass spanische Mönche auf die Idee kamen, den Kakao mit Zucker, Eiern, Mandeln, Vanille und einigen Zutaten mehr zu verfeinern, um daraus die Gaumenfreude „chocolate mexicano“ zuzubereiten.

 

Oberstes Bild: Rote Kakaobohnen, Tabasco, Mexiko (© AlejandroLinaresGarcia, Wikimedia, CC)

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