Neuseeland – Reisebericht vom anderen Ende der Welt, Teil 3: Das Nordland

29.08.2013 |  Von  |  Pazifik
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Neuseeland – Reisebericht vom anderen Ende der Welt, Teil 3: Das Nordland
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Der Tag der Abreise aus Auckland war gekommen und wir düsten mit unserem Mini-Van über die Autobahn Richtung Norden, immer schön links fahrend und rechts lenkend. Was am Anfang ziemlich verwirrend war, wurde mit der Zeit Gewohnheit. Scheppernd und knatternd schoben wir uns Kilometer für Kilometer vorwärts – was übrigens auch die geläufige Masseinheit des Landes ist – man rechnet nicht in Meilen.

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Wir hatten folgende, über 420 km lange Strecke vor uns:

Unser Wagen konnte etwa 30 Liter Benzin aufnehmen. Mit einem Verbrauch von etwas um die 9 Liter auf 100 km kamen wir also gerade einmal 300 km weit. Daher mussten wir, nachdem wir die Skyline Aucklands im Rücken hatten, kurz nach dem Städtchen Whangarei (sprich „Fangaräi“) schon zum ersten Mal tanken – und ruck zuck waren 65 Dollar weniger auf dem Konto.




Unsere Neuseeland-Klapperkiste (c) Albert Brückmann, 2012

Unsere Neuseeland-Klapperkiste (c) Albert Brückmann, 2012


Irgendwann gegen abend kamen wir in Paihia an, unserem ersten Zwischenstopp auf der Reise zur Nordspitze des Landes. Hier hatten wir eine Unterkunft gebucht, die bei Rucksacktouristen, den sogenannten Backpackers, beliebt war. Es gab kein Problem damit, dass wir ein Kind dabei hatten, obwohl fast ausnahmslos junge Leute in solche Backpackers einziehen.

Beim Leiter der Unterkunft buchten wir einen Tagesausflug nach Russel, einer kleinen Insel gegenüber von Paihia. Es wurde jedoch sehr windig, und unser Boot fuhr derart wild übers Wasser, dass 90% der Besatzung des Bootes übel wurde. Weil die Toilette nicht richtig funktionierte, sassen alle da und spuckten in Tüten – ein erbärmlicher Anblick. Selbst ich, der ich Schiffschaukeln gut überstehe und oft andere belächelt habe, denen regelmässig schlecht bei sowas wurde, verlor mein Mittagessen während der Fahrt.

Als das Boot jedoch zur Ruhe kam, wurden wir mit dem Ausblick auf das „Hole in the Rock“ belohnt und sahen dutzende grosse Delfine springen. Die Rückfahrt kürzten wir ab und gingen früher vom Schnellboot, um die Fahrt mit einem gemächlicheren Gefährt fortzusetzen…

Zwei Tage später. Nachdem wir eine längere Strecke gefahren und unterwegs ein Reisebett für den kleinen Johnny besorgt hatten, machten wir einen kurzen Zwischenstopp bei McDonald’s in Kaitaia, der letzten Ortschaft vor Cape Reinga. Anschliessend ging es los, zum letzten Abschnitt auf der Strecke in den Norden. Die Strassen waren schön ruhig, hin und wieder waren Schafe und Rinder zu sehen, und immer mal wieder bewiesen die Neuseeländer Patriotismus und Liebe zum National-Sport, dem Rugby. Die All-Blacks hatten kurz davor die Weltmeisterschaft gewonnen und stellten dies mit Fahnen vor den Häusern stolz zur Schau.

Und schliesslich kamen wir an – es war mystisch und legendär zugleich, wieder hier zu sein: Cape Reinga. Die folgenden Bilder zeigen, was man dort sehen und erwarten kann.

Cape Reinga mit seinem Leuchtturm ist einer der schönsten Plätze der Nordinsel, wie ich finde. Es hat etwas Beruhigendes und dennoch Aufwühlendes, wie die Wellen der Tasmanischen See mit denen des Pazifik zusammenstossen. Hin und wieder verirren sich Wale an diesen Platz und tauchen prustend auf. Die Maori meinen, dass sich an diesem Platz alle Seelen der Verstorbenen zum letzten Mal von der Insel verabschieden, bis sie dann zurück in ihre Heimat schweben…



An diesem Tag holten wir uns einen Sonnenbrand, den wir nicht einmal bemerkten, da es so windig und kühl war. Die Ozonschicht ist hier besonders dünn, deswegen ist es ratsam, vorzubeugen und Sonnencreme aufzutragen, auch wenn es bewölkt ist.

Als wir wieder in unser Auto stiegen, hatten wir das nächste Ziel vor Augen: Coromandel. Der Hot Water Beach, der sich dort befindet, macht es möglich, direkt vor dem Meer in dampfend heissem Wasser zu liegen. Und auch die Cathedral Cove ist ein absoluter Höhepunkt diesen Teils der Insel… doch darüber mehr in Teil 4 dieser Serie!


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