Ferienwohnungen Tessin

Nikolaiviertel – hier schlägt das Herz Berlins

25.10.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Nikolaiviertel – hier schlägt das Herz Berlins
Jetzt bewerten!

Das Herz Berlins schlägt rund um das Nikolaiviertel – hier entstanden einst zu beiden Seiten der Spree die Siedlungen Berlin und Cölln, die im Jahr 1307 zur Doppelstadt Berlin-Cölln zusammengeschlossen wurden.

Urkundlich erwähnt wurde die westliche Cöllner Hälfte bereits im Jahr 1237, so dass dies als das Gründungsjahr der deutschen Hauptstadt angegeben wird. Die Nikolaikirche gilt als ältestes Gebäude der Stadt – heute wandeln zahlreiche Touristen auf den Pfaden des historischen Berlins. Direkt neben dem Eingang zur Nikolaikirche liegt der Gründungsbrunnen, der an die Gründung Berlins erinnern soll.



Während das Viertel lange den Mittelpunkt der aufstrebenden Metropole bildete, wurde es während des Zweiten Weltkrieges weitgehend zerstört. Bis in die 80er-Jahre gab es hier eine traurige Trümmerlandschaft, die erst zum 750. Geburtstag der Stadt beseitigt wurde. Auch die Kirche, die im Krieg fast vollständig ausgebrannt war, wurde rekonstruiert. Orientiert an historischen Vorbildern sollte das Viertel möglichst originalgetreu, aber in der in der DDR üblichen Plattenbauweise wiederaufgebaut werden.

Ein besonderes Highlight ist das Ephraim-Palais, das auf eine bewegte Geschichte zurückblickt: Das Rokoko-Palais wurde zwischen 1762 und 1766 errichtet und das Eckhaus damals als „schönste Ecke“ Berlins bezeichnet. Im Jahr 1935 kam es zu einer Strassenverbreiterung, der das Palais im Weg stand. Die Fassadenteile wurden eingelagert und schliesslich anlässlich der 750-Jahr-Feier unweit des historischen Standorts wiederaufgebaut. Heute beherbergt das Palais ein Museum, das mit wechselnden Sonderausstellungen über die Geschichte und Kultur Berlins informiert.

Das Palais Ephraim an der Ecke Poststrasse-Mühlendamm im Nikolaiviertel in Berlin-Mitte. (Bild: Beek100, Wikimedia, CC)

Das Palais Ephraim an der Ecke Poststrasse-Mühlendamm im Nikolaiviertel in Berlin-Mitte. (Bild: Beek100, Wikimedia, CC)




Eines der wenigen original erhaltenen Häuser aus dem 18. Jahrhundert ist das Knoblochhaus, einst Wohnsitz einer Berliner Bürgerfamilie. Heute beherbergt das Haus ein Museum des Berliner Biedermeier und gibt Einblicke in das Leben der Familie Knobloch.



Im Gasthaus „Zum Nussbaum“ trafen sich früher Berliner Originale wie Heinrich Zille und Claire Waldorf. Leider wurde auch das Nussbaum im Krieg zerstört. Auch das traditionsreiche Gasthaus, das sich einst auf der Fischerinsel befand, wurde jedoch detailgetreu wiederaufgebaut; natürlich pflanzte man auch wieder einen Nussbaum an. Wer als Besucher Ur-Berliner Flair erleben und einen Blick in Zilles „Milljöh“ werfen möchte, sollte unbedingt im Nussbaum eine typische Berliner Weisse trinken!

Ein Bummel durch die liebenswerten Gassen am Ufer der Spree versetzt Besucher zurück in das alte Berlin. Sehenswert ist die Bronzeskulptur des Heiligen St. Georg, der einen Drachen bezwingt. Die zahlreichen gemütlichen Restaurants, in denen es gutbürgerlich zugeht, erinnern an alte Zeiten, Geschäfte laden zum Stöbern ein. Wer ein Souvenir oder ein Geschenk sucht, wird in einem der Lädchen garantiert fündig!

 

Oberstes Bild: Nikolaiviertel – hier schlägt das Herz Berlins. (© Denis Apel, Wikimedia, CC)

Wo liegt dieses Reiseziel?

Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.

Mit meiner Familie erkunde ich in den Ferien fremde Metropolen oder lasse bei einem Badeurlaub einfach die Seele baumeln. Seit ich klein bin, sind Bücher meine große Leidenschaft, wenn es meine Zeit erlaubt, bin ich immer mit einem guten Buch anzutreffen. Mich fasziniert alles, was mit Kreativität zu tun hat: Von Acrylbildern, über Glasmalerei bis hin zu Loombands habe ich schon vieles ausprobiert.


Ihr Kommentar zu:

Nikolaiviertel – hier schlägt das Herz Berlins

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.