Nürnberg: 500 Jahre Engelsgruss sowie Begräbnisstätten St. Rochus / St. Johannis

28.06.2018 |  Von  |  Deutschland, News
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Nürnberg: 500 Jahre Engelsgruss sowie Begräbnisstätten St. Rochus / St. Johannis
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Vom 30. Juni bis 17. Juli ist eines der Hauptwerke von Veit Stoss – der Engelsgruss in der Nürnberger Lorenzkirche – aus nächster Nähe zu bewundern.

Eigentlich wird das 1517/18 entstandene Kunstwerk nur rund alle sieben Jahre ins Kirchenschiff abgelassen, um den Restauratoren die Gelegenheit zu geben, den Zustand zu prüfen, aber zum 500sten Geburtstag gibt es heuer eine Ausnahme.

Dem im Dürerjahr 1971 grundlegend restaurierten biblischen Engelsgruss sieht man sein bewegtes Schicksal nicht an: 1525 wurde er nach Einführung der Reformation „für immer“ verhüllt, um 90 Grad gedreht und nach oben gezogen.

1811, nachdem Nürnberg zu Bayern gekommen war, wanderte das Kunstwerk auf die Burg, dann ins Rathaus, und nach der Rückkehr in die Lorenzkirche riss im April 1817 der Befestigungsstrick – übrig blieben „tausend kleine Stücke“. Man wagte dennoch die Restaurierung, und bereits 1826 erstrahlte der „Englische Gruss“ wieder in voller Pracht. Zwei besondere Führungen werden bis 16. Juli angeboten: „Dem Engelsgruss ganz nah“ und „Besuch bei der Winde“.


Vor fünf Jahren gab es die letzte Gelegenheit, den Engelsgruss von Veit Stoss aus nächster Nähe zu betrachten. Das normalerweise im Hallenchor hängende Kunstwerk wird vom 30. Juni bis 17. Juli anlässlich des 500sten Geburtstags erneut ins Kirchenschiff abgelassen. (Bild: obs/Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg/Thomas Bachmann)

Vor fünf Jahren gab es die letzte Gelegenheit, den Engelsgruss von Veit Stoss aus nächster Nähe zu betrachten. Das normalerweise im Hallenchor hängende Kunstwerk wird vom 30. Juni bis 17. Juli anlässlich des 500sten Geburtstags erneut ins Kirchenschiff abgelassen. (Bild: obs/Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg/Thomas Bachmann)


Ebenfalls 500 Jahre existieren die wunderschönen Begräbnisstätten St. Rochus und St. Johannis. Beide sind mit ihren liegenden Grabsteinen und künstlerisch bedeutsamen Bronze-Epitaphien weltberühmt. Diese Nürnberger Kunstform ist seit Kurzem als immaterielles UNESCO-Kulturerbe eingetragen. Viele berühmte Nürnberger haben ihre letzte Ruhestätte dort gefunden: in St. Rochus Kanon-Komponist Johann Pachelbel oder Bildhauer Peter Vischer, in St. Lorenz Anselm Feuerbach, Hans Sachs, Veit Stoss und Albrecht Dürer.

Im Jahresprogramm der Lorenzer Kirchenmusik gibt es auf einen Blick Informationen zu den Geburtstagen.

 

Quelle: Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg
Titelbild: Lorenzkirche, Nürnberg © Circumnavigation – shutterstock.com

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