Quito – Besuch in der höchsten Hauptstadt der Welt

31.01.2014 |  Von  |  Alle Länder, Südamerika
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Quito – Besuch in der höchsten Hauptstadt der Welt
5 (100%)
1 Bewertung(en)

Nur wenige Breitengrade südlich des Äquators ist Quito auf 2800 m Höhe die höchstgelegene Hauptstadt der Welt. Was Quito wirklich einzigartig macht, ist aber nicht die Höhe an sich, sondern vielmehr die atemberaubende Lage der ecuadorianischen Hauptstadt inmitten von mächtigen Andenvulkanen.

Mit rund 2 Millionen Einwohnern ist Quito die zweitgrösste Stadt des Landes nach Guayaquil und zugleich die Hauptstadt der Provinz Pichincha, die nach dem gleichnamigen Vulkan und Hausberg von Quito benannt ist. Die Lage in einem Tal am Fuss des Vulkans prägt das Stadtbild vor allem in den zentralen Stadtteilen, deren steile, verschlungene Strassen Quito einen ganz eigenen Charakter verleihen.



An der Stelle der heutigen Stadt existierten bereits vor weit über 3000 Jahren erste Siedlungen, und gegen Mitte des 15. Jahrhunderts begannen die Inkas mit der Eroberung der Ebene um Quito. Die heutige Altstadt entwickelte sich unter den Inkas zu einem politisch-religiösen Zentrum der Region und damit zu einer der einflussreichsten Städte des Landes. Bis heute ist Quito stark von seiner indigenen Kultur geprägt, auch wenn der Anteil der indigenen Bevölkerung mittlerweile kaum mehr 5% ausmacht. Die Farben, Gerüche und Klänge von Quito bieten dem Besucher dennoch einen aussergewöhnlichen Einblick in die jahrtausendealte Kultur, die die Andenregion bis heute kennzeichnet.

Kathedrale von Quito (Bild: Neverhood / pt.wikipedia / Lizenz: CC)

Kathedrale von Quito (Bild: Neverhood / pt.wikipedia / Lizenz: CC)

Kolonialer Charme in Quitos Altstadt

Die koloniale Altstadt von Quito ist ungewöhnlich reich an barocken Kirchen, Klöstern und Prachtbauten, die der ecuadorianischen Hauptstadt bereits 1978 als erster Stadt überhaupt die Aufnahme ins UNESCO-Weltkulturerbe bescherten. Rund um die Plaza de la Independencia und die Plaza de San Francisco mit dem gleichnamigen Kloster zeugen prachtvolle koloniale Bauwerke vom einstigen Reichtum der Andenstadt. Quitos Altstadt ist zugleich eine der am besten erhaltenen Altstädte des amerikanischen Kontinents, die trotz umfassender Restaurierungen nichts von ihrem einzigartigen Charme eingebüsst hat.



Neben dem Präsidentenpalast, der Kathedrale und der Basilika ist besonders die Kirche Iglesia de La Compañía dazu geeignet, Reisenden den Atem zu rauben. Die Jesuitenkirche brauchte 160 Jahre bis zu ihrer Fertigstellung im Jahr 1765, zählt heute jedoch mit ihrem mächtigen Hauptschiff, den goldverzierten Kuppeln und prachtvollen Bögen zu den mit Abstand schönsten Gebäuden der Stadt. Im Museo de Arte Colonial, dem Museum für koloniale Kunst, sind ausserdem viele weitere Schätze aus Quitos kolonialer Vergangenheit ausgestellt.

Iglesia de La Compañía (Bild: David Adam Kess / pt.wikipeda / Lizenz: CC)

Iglesia de La Compañía (Bild: David Adam Kess / pt.wikipeda / Lizenz: CC)

Besuch in Mariscal Sucre: Quitos anderes Gesicht

Das alte koloniale Quito ist nur das eine Gesicht der Andenstadt – das andere erwartet Besucher und Einheimische gleichermassen nördlich der historischen Altstadt im Viertel Mariscal Sucre. In diesem Teil der Stadt entstand in den 1970er und 1980er Jahren ein neues, modernes Zentrum, das Finanzzentren und aus der Altstadt verlegte Regierungsgebäude ebenso umfasst wie Quitos grosse Einkaufszentren. Ausserdem hat in Mariscal das Nationalmuseum seinen Sitz, eines der bedeutendsten Museen des Landes, in dem unter anderem wertvolle Stücke aus dem Goldschatz der Inka aufbewahrt werden.



Wer Mariscal Sucre von der kolonialen Altstadt aus besucht, durchquert den Stadtpark Ejido, die grösste Parkanlage der Innenstadt und mit seinen baumbestandenen Spazierwegen auch ein willkommener Ausgleich zum Verkehr und Gewusel des Stadtzentrums. Mariscal Sucre selbst ist in Quito auch als „Gringolandia“ bekannt, und wenngleich diese wenig rühmliche Bezeichnung auf den hohen Anteil an ausländischen Gästen hinweist, sind die unzähligen Restaurants, Bars und Cafés rund um die zentrale Plaza Foch auch bei der jungen einheimischen Bevölkerung ein beliebtes Ausgehziel. Hier können wie nirgendwo sonst in Quito neue Bekanntschaften gemacht und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Ausblick vom TelefériQo (Bild: David Berkowitz / pt.wikipedia / Lizenz: CC)

Ausblick vom TelefériQo (Bild: David Berkowitz / pt.wikipedia / Lizenz: CC)

Mit der Seilbahn auf Quitos Hausberg Pichincha

Der mächtige Vulkankegel des Pichincha überragt Quito in 4794 m Höhe, und seit der Eröffnung einer Seilbahnverbindung im Jahr 2005 zählt der Berg auch zu den beliebtesten Ausflugszielen im Stadtgebiet. Der TelefériQo befördert Besucher bis zu einer Bergstation auf 4100 m Höhe, von der aus sich ein atemberaubender Blick auf die Hauptstadt bietet. Ausserdem können die Andenlandschaften rund um Quito von der Bergstation aus auf unzähligen Wanderwegen erkundet werden.



Bei ihrer Eröffnung im Jahr 2005 war die Bergstation des TelefériQo die höchstgelegene Seilbahnstation der Welt. An der Talstation der Anlage erwartet die Besucher gleich eine ganze Reihe von Sport- und Freizeiteinrichtungen, darunter ein beliebter Freizeitpark, eine Go-Kart-Bahn und eine Paintball-Anlage sowie die unvermeidlichen Einkaufszentren, Restaurants und Fast-Food-Imbisse.

Äquator-Monument Mitad del Mundo (Bild: Maros / pt.wikipedia / Lizenz: CC)

Äquator-Monument Mitad del Mundo (Bild: Maros / pt.wikipedia / Lizenz: CC)

Von Quito zur Mitte der Welt

Eine von Quitos grössten Attraktionen liegt nicht in der Stadt selbst, sondern etwa 35 km weiter nördlich. In der Kleinstadt San Antonio de Pichincha steht hier das Monument „Mitad del Mundo“, zu Deutsch „Mitte der Welt“. Das Monument in Form einer Erdkugel steht direkt auf dem Äquator und zugleich an der Stelle, an der 1736 mit Charles Marie de La Condamine der erste Europäer die genaue Äquatorposition bestimmte. Touristen können rund um das Monument nicht nur ein nachgebautes Kolonialdorf besuchen, sondern sich auch mit einem Äquator-Zertifikat ausstatten lassen.

Dass Ecuador für die Äquatorforschung so bedeutend ist, verdankt der „Äquator-Staat“ seiner natürlichen Geografie. Die Gipfel der Anden bilden die einzigen festen Bezugspunkte weltweit, anhand derer zu Zeiten de La Condamines eine exakte Positionsbestimmung des Äquators möglich war.

 



Oberstes Bild: Kirche La Merced, koloniale Altstadt (Bild: Marrovi / pt.wikipedia / Lizenz: CC)

Wo liegt dieses Reiseziel?



Bestseller Nr. 1
TOM TAILOR Herren Sweatshirt Basic v-Neck Sweater, Grün (Mint Ice Melange 7847), Large
  • langärmlig mit V-Ausschnitt
  • aus Feinstrick
  • abgesetzte Blenden an den Saumkanten
AngebotBestseller Nr. 2
Michael Kors Damen-Armbanduhr MK3706
  • Gehäusehöhe: 6 mm; Gehäusegröße: 36.5 mm; Bandbreite: 16 mm; Bandumfang: 175 +/- 5 mm
  • Bandmaterial: Edelstahl; Wasserdichtigkeit: 5 ATM; Werk: 3 Zeiger
  • Verpackt in Michael Kors Geschenkbox
  • Analog
  • Michael Kors
Bestseller Nr. 3
s.Oliver Baby-Mädchen Langarmshirt 65.711.31.7680, Rosa (Dark Pink 4607), 68
  • Metallic-Print und Sterne aus Glitzer-Pailletten auf der Front
  • Rundhalsausschnitt mit zwei seitlichen Druckknöpfen
  • Dekorative Kräuselfalten an den Schultern
  • Ärmelabschlüsse mit schmalem Gummizug
  • Saumabschluss mit Layering

Über Andrea Rathjen

Die Agentur belmedia GmbH beliefert die Leserschaft täglich mit interessanten News, spannenden Themen und tollen Tipps aus den unterschiedlichsten Bereichen. Nahezu jedes Themengebiet deckt die Agentur belmedia mit ihren Online-Portalen ab. Wofür wir das machen? Damit Sie stets gut informiert sind – ob im beruflichen oder privaten Alltag!



Ihr Kommentar zu:

Quito – Besuch in der höchsten Hauptstadt der Welt

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.