Reisetrends 2026: Schweizer Ferien werden Ausdruck von Persönlichkeit

Reisen waren schon immer etwas sehr Persönliches – doch 2026 verabschieden sich Reisende aus der Schweiz endgültig von Standardrouten.

Sie brechen mit Konventionen und verfolgen ihre eigenen Leidenschaften, die sie als ihr persönliches Markenzeichen selbst ausmachen. Ob adrenalingeladene Kompatibilitätstests, Ausflüge in mystische Welten oder Aufenthalte in futuristischen Unterkünften – jede Reise wird zum kompromisslosen Ausdruck von Individualität und Identität: Das bin ich, das will ich, das gefällt mir.

Bereits zum zehnten Mal beleuchten die Reisetrends von Booking, wie Menschen die Welt erleben möchten. Jahr für Jahr haben diese Erkenntnisse Veränderungen im Reiseverhalten aufgedeckt – von Coolcations, bei denen es in kühlere Regionen geht, bis zu Conscious Travel, also dem bewussten Reisen mit Blick auf soziale und ökologische Aspekte. Für 2026 zeigt sich: Schweizer wollen ganz sie selbst sein – mit all ihren Eigenheiten. Dabei unterstützt sie Technologie dabei, Reisen individuell zu gestalten und mit Menschen zu teilen, mit denen sie auf einer Wellenlänge sind.

Basierend auf einer Umfrage unter mehr als 29’000 Reisenden aus 33 Ländern und Regionen hat Booking, eines der führenden Unternehmen der Reise- und Technologiebranche, die grossen Trends für 2026 identifiziert. Die Ergebnisse für die Schweiz zeigen: Ferien werden immer individueller, experimenteller und kompromissloser, um den Vorstellungen der Reisenden so exakt wie möglich zu entsprechen.

Die Trends für die Schweiz im Überblick:

  • Stille Hobbys: Mit lautlosen Aktivitäten zur inneren Ruhe
  • Humanoide Häuser: Ferienunterkünfte der Zukunft
  • Astro-Travel: Reisen nach den Sternen
  • Roadtrip-Revolution: Neue Wege für gemeinsames Reisen
  • Turbulenz-Test: Beziehungen auf dem Prüfstand
  • Glowcation: Technologiegestützte Reisen für schönere Haut
  • Romantasy-Ferien: Eintauchen in fantastische Welten
  • Moderne Meilensteine: Reisen zur Feier des eigenen Lebens

Stille Hobbys: Mit lautlosen Aktivitäten zur inneren Ruhe

2026 ist Schweigen Gold wert. Schweizer tauschen den Lärm und Trubel des Alltags gegen die wohltuende Stille der Natur, um zu sich selbst zu finden. Sie suchen nach Ritualen, die Geduld, Reflexion und Stressabbau fördern. 33 % der Schweizer Reisenden sagen, sie machen bewusst Ferien, um der Natur näher zu sein, darunter 29 % der Gen Z, und etwas mehr als ein Fünftel, 21 %, widmet sich in den Ferien ruhigen Hobbys.

Ob Insekten- oder Vogelbeobachtung, Angeln oder Sammeln von Zutaten – das Interesse an Aktivitäten, die zu einem intensiven Naturerlebnis einladen, wächst. 45 % können sich vorstellen, Schmetterlinge, Falter oder Insekten zu beobachten, 65 % hätten Lust auf Angeln oder Vogelbeobachtung. 58 % würden in einem Hotel übernachten, wo sie selbst Zutaten für ihre Mahlzeiten in der Natur sammeln können. Selbst bei der Suche nach Ruhe spielt Technologie eine Rolle: Mit Apps lassen sich Schmetterlinge und Vögel in Echtzeit bestimmen oder mit KI-Tools Informationen zu Wegen, Biotopen und saisonalen Wanderungen abrufen.


Hohenschwangau in Bayern

Ganz nach dem Motto „weniger ist mehr“ definieren Reisende Erholung neu – entschleunigt, im Einklang mit der Natur, um Klarheit und innere Ruhe zu gewinnen.

Humanoide Häuser: Die Ferienunterkunft der Zukunft

Ferienhäuser sind wegen ihrer Geräumigkeit und Privatsphäre ein Ferienklassiker. 2026 erleben sie ein futuristisches Upgrade dank humanoider Helfer. Man stelle sich vor: Ein Reinigungsroboter übernimmt das Aufräumen, ein Roboterkoch bereitet das Abendessen zu und erledigt den Abwasch, und intelligente Systeme optimieren im Hintergrund Wasser- und Stromverbrauch sowie die Abfallentsorgung.

Schweizer Reisende sind bereit für diesen nächsten Schritt, der Komfort und Neugier vereint: 66 % können sich vorstellen, eine Unterkunft mit Roboterunterstützung zu buchen. Mehr als vier von zehn, 44 %, sagen, dass Reinigungsroboter ihre Buchungsentscheidung beeinflussen würden, während 32 % vor allem einen Roboterkoch spannend finden. Rund ein Fünftel, 21 %, wünscht sich Roboter, die im Hintergrund für Nachhaltigkeit sorgen.

Doch es geht nicht nur um Bequemlichkeit: Für manche zählt auch der Reiz des Neuen, 17 %, oder sogar damit angeben zu können, in einer Unterkunft wie aus einem Science-Fiction-Film übernachtet zu haben, 12 %. In diesen humanoiden Häusern verschwimmen die Grenzen zwischen Funktion und Spass. So wird der Aufenthalt neu definiert und es entstehen Erlebnisse, die ebenso komfortabel wie einzigartig sind.

Astro-Travel: Reisen nach den Sternen

2026 haben die Sterne nicht nur Einfluss auf Horoskope, sondern auch auf Ferienpläne. Von Mondphasen bis Astrologie – mystische Praktiken werden zum neuen Kompass für die Wahl des Reiseziels. So wird die Reise zur spirituellen Reise auf kosmischen Pfaden.



Über ein Drittel der Schweizer, 36 %, würde eine Änderung oder Stornierung der Reisepläne in Erwägung ziehen, wenn ein spiritueller Berater davon abrät. 34 % würden ihre Reise wegen einer Horoskopwarnung überdenken und 31 % würden bei rückläufigem Merkur umplanen.

Neben diesen kosmischen Kurskorrekturen suchen viele gezielt nach Erlebnissen, die mit mystischen oder astrologischen Aspekten harmonieren. Drei von zehn, 31 %, berücksichtigen solche Einflüsse bei der Ferienplanung – von der Ausrichtung auf Mondphasen oder Sonnenwenden bis hin zum Besuch energetisch aufgeladener Orte. Mehr als die Hälfte der Schweizer Gen Z, 52 %, und über 34 % der Millennials zeigen hier ein besonders ausgeprägtes spirituelles Interesse. Für viele steht der Weg zur Selbstfindung also tatsächlich in den Sternen.

Roadtrip-Revolution: Neue Wege für gemeinsames Reisen

Der klassische Roadtrip bekommt 2026 ein Upgrade: Vom Ausflug mit Familie oder Freunden wird er zum Abenteuer voller Spontaneität, Entdeckungen und neuen Bekanntschaften. Es geht nicht mehr nur um die Strecke, sondern auch um Begegnungen und unvergessliche Erlebnisse mit anderen Abenteurern. Dazu passt, dass 85 % der Schweizer Reisenden offen sind für Fahrgemeinschaften in den Ferien und 45 % würden eine App nutzen, um Reisende mit ähnlicher Route zu finden.

Der Reiz ist klar: Auch Schweizer wünschen sich Roadtrips, die mehr Spontaneität und Flexibilität bieten, 77 %, auf denen sie neue Menschen kennenlernen, 77 %, und bei denen auch mal andere das Steuer übernehmen, 73 %. Besonders für Nichtfahrer eröffnen Fahrgemeinschaften und autonome Fahrzeuge neue Freiheiten – sie machen Abenteuer möglich, die zuvor nicht erreichbar waren.

Jüngere Generationen sind in diesem Kontext besonders aufgeschlossen: 81 % der Gen Z würden selbstfahrende Fahrzeuge oder KI für die Routenplanung nutzen, in der Generation der Babyboomer sind es nur 38 %. Auch sonst bietet Technologie neue Möglichkeiten: Mehr als die Hälfte der Schweizer Reisenden, 54 %, könnte sich vorstellen, mit generativer KI landschaftlich reizvolle Routen abseits der klassischen Pfade zu planen. So entsteht durch Technik und neue Kontakte eine moderne Art des Roadtrips – teils Entdeckungsreise, teils Gemeinschaftserlebnis, aber immer ganz individuell.

Turbulenz-Test: Liebe, Freundschaft und Teamwork auf dem Prüfstand

Ferien bedeuten 2026 nicht mehr nur Erholung – sie werden auch zum ultimativen Kompatibilitätstest. Viele Reisende möchten die Auszeit nutzen, um die Stärke ihrer Beziehungen zu testen – egal ob romantisch, freundschaftlich oder beruflich. Zwei Drittel der Schweizer Reisenden, 66 %, sind offen für Ferien mit Kollegen, potenziellen Partnern oder neuen Freunden, um herauszufinden, wie gut man zusammenpasst.



Mehr als sechs von zehn, 63 %, würden eine Reise an einen abgelegenen Ort wählen, um zu sehen, wie die Reisebegleitung mit Unsicherheiten und Unannehmlichkeiten umgeht. 47 % finden Ferien mit vertauschten Rollen spannend – beispielsweise, wenn die üblicherweise planende Person die Kontrolle abgibt oder die introvertiertere Person die Führung übernimmt. Mehr als die Hälfte, 55 %, wäre bereit, Reisen mit starken Einschränkungen zu testen, wie begrenztem Budget, Sprachbarrieren oder schlechter Netzabdeckung. Ein Grossteil der Schweizer Reisenden, 68 %, würde sich auch mal zurücknehmen, um zu sehen, ob die Reisebegleitung die Initiative übernimmt.

Solche Belastungstests spiegeln eine neue Sicht auf Ferien wider: Sie sind nicht mehr nur Auszeiten, sondern Möglichkeiten, Kompatibilität, Anpassungsfähigkeit und Teamwork unter realen Bedingungen zu prüfen. Besonders experimentierfreudig ist dabei die Gen Z: 71 % der Schweizer Gen Z ist offen für Reiserouten, die darauf ausgelegt sind, Alltagsdynamiken zu simulieren und Beziehungen auf Herz und Nieren zu testen.

Glowcation: Technologiegestützte Reisen für schönere Haut

Wellness-Ferien erstrahlen 2026 in neuem Glanz: Drei Viertel, 76 %, der Schweizer denken über eine Glowcation mit individuellen Hautbehandlungen nach. 47 % geben an, KI nutzen zu wollen, um Reiseziele passend zu ihren Hautbedürfnissen zu finden. Im Mittelpunkt steht das grösste Organ des Körpers: die Haut.

Der Wunsch nach Personalisierung ist so stark wie nie: Über die Hälfte, 58 %, ist offen für personalisierte Hydrationsstationen, die sich am lokalen Klima und Aktivitätsniveau orientieren. Die Hälfte der Schweizer Reisenden, 50 %, findet intelligente Spiegel spannend, die Poren und Feuchtigkeit analysieren und in Echtzeit Pflegetipps geben. Auch Schlafoptimierung spielt eine Rolle: 64 % interessieren sich für spezielle Suiten, deren Beleuchtung und Geräuschkulisse auf den Biorhythmus abgestimmt sind – ein wichtiger Faktor für die Regeneration der Haut.

Von antiken Heilritualen bis zu modernen DNA- und Mikrobiom-Tests – Glowcations markieren eine neue Ära des Wellness-Reisens mit Fokus auf die Haut. Sie setzen nicht nur auf neue Energie, sondern sorgen auch dafür, sichtbar regeneriert nach Hause zurückzukehren.

Romantasy-Ferien: Eintauchen in fantastische Welten

Bücher begleiten uns seit Jahrhunderten auf Reisen – ob im Zug, im Flugzeug, am Strand oder anderswo. 2026 schlägt die Reiseliteratur ein neues Kapitel auf: Beliebte Genres wie Romantasy, eine Mischung aus Romantik und Fantasy, inspirieren Reisende dazu, nicht nur in Romane einzutauchen, sondern sich auch in fantastische Welten voller Drachen, Feen und Fabelwesen zu begeben.

Ferien werden im kommenden Jahr zur Reise in faszinierende fiktive Landschaften: Verwunschene Schlösser, mystische Wälder, mittelalterliche Bankette und Maskenbälle werden zur Kulisse für Romantasy-Reisen. Sechs von zehn Schweizer, 60 %, hätten Interesse an Reisezielen, die vom Romantasy-Genre inspiriert sind. Für viele geht das weit über reines Sightseeing hinaus: Etwas mehr als vier von zehn, 43 %, wären offen für Rollenspiel-Erlebnisse in den Ferien, basierend auf ihrem Lieblings-Fantasyspiel, -buch oder -film. Immerhin noch 14 % wären definitiv interessiert, solche Aktivitäten zukünftig in ihre Reisepläne einzubinden.

Technologie treibt diese neue Form des Eskapismus massgeblich an: Etwas mehr als zwei Drittel der Schweizer Reisenden, 68 %, sind offen für KI-gestützte Empfehlungen zu Reisezielen mit Fantasy-Flair, Aufenthalten in abgelegenen Märchenwelten oder echten Drehorten. Fantasie verlässt damit die Welt der Fiktion und wird zur Vorlage für Reisen, bei denen Magie und Abenteuer im Mittelpunkt stehen.

Moderne Meilensteine: Reisen zur Feier des eigenen Lebens

2026 gelten neue Regeln, wann und warum gereist wird. Zu den wichtigen Meilensteinen zählen längst nicht mehr nur Hochzeit, Flitterwochen, Jahrestag oder die Geburt eines Kindes. Durch veränderte gesellschaftliche Normen kommen sehr persönliche Anlässe hinzu. Rund zwei Drittel der Schweizer, 68 %, sind der Meinung, dass sie keinen bestimmten Grund brauchen, um eine Reise zu buchen. Etwa ein Fünftel, 21 %, würde eine Traumreise machen, ohne auf einen besonderen Anlass zu warten.

Dieser Trend zu modernen Meilensteinen zeigt: Auch Reisende aus der Schweiz möchten selbst bestimmen, welche Erfolge sie feiern. Sie reisen, um ihre Individualität auszuleben. Fast drei Viertel, 72 %, begründen eine Reise damit, dass sie hart gearbeitet haben und sie sich verdient haben. Neue Buchungsanlässe gewinnen an Bedeutung: ein neuer Job oder eine Beförderung, 23 %, eine überraschende Steuerrückzahlung, 18 %, eine überstandene Trennung, 18 %, oder auch einfach, um ein neues Outfit auszuführen, 5 %. Gesundheit und Wohlbefinden werden ebenfalls als starke Gründe gesehen – rund jeder Fünfte, 22 %, reist, um persönliche Meilensteine wie Abstinenz oder ein erreichtes Fitnessziel zu feiern.

Im Kern geht es Reisenden bei diesen modernen Meilensteinen darum, Spass zu haben, ihre Individualität zu zelebrieren und ganz sie selbst zu sein.

Norman Ladig, Regional Manager DACH bei Booking, sagt zu den Trends: „2026 spiegeln Reisen die Persönlichkeit der Menschen exakt wider. In den Ferien leben sie Interessen aus, die ihnen früher vielleicht zu nischenhaft oder zu gewagt vorkamen. Reisende stellen ihre Beziehungen auf die Probe, tauchen in Fantasiewelten ein und suchen nach Möglichkeiten, durch technische Neuerungen Ferienunterkünfte und Roadtrips auf ganz neue Weise zu erleben. Bei Booking entwickeln wir uns ständig weiter, damit alle die Welt noch einfacher entdecken und ihre Traumreise bis ins kleinste Detail realisieren können. Dafür bieten wir mehr Auswahl, Flexibilität und Komfort als je zuvor.“

 

Quelle: PRFact / Booking
Bildquelle: Booking

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