Sicher in den Skiferien: 10 Tipps für Ihre Winterreise

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Sicher in den Skiferien: 10 Tipps für Ihre Winterreise
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Die Schweizer Alpen sind mit ihren familienfreundlichen Skigebieten, spektakulären Bergpanoramen und einer traditionsreichen Lebensart ein beliebtes Reiseziel für Winterurlauber. Sie planen eine Reise in diese fantastische Bergwelt?

SnowTrex gibt zehn Tipps für gelungene und sichere Skiferien.

1. Reisevorbereitung

Ein Skiurlaub will gut geplant sein, vor allem wenn es mit Kind und Kegel in die Berge geht. Im Vorbereitungs-Trubel ist eine gute Organisation sehr wichtig. Eine Packliste kann dabei helfen, an wichtige Dinge zu denken, die gerne mal vergessen werden: das Ladekabel für das Smartphone, die Reiseapotheke mit Schmerzmitteln oder die warme Ski-Unterwäsche.

Darüber hinaus gilt es, frühzeitig das Ski-Material zu checken. Passen den Kindern die Skischuhe noch, sind die Skier zu kurz oder ist mal wieder ein Skiservice fällig? Wer mit dem Auto in die Berge fahren möchte, der sollte sein Gefährt gründlich durchchecken: Stimmt der Reifendruck, ist der Öl-Stand ausreichend, sind funktionstüchtige Schneeketten im Kofferraum, sitzt der Dachgepäckträger fest? Wer sein Gepäck, sein Equipment und sein Auto gecheckt hat, der kann beruhigt auf die Reise gehen.

Vor der Reise erledigen:

  • Packliste erstellen
  • Material checken
  • Auto inspizieren

2. Versicherungsschutz

Wer Ski oder Snowboard fährt und hochwertige Sportgeräte benutzt, der sollte sich in vielerlei Hinsicht privat absichern. Es gibt zum Beispiel viele Versicherungen, die bei einem Schaden im Ausland nicht zahlen. Daher ist eine Auslandskrankenversicherung sehr wichtig. Die Police kostet für eine ein- oder zweiwöchige Reise nur wenige Euro. Dafür sichert sie im Notfall eine ambulante oder stationäre Behandlung ab, den Rücktransport in die Heimat oder auch eine dringende Zahnbehandlung.

Um das teure Material von Helm bis Ski abzusichern, können Versicherungen gegen Materialbruch und Diebstahl (etwa bei „Ski-Verwechslungen“ vor der Skihütte) Gold wert sein. Wer ganz sicher gehen will, der schliesst zum Reisepaket die ebenfalls erschwingliche Versicherung zum Reiserücktritt und -abbruch ab.

Wichtige Versicherungen für Wintersportler:

  • Auslandskrankenversicherung
  • Reiserücktritt oder -abbruch
  • Materialbruch und Ski-Diebstahl

3. Fitness und Selbsteinschätzung

Ein Grund für Skiunfälle ist die mangelnde Fitness des Skifahrers, der sich nach vielen Monaten oder gar Jahren Pause unvorbereitet auf die Bretter stellt. Vorbeugen lautet hier das Zauberwort. Schon frühzeitig sollte sich der Hobbyfahrer mit Ski-spezifischen Übungen beschäftigen, unter anderem für die Stabilisation und Ausdauer. Die körperliche Fitness und ausreichende Regeneration begleiten den Sportler schliesslich durch die ganzen Skiferien.

Wer länger nicht Ski gefahren ist, läuft Gefahr, seine Leistungsfähigkeit zu überschätzen. Dann werden die Muskeln schon in den ersten Tagen des Skiurlaubs überfordert. Es empfiehlt sich ein langsamer und entspannter Wiedereinstieg. Das gibt dem Körper die nötige Zeit, sich an die veränderten Bedingungen zu gewöhnen. Wenn die Schenkel brennen und der Körper spürbar müde wird, sollte man die Piste lieber früher als zu spät verlassen. So kann der nächste Skitag ohne Muskelkater starten.

So beugen Sie Verletzungen und Unfällen vor:

  • Sportliche Kondition aufbauen
  • Langsam das Fahrpensum steigern
  • Regelmässig dehnen
  • Rücksichtsvoll fahren

4. FIS-Pistenregeln

Skiunfälle passieren nicht nur aufgrund des eigenen Verschuldens, sondern sind auch auf das Fehlverhalten anderer „Verkehrsteilnehmer“ auf der Piste zurückzuführen. Um Gefahren wie Unfälle vorzubeugen, entwickelte die Fédération Internationale de Ski (FIS) international gültige Pistenregeln. Sie gelten als Verhaltenskodex und jeder Wintersportler ist dazu angehalten, die zehn grundlegenden Verhaltensregeln beim Skifahren einzuhalten.

Drei wichtige Grundregeln:

  • Umsichtig und nicht zu schnell fahren
  • Nur am Pistenrand pausieren
  • Im Notfall Hilfe leisten

5. Helmpflicht

In den Schweizer Skigebieten gibt es bislang keine Helmpflicht (Stand: November 2017). Jedoch haben erfolgreiche Aufklärungskampagnen dazu geführt, dass in der Schweiz die europaweit höchste Tragequote von Skihelmen gilt. Intensive Aufklärung und dramatische Skiunfälle wie der von Autorennfahrer Michael Schumacher schärften das Sicherheitsbewusstsein vieler Wintersportler. So gehört der Skihelm mittlerweile zur obligatorischen Ski-Ausrüstung.

In Österreich und Italien gilt derzeit nur für Jugendliche bis 14 bzw. 15 Jahren eine Helmpflicht. Doch auch Erwachsene halten sich weitestgehend an die Helm-Empfehlung. Schliesslich hat sich der Skihelm von einem zweckmässigen Kopfschutz zu einem modischen Kopfschmuck entwickelt. So muss zumindest aus ästhetischen Gründen niemand mehr auf einen Helm verzichten.

Auch Prominente wie Felix Neureuther, Frank Buschmann & Co. setzen sich für das Helmtragen beim Skifahren ein.

6. Sicheres Material

Nur funktionstüchtiges und gut gepflegtes Material gewährleistet das sichere Skifahren. Die Funktionstüchtigkeit der Ausrüstung ist nicht zu unterschätzen. Laut einer Studie im Auftrag des DSV ist fast jeder fünfte Skiunfall auf fehlerhafte Ausrüstung zurückzuführen. Wer eigene Skier oder ein Snowboard besitzt, sollte seinem Material mindestens einmal pro Jahr guten Skiservice gönnen, inklusive Kantenschleifen und Wachsen. Das verbessert die Kontrolle über den Ski.

Wichtig ist auch die richtige Bindungseinstellung mit korrekt eingestelltem Z-Wert. Nur dann löst die die Bindung bei einem Sturz richtig aus und schützt so vor Verletzungen. Auch die bequem eingetragenen Skischuhe sollten nach drei bis vier Jahren ausgetauscht werden. Der Kunststoff ermüdet mit der Zeit und kann brechen.

Faustregeln für das Material:

  • Regelmässiger Service an Ski und Snowboard
  • Bindung vom Fachmann einstellen lassen
  • Skischuhe alle paar Jahre austauschen

7. Körperschutz

Wer im Snowpark oder im Gelände unterwegs ist, der sollte sich unbedingt zusätzlich schützen. Generell empfiehlt sich das Tragen eines Rückenprotektors, der bei unerwarteten Stürzen schützt. Auch für normale Pistenfahrer ist das nicht unwichtig. Wie beim Skihelm ist auch beim Protektor die Passform entscheidend. Das Schutzmaterial muss die Wirbelsäule bis hinunter zum Steissbein bedecken. Freestylern, die waghalsige Tricks an Hindernissen probieren, sind auch Hand- und Gelenkschoner zu empfehlen.

Rundum-Schutz für Wintersportler:

  • Skihelm
  • Rückenprotektor
  • Hand- und Gelenkschoner für Freestyler

8. Alkoholkonsum

Im Skigebiet gilt dieselbe Regel wie auch beim Autofahren: Niemals unter Alkoholeinfluss fahren. Die Reaktion und Koordination sind dann beeinträchtigt, so gefährden angetrunkene Sportler nicht nur sich, sondern auch alle anderen Fahrer. Alkohol ist zwar auch im Skigebiet allgegenwärtig und häufig wird beim Essen auf der Hütte mit einem Glas Wein oder einem Bier angestossen. Doch der intensive Alkoholgenuss sollte unbedingt auf das Après-Ski im Tal verlegt werden. Betrunkene Après-Ski-Fans gehören in die Bar und nicht auf die Piste.

Unbedingt beachten:

  • Niemals angetrunken Skifahren
  • Après-Ski nur im Tal feiern

9. Nummern für den Notfall

Jeder Wintersportler sollte für den Notfall gerüstet sein. Die Pistenrettung ist über Kurzwahlen erreichbar, die jeder Wintersportler im Smartphone gespeichert haben sollte. Die Schweizerische Rettungsflugwacht REGA ist unter der 1414 erreichbar. Für die Bergrettung in Österreich gilt die 140, die Unfallrettung in Italien hat die 118 und der Notruf in Frankreich ist schlicht 15. Wem die Nummern in der Notlage entfallen und sie nicht ins Handy eingespeichert sind, der kann sich immer noch an den europäischen Notruf 112 wenden. Dieser leitet das Hilfegesuch umgehend weiter.

Notruf-Nummern in den Alpennationen:

  • 1414 in der Schweiz
  • 140 in Österreich
  • 118 in Italien
  • 15 in Frankreich

10. Sicher im Tiefschnee unterwegs

Durch den Tiefschnee gleiten und unberührte Hänge hinabsausen ist ein Hochgenuss für jeden Freerider. Das Backcountryfahren birgt jedoch zahlreiche Risiken. Geländefahrer sollten sich folgende Schlagworte einprägen: Geländekenntnis, Lawinen-Ausrüstung, Respekt. Vor jedem Powder-Run muss der aktuelle Lawinenbericht gecheckt werden. Zur Grundausrüstung gehören das Notfall-Kit aus LVS-Gerät, Schaufel und Sonde und das Know-how, dieses anzuwenden. Entscheidend ist der nötige Respekt vor der Natur. No-Gos sind etwa, Bäume zu beschädigen oder Tiere zu verschrecken. Es empfiehlt sich, in Freeride-Kursen das sichere Off-piste-Fahren und die Verschütteten-Suche zu lernen. In immer mehr Skigebieten gibt es abgesteckte Lawinensuchfelder, wo mit dem LVS-Gerät der Ernstfall geübt werden kann.

Grundsätze des Freeridens:

  • Lawinen-Bericht checken
  • Lawinen-Ausrüstung ins Gepäck
  • Umgang mit dem Notfall-Kit beherrschen
  • Respekt vor der Natur

Zusammenfassung

Sicherheit ist beim Skifahren das oberste Gebot. Wer seine Ausrüstung intakt hält, eine gesunde Selbsteinschätzung besitzt und Rücksicht auf der Piste und im Gelände nimmt, der wird das Unfallrisiko minieren und den Spass beim Skifahren maximieren. SnowTrex wünscht Ski Heil!

 

Artikelbild: lassedesignen – shutterstock.com

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