Thailand – diese Nationalparks muss man gesehen haben

18.02.2014 |  Von  |  Alle Länder, Asien
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Thailand – diese Nationalparks muss man gesehen haben
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Hört man Thailand, denkt man an endlose, weisse Sandstrände und kristallklares Meer und durchfeierte Nächte am Strand. Dabei hat Thailand gerade landschaftlich noch viel mehr zu bieten. Knapp 100 Nationalpark- und Naturschutzzonen wurden in den letzten Jahren, u. A. mit tatkräftiger Unterstützung der thailändischen Krone, gebildet und eröffnet, und einige der schönsten wollen wir heute vorstellen.

Der Ang Thong Marine Nationalpark

Mitten im Golf von Thailand (und in direkter Nähe zu den äusserst beliebten Reisezielen Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao), liegt der Ang Thong Marine Nationalpark. Er besteht aus 42 bis auf wenige Ausnahmen unbewohnte Inseln, von denen die grösste Wuatalab ist. Hier befinden sich auch die Hauptverwaltung des Nationalparks, ein Restaurant, eine Bar, einige Bungalows für Übernachtungen sowie ein kleiner Campingplatz. Die Inseln bestehen grösstenteils aus Kalksteinfelsen, die sich entlang der Küsten als bizarre Klippen (und verlockende Kletterwände) präsentieren. Verlassene Strände und einsame Buchten warten nur darauf, mit dem Kajak oder Boot erkundet zu werden. Der Park eignet sich als perfektes Tagesausflugsziel, wenn man Urlaub auf Koh Samui oder Koh Phangan macht. Während der Zeit von Mitte November bis Ende Dezember ist der Park allerdings geschlossen: zum einen ist der Seegang während dieser Zeit zu rau und zum anderen möchten die Verantwortlichen der Natur eine Zeit zur Regenerierung ermöglichen.







Ang Thong Marine Nationalpark, Thailand (Bild: Milazzi, Wikimedia, CC)

Ang Thong Marine Nationalpark, Thailand (Bild: Milazzi, Wikimedia, CC)

Der Doi Inthanon Nationalpark

In der Provinz Chiang Mai, nahe der gleichnamigen Provinzhauptstadt im Norden Thailands findet sich der Doi Inthanon Nationalpark, der zu den grössten im Land gehört. Der Park besteht grösstenteils aus einer Berglandschaft, deren Mittelpunkt der 2565 m hohe Doi Inthanon darstellt. Aufgrund der klimatischen Bedingungen hier im Norden des Landes weist die Vegetation eine Besonderheit auf: im Park findet man sowohl den bekannten thailändischen Dschungel, als auch einen Mischwald mit Eichen und anderen aus Deutschland bekannten Bäumen. Der Doi Inthanon Nationalpark ist ein äusserst beliebtes Ziel für Naturliebhaber, insbesondere für Vogelkundler. Mit ein wenig Geduld kann man hier so viele Vogelarten wie sonst nirgendwo in Thailand sehen, darunter auch so seltene Exemplare wie den Grünschwanz-Nektarvogel oder den Bändersiva. Ansonsten beherbergt der Park zahlreiche wilde Tiere: Tiger, Schlangen, asiatische Ziegen, Gibbon-Äffchen und Wildschweine können einem jederzeit über den Weg laufen.



Eine der Hauptattraktionen ist der Mae Ya Wasserfall, der mit seinen 260 m Fallhöhe ein spektakuläres Bild abgibt und als einer der atemberaubendsten Wasserfälle Thailands gilt.

Mae Ya Waterfall in Doi Inthanon Nationalpark, Chiang Mai, Thailand (Bild: Lester Mathias Andersson, Wikimedia, CC)

Mae Ya Waterfall in Doi Inthanon Nationalpark, Chiang Mai, Thailand (Bild: Lester Mathias Andersson, Wikimedia, CC)




Das Wildschutzgebiet Huai Kha Khaeng



Ist man auf der Suche nach Begegnungen mit wilden Tieren, ist man hier genau richtig. Im Nordwesten des Landes gelegen, bildet das 257’464 Hektar  grosse Wildschutzgebiet gemeinsam mit dem anliegenden Wildschutzgebiet Thung Yai Naresuan und zwei weiteren das grösste Naturschutzgebiet Südostasiens. Hier leben bis zu 120 verschiedene Säugetierarten, unter anderem der stark vom Aussterben bedrohte indochinesische Tiger, Leoparden, Wasserbüffel, zahlreiche Affenarten und unzählige Vögel und Reptilien. Auch die sanften Riesen Thailands, die Asiatischen Elefanten, sind hier in ihrem natürlichen Habitat zu beobachten.

Die Vegetation besteht grösstenteils aus immergrünem Regen- und Trockenwald, und die Temperaturen liegen etwa 1° – 2° unter denen im Rest des Landes. Aufgrund des hohen Aufkommens an wilden Tieren wird xangeraten, das Wildschutzgebiet nur bedingt alleine zu erkunden. Es gibt zahlreiche geführte Touren, ob zu Fuss, mit dem Mountainbike, mit Übernachtung im Park oder ohne, so dass für jeden Anspruch das Richtige dabei ist.

Wildschutzgebiet Huai Kha Khaeng (Bild: Tevaprapas Makklay, Wikimedia, CC)

Wildschutzgebiet Huai Kha Khaeng (Bild: Tevaprapas Makklay, Wikimedia, CC)

Der Ao Phang Nga Nationalpark

Im südlichsten Zipfel Thailands, auf der Westseite der malaiischen Halbinsel, liegt der Nationalpark Ao Phang Nga, der mit seinen rund 400 km² ein Paradies für Schnorchler, Kajakfahrer und Abenteurer bietet. Fast 80 % des Parks liegt in der Andamanensee und beinhaltet 42 Inseln – darunter auch die als „James Bond-Inseln“ bekannt gewordenen Khao Phing-Kan und Khao Ta-Pu.

An den Küsten des Parks findet sich das grösste zusammenhängende Mangrovenwaldgebiet Thailands, im „Hinterland“ finden sich zahlreiche Kalksteinfelsen, die in unwirklichen Formationen die Fantasie anregen.

Zu Wasser hat man hier nicht nur die Möglichkeit, schnorchelnd unzählige Korallenriffe zu durchforsten, man kann hier auch mit freundlichen Delfinen auf Schwimmtour gehen. Auch an Land wird hier einiges geboten: nicht nur kann man die surrealen Kalksteinklippen als perfekte Kletterwände nutzen, sondern auch auf Entdeckungstour durch die in Hunderttausenden von Jahren formierten Kalksteinhöhlen gehen. Sogar Kultur wird geboten: versteckte Kloster, vergessen von der Zeit, sowie die alte Ruinenstadt Tambon Ko Kho Khao, welche ca. 15 km entfernt von Amphoe Khura Buri liegt, laden dazu ein, sich auf die geheimnisvollen Spuren der alten Bewohner zu machen.

 Phang Nga Nationalpark, Thailand (Bild: Deror Avi, Wikimedia, CC)

Ao Phang Nga Nationalpark, Thailand (Bild: Deror Avi, Wikimedia, CC)

Thailand ist viel mehr als nur Sonne, Strand und Palmen. Die Thailänder haben dies schnell verstanden und arbeiten enthusiastisch daran, ihre zahlreichen Natur- und Kulturschätze nicht nur zu schützen, sondern auch für spätere Generationen zu erhalten. Diese sanfte Art des Tourismus, auch Öko-Tourismus genannt, ist ein ehrenwertes Vorhaben, denn Nachhaltigkeit sollte auch im Urlaub nicht vergessen werden. Nur so kann Thailand sicherstellen, auch weiterhin als eines der beliebtesten Fernreiseziele zu bestehen – denn schliesslich ist der Tourismus eine der Haupteinnahmequellen des Landes.

 

Oberstes Bild: Phraya Nakhon Höhle in Khao Sam Roi Yot Nationalpark, Prachuap Khiri Khan, Thailand (Bild: Niels Mickers, Wikimedia, CC)

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