Thailand-Rundreise Teil 1: Unterwegs in Thailands üppigem Norden

31.10.2014 |  Von  |  Alle Länder, Asien
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Thailand-Rundreise Teil 1: Unterwegs in Thailands üppigem Norden
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Mit seinen kilometerlangen, weissen Stränden, dem azurblauen Wasser und der berühmten Freundlichkeit der Thai war Thailand schon immer ein attraktives Reiseziel. Dabei hat das „Land des Lächelns“ noch so viel mehr zu bieten als nur Postkartenpanorama!

Und auch, wenn Thailand auf der Liste der Länder, wo die Schweizer am liebsten Urlaub machen, etwas nach hinten gerutscht ist, zählt es immer noch zu den beliebtesten Fernreisezielen der Eidgenossen. In unserem dreiteiligen Reisebericht nehmen wir Sie mit auf eine Reise von der Hauptstadt Bangkok in Zentralthailand hoch in den Norden des Landes und schliessen mit einer sogenannten „Inselhopping“-Tour im Süden ab.

Dies ist ein Bericht über Thailand in drei Teilen. Hier das Inhaltsverzeichnis:

Teil 1: Thailand-Rundreise – Unterwegs in Thailands üppigem Norden

Teil 2: Thailand-Rundreise – Von Bangkok aus durch Zentralthailand

Teil 3: Thailand-Rundreise – Inselhopping – die schönsten Inseln Thailands

Die schillerndste Hauptstadt der Welt – Bangkok

Bangkok gilt nicht nur als erste Anlaufstelle für die meisten Thailand-Urlauber, sondern auch als eine der aufregendsten Städte der Welt. Hier findet man auf engstem Raum über 400 der berühmten Wats – buddhistischen Tempelanlagen – und andere historische Bauten. Aber auch schillernde Nachtmärkte, romantische Hotels am Fluss und die wahrscheinlich beste traditionelle Thai-Massage im Land.

Zudem beherbergt die thailändische Hauptstadt natürlich auch den Herrschaftssitz der amtierenden Königsfamilie. Auf der Ko Rattanakosin, dem historischen Zentrum der Stadt, befindet sich nicht nur der „Grosse Palast“, sondern auch der Wat Phra Kaeo, der älteste und wohl bedeutendste Tempel ganz Thailands. Warum? Weil hier der legendäre Smaragd-Buddha (der übrigens aus Jade gefertigt wurde!) seine letzte Ruhestätte gefunden hat.





Der "Grosse Palast" in Bangkok (Bild: Andy Marchand, Wikimedia, CC)

Der „Grosse Palast“ in Bangkok (Bild: Andy Marchand, Wikimedia, CC)

Ayutthaya, die alte Metropole Siams

Bis ins 18. Jahrhundert war das ca. 70 km nördlich von Bangkok gelegene Ayutthaya die Hauptstadt des damals noch als Siam bekannten Thailands. Doch als im Jahr 1767 die Burmesen über die Millionenstadt herfielen, blieb ausser Ruinen nicht mehr viel übrig.



Im Jahr 1991 wurde der „Phra Nakhon Si Ayutthaya Historical Park“ im alten Stadtkern von Ayutthaya zum UNSECO-Welterbe ernannt. Die Ruinen von über 1.700 Tempeln und Häusern laden zu einem ausgiebigen Ausflug ein – ein wahrlich einmaliges Erlebnis.

Ruinen in Ayutthaya, Thailand (Bild: Norbert Nage, Wikimedia, CC)

Ruinen in Ayutthaya, Thailand (Bild: Norbert Nage, Wikimedia, CC)

Sukhotai – ein sagenumwobenes Khmer-Relikt

Offiziell wurde Sukhothai im Jahr 1238 erbaut, doch der Legende nach ist die ehemalige Khmer-Siedlung schon wesentlich älter – nämlich aus dem 6. Jahrhundert. Ihre Blütezeit hatte die Stadt vom 13. bis ins frühe 15. Jahrhundert, als sie die Hauptstadt des Königreichs Sukhothai war.

Heute gibt es streng genommen zwei Sukhothais: Die heutige Stadt, die nicht besonders viel zu bieten hat ausser Hotels, Herbergen und Restaurants, sowie das ursprüngliche Sukhothai, das in Form eines Geschichtsparks für Touristen zugänglich ist. Im Geschichtspark, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, gibt es über 200 Tempelruinen zu besichtigen, von denen viele die typische Architektur der alten Khmer-Tempel aufweisen und in Teilen an das berühmte Angkor Wat erinnern und für Hobbyfotografen besonders interessant sind. Die schönsten Erinnerungsfotos kann man zuhause im digitalen Fotorahmen immer wieder bestaunen.

Das berühmte Angkor Wat gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. (Bild: Bjørn Christian Tørrissen, Wikimedia, CC)

Das berühmte Angkor Wat gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. (Bild: Bjørn Christian Tørrissen, Wikimedia, CC)

Chiang Rai – Nightmarket und der weisse Tempel

Knappe 300 km weiter nördlich von Sukhothai liegt Chiang Rai, die nördlichste Provinzhauptstadt Thailands. Sie gilt als Tor zum Goldenen Dreieck, dem Grenzgebiet zwischen Thailand, Myanmar und Laos. Es heisst, auf dem Nightmarket in der Nähe des Busbahnhofes soll man das landesweit leckerste thailändische Essen bekommen – und zudem ist der Markt im Gegensatz zu den Nachtmärkten in Bangkok und Co. noch nicht vollkommen zu einer Touristenfalle verkommen.

Doch es ist die Gegend um Chiang Rai, die zu beeindruckenden Ausflügen einlädt. Wie zum Beispiel zum Wat Rong Kung, dem weissen Tempel. Im Gegensatz zu den „normalen“ buddhistischen Tempeln zeichnet sich diese Anlage durch ihre strahlend weissen Fassaden aus. Auch den Doi-Luang-Nationalpark sollte man gesehen haben – er gehört zu einem der schönsten Nationalparks Thailands.





Der weisse Tempel in Chiang Rai (Bild: Chowwart, Wikimedia, CC)

Der weisse Tempel in Chiang Rai (Bild: Chowwart, Wikimedia, CC)




Das Goldene Dreieck – früher Drogenhölle, heute Touristenmagnet

Wo sich die Flüsse Mekong und Ruak treffen, liegt das Goldene Dreieck und markiert damit die Stelle, wo sich Thailand, Myanmar und Laos „küssen“, wie der Thai es nennt. Ihren Ruf und Namen hat sich die Gegend durch den ehemals blühenden Opium-Anbau und -Handel erworben. Heute allerdings ist die Gegend – auch aufgrund zahlreicher Bemühungen der thailändischen Regierung, die den Drogenhandel sowie den Opium-Anbau massiv unter Strafe stellte – nur noch für Touristen attraktiv.

Seltsamerweise findet man hier keine „typischen“ Touristenattraktionen, dafür aber einen goldenen Buddha auf einem Schiff und die Möglichkeit, bei einer Bootsfahrt auf die Insel Don Sao überzusetzen. Diese Insel gehört zu Laos und kann ohne spezielle Visa besucht werden. Überall im Goldenen Dreieck lassen sich auf den Märkten relativ gut gefälschte Marken-Imitate erwerben. Doch Vorsicht bei der Einfuhr! Mehr als Einzelstücke für den „Eigenbedarf“ bedeuten Problem beim Rückflug am Zoll.

Chiang Mai – die Rose des Nordens

Nach dem Goldenen Dreieck wird einem Chiang Mai wie eine Wohltat für die Seele erscheinen. Aufgrund seiner geschützten Lage in einem Flusstal des Pings und der atemberaubenden Natur, welche die Stadt umgibt, gilt es als eine der schönsten Städte Thailands. Rund um die Stadt leben noch zahlreiche Bergvölker, die hier ihre Traditionen und Gebräuche wie vor Hunderten von Jahren pflegen.



Doch Chiang Mai ist vor allem auch berühmt für sein Kunsthandwerk: Kunstvolle Schnitzereien aus Teakholz, wundervoll farbenprächtige Kleidungsstücke und filigran gearbeitete Schmuckstücke aus Jade sind die beliebtesten Mitbringsel aus Chiang Mai.
Von Chiang Mai aus geht es entweder mit dem Bus oder aber bequem per Flugzeug zurück nach Bangkok – von wo aus wir im nächsten Teil Zentral-Thailand erkunden werden.

 

Oberstes Bild: Loi Krathong – Laternenfest in Chiang Mai (© LannaPhoto, Wikimedia, CC)

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