Türkei: Ein Land – tausende Jahre Geschichte

26.11.2018 |  Von  |  Asien, News
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Türkei: Ein Land – tausende Jahre Geschichte
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Kein Land in Europa kann eine derart reiche Geschichte vorweisen wie die Türkei.

Eine historische Stätte reiht sich an die andere, oft von mehreren Kulturen über verschiedene Epochen genutzt, verändert oder neu errichtet. Das Land gilt als Wiege unserer modernen Zivilisation.

Das Gebiet der heutigen Türkei ist seit Tausenden von Jahren Heimat vieler Zivilisationen unterschiedlichster Herkunft. Sie kamen in Wellen und mischten sich mit den vor ihnen gekommenen Bevölkerungsgruppen. Von weitreichender Bedeutung ist, dass die Region von 2000 v. Chr. bis 1500 n.Chr. Zentrum von Weltkulturen war. Zahlreiche Bauwerke zeugen noch heute davon: Klöster, Grabmäler lokaler Heiliger und Moscheen zum Beispiel, aber auch Stadtmauern, Burgen, Wohnhäuser hoher Würdenträger, Friedhöfe und Quellen.

5000 Jahre alte Kultur

Man kennt die grossen Namen der Geschichte, erhabene Stätte wie Troja, Pergamon, Ephesos, Milet, Priene, Aphrodisias, Herakleia, Caunos, Perge, Aspendos ‒ alle an der Küstenlinie gelegen, mit Prachtbauten und eindrücklichen Plätzen. Jeweils am Stadtrand erbaut wurde das traditionelle Amphitheater, vielfach an einem Hang und mit einer überwältigenden Aussicht auf das Meer und den Strand. Diese Bauwerke, die lykischen Felsengräber und wilden Schluchten machen den Reiz des Gebietes am Mittelmeer aus. Hier kann der Besucher 5000 Jahre alte Kultur entdecken. Hinzu kommen viele noch beinahe unberührte Traumstrände und Buchten, zahlreiche Fischerstädtchen mit uralten Fichten- und Kiefernwäldern, Olivenhainen und Zitrusplantagen.

Troja – ein Weltkulturerbe



Die Festung Troja befand sich sehr wahrscheinlich auf dem 15 Meter hohen Siedlungshügel Hisarlık (türkisch für „Burghügel“) an den Dardanellen. Möglicherweise kontrollierte die Siedlung seit der Bronzezeit den Zugang zum Schwarzen Meer. Die Schiffe konnten damals noch nicht gegen den Wind kreuzen, deshalb warteten sie der Legende zufolge im Hafen der Festung auf günstige Winde. Der Wegzoll sowie die Lotsen- und Schutzgebühren, welche die Schiffe an Troja entrichten mussten, brachten der Stadt Reichtum.

Berühmtheit erlangte der Ort in der Antike durch die Dichtung „Ilias“ von Homer und den dort beschriebenen sagenhaften Trojanischen Krieg. Noch in der Spätantike wurden der Ort und seine sagenhaften Helden im Römischen Reich hoch verehrt und der Hügel Ilium war weitbekannt. Mit dem Beginn des christlichen Mittelalters geriet Troja (und damit auch die Lage der Stadt) in Vergessenheit. Aufgrund der Aufnahme Trojas in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes vor genau 20 Jahren, erklärte das türkische Kultur- und Tourismus-Ministerium 2018 zum „Jahr von Troja“.

Ephesos – Weltwunder der Antike



Ephesos, in der Landschaft Ionien gelegen, war im Altertum eine der ältesten, grössten und bedeutendsten Städte Kleinasiens und beherbergte mit dem Tempel der Artemis (Artemision) eines der sieben Weltwunder der Antike. Damals lag die Stadt direkt am Meer; im Laufe der Zeit verschob sich aber die Küstenlinie nach Westen, so dass sich die Reste der Stadt heute mehrere Kilometer landeinwärts befinden.

Die Ruinen von Ephesos liegen in der Nähe von Selçuk, ungefähr 70 km südlich von İzmir, an der türkischen Westküste (Ägäis). Der türkische Name des heutigen Ausgrabungsortes ist Efes. Im Jahr 2015 wurde Ephesos von der Unesco in die Liste des Kulturwelterbes aufgenommen.

Pergamon – das Kulturzentrum

Pergamon war eine antike griechische Stadt nahe der Westküste Kleinasiens, in der heutigen Türkei, etwa 80 km nördlich von İzmir. Während des 3. und 2. Jahrhunderts v. Chr. war Pergamon die Hauptstadt des Pergamesischen Reichs. Es erstreckte sich über grosse Teile des westlichen Kleinasiens. Unter der Dynastie der Attaliden, die bestrebt war, ein neues Athen zu schaffen, wurde die Stadt zu einem der bedeutendsten Kulturzentren des Hellenismus. Nach einer antiken Legende wurde das nach Pergamon benannte Pergament in dieser Stadt erfunden. Tatsächlich war Pergamon ein Zentrum der Pergamentproduktion.

 

Quelle: Tourismus Lifestyle Verlag GmbH, Bern
Artikelbilder: Tourismus Lifestyle Verlag GmbH, Bern

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