Typische Gerichte aus der Schweiz zum Nachmachen

20.04.2020 |  Von  |  Allgemein
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Wer über die Schweiz nachdenkt und danach gefragt wird, welches Essen man mit dem Land assoziiert, der kommt wahrscheinlich erst einmal auf Fondue im Allgemeinen, spezieller das Käse-Fondue. Die Schweiz bietet jedoch mehr Gerichte, die landestypisch sind und sich ganz einfach nachkochen lassen. Mit dazu gehört beispielsweise auch das bekannte Raclette.

Nimmt man die Kulinarik der Schweiz ein wenig näher unter die Lupe, kommen dabei Gerichte wie Zürcher Geschnetzeltes, Bündnerfleisch, oder Polenta zum Vorschein. Doch auch Capuns, Älplermagronen und Maluns gehören zur Schweiz wie ihre hervorragende Schokolade.

Viele Schweizer Städte sind für ihre Gerichte bekannt

Eines, das sich in der Schweiz sehr prägnant abzeichnet, ist dass manche Städte für bestimmte Spezialitäten bekannt sind. Darunter:

  • Birnenravioli: Eine Speise, für welche die Bündner Gemeinde Trin berühmt ist.
  • Torta di Pane: Der Brotkuchen ist vor allem eine Spezialität in Tessin.
  • Suure Mocke: Ein speziell zubereitetes Bratenstück, das vorwiegend im Berner Oberland beliebt ist.
  • OLMA-Bratwurst: Die aus St. Gallen stammende Bratwurst wird vornehmlich mit oder ohne Senf gegessen.
  • Tirggel: Trockenes Honiggebäck, welches in der Weihnachtszeit gerne gegessen wird und aus Zürich kommt.

Daneben gibt es noch zahlreiche andere Gerichte, die eigentlich typisch für die Schweiz sind. Nachfolgend möchten wir einmal ein paar der Rezepte verraten.

Typisches Schweizer Rösti

Röstis gehören mit zu den beliebtesten Beilagen in der Schweiz. Ihre Zubereitung erfolgt je nach Kanton anders. Mal serviert man sie mit oder ohne Käse, bereitet sie aus rohen oder gekochten Kartoffeln. In manchen von ihnen findet sich sogar Speck. Hier einmal ein Grundrezept, welches sich mit weiteren Zutaten verfeinern lässt:


Kartoffelpfannkuchen

Leckere Rösti oder auch Kartoffelpfannkuchen. (Bild: freeskyline – shutterstock.com)


Die Zutaten

  • 1,2 kg vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • Salz
  • Pfeffer
  • 4 EL Rapsöl
  • 1 EL Butter

Die Kartoffeln werden gut gewaschen und in Wasser für etwa 30 Minuten weich gekocht. Danach lässt man sie auskühlen und schält sie. Nun zieht man sie über einen Röstiraffel oder nimmt einen Kartoffelschneider zu Hilfe. Gewürzt wird mit etwas Salz und Pfeffer, woraufhin alles gut vermischt werden muss.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Kartoffeln locker, aber regelmässig auf dem Boden der Pfanne verteilen. Nach ein paar Minuten schiebt man die Ränder des Röstis einfach ein wenig zusammen und brät das Ganze für etwa zwölf Minuten auf kleiner Hitze. Danach muss das Rösti gewendet werden. Zehn Minuten später wird die Butter am Rand verteilt, das Rösti sollte noch zwei Minuten in der Pfanne bleiben, um das Aroma aufzunehmen.

Echtes Zürcher Geschnetzeltes

Es erfordert zwar einige Zutaten, die Zubereitung von Zürcher Geschnetzeltem funktioniert jedoch sehr einfach.


Traditioneller Schweizer Zürcher-Zürcher-Zürcher-Zeltes mit Rösti als Nahaufnahme in einer modernen Platte

Der Schweizer Zürcher wird gerne mit Rösti als Beilage serviert. (Bild: hlphoto – shutterstock.com)


Die Zutaten

  • 600 g Kalbshüfte
  • 250 g weisse Champignons
  • 1 Zwiebel
  • 5 EL Erdnussöl
  • 2 EL Mehl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 EL Butter
  • 2 dl Weisswein
  • 2 dl Kalbsfond
  • 1 dl kalten Halbrahm

Für die Zubereitung muss das Fleisch in kleine Stücke geschnitten werden. Hierzu zunächst entlang der Faser, dann gegen die Faser schneiden. Die Zwiebel wird nun fein gehackt, die Champignons in Scheiben geschnitten.

Anschliessend erhitzt man etwas Öl in einer gusseisernen Pfanne und brät zunächst das Fleisch darin portionsweise an. Nun wird alles mit etwas Mehl bestäubt und für eine weitere Minute angebraten. Schliesslich nimmt man das Fleisch aus der Pfanne und würzt es gut mit Pfeffer und Salz.

Die Butter kommt jetzt in die Pfanne und wird geschmolzen, um darin Champignons und Zwiebeln an zu dünsten. Diese Form des Garens ist besonders schonend für das Gemüse und verspricht den Erhalt vieler Vitamine. Wein und Fond dienen dazu, alles abzulöschen. Um alles zu perfektionieren, kocht man nun alles für etwa drei Minuten ein und schmeckt es anschliessend mit Pfeffer und Salz ab.

Die typische Sosse lässt sich mit dem Halbrahm zubereiten. Hierzu muss er zunächst steif geschlagen werden, woraufhin man ihn in die Sosse gibt. Lässt man sie nun für etwa zwei Minuten ziehen, kann man das Ganze mit dem Fleisch anrichten. Als Beilage passt übrigens ein Rösti perfekt dazu!

Walliser Aprikosenflan

Um das Ganze komplett zu machen, tischen wir nun noch das Rezept zu einem Dessert auf.


Biologische und frische Aprikosen auf dem Wochenmarkt. Wurde im Wallis, Schweiz, gesehen,

Die Aprikosen aus den Gärten des Traditionsunternehmens Wallis sind die Hauptzutat des Walliser Aprikosenflans. (Bild: photolike – shutterstock.com)


Die Zutaten

  • 750 g reife Aprikosen
  • 2 EL Zucker
  • 3 Eier
  • 3 dl Halbrahm
  • 1 Prise Salz
  • 60 g Zucker
  • 1/2 Päckchen Vanillezucker
  • Puderzucker zum Bestäuben

Die Aprikosen werden zunächst halbiert und entsteint, bevor man sie in zwei Lagen, mit der Rundung nach oben, in eine ausgebutterte Gratinform legt. Zwischen den beiden Lagen sollte jeweils ein Esslöffel Zucker ausgestreut werden. Der Backofen wird auf 180 Grad Celsius vorgeheizt.

Um den Guss anzurichten, werden sämtliche anderen Zutaten, bis auf den Puderzucker, in einer Schüssel miteinander verrührt. Anschliessend gibt man ihn über die Aprikosen.

Nun legt man einen Lappen in eine etwas grössere Form und stellt die Gratinform hinein. Um das Dessert gelingen zu lassen, ist es wichtig, dass das Gefäss mit heissem Wasser befüllt wird, so dass die Gratinform halb im Wasser steht. Diese lässt man für etwa 25 bis 35 Minuten im Ofen garen. Wenn die Creme fest, aber nicht zu trocken ist, ist das Dessert fertig.

Serviert wird es mit etwas Puderzucker und schmeckt sowohl warm als auch abgekühlt.

 

Titelbild: RossHelen – shutterstock.com

Über Marta Fischer

Marta Fischer ist leidenschaftliche Autorin mit einem ausgeprägten Harmoniebedürfnis.
Schreiben empfindet sie als Lebenselixir und möchte damit möglichst viele Menschen erreichen.


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