uffa go: Brambrüesch feiert 100 Jahre

Seit 100 Jahren heisst es uffa go auf Brambrüesch. Die Chur-Bergbahnen (BCD) würdigen nicht nur die Geschichte, sondern mit der Ausstellung der neuen Gondel in der Churer Poststrasse auch die Zukunft.

Das letzte Geschäftsjahr brachte einen Rekordumsatz.



Der umsatzstärkste Sommer und zweitbeste Winter bedeuteten mit Fr. 1,94 Mio. den höchsten Transportertrag in der Geschichte der BCD. 35 Prozent des Umsatzes erzielten die uffa-Abos. Insgesamt erreichte die BCD mit 111’000 Ersteintritten 52 Prozent des Umsatzes im Sommer und 48 Prozent im Winter. Die Gastronomie verdoppelte nach Corona ihren Umsatz. Allerdings stiegen auch die Kosten der BCD um 10 Prozent: wegen der externen technischen Leitung erhöhten sich die Personalkosten – genauso wie die Unterhaltskosten bei der Gondelbahn und dem Sessellift. Auch die steigenden Energiekosten machen sich in der Erfolgsrechnung per Ende April 2022 schon bemerkbar. Trotzdem konnten mehr als Fr. 160’000 Abschreibungen getätigt wer- den. Auch die aktuellen Umsatzzahlen sind vielversprechend: die Betriebserträge in diesem Sommer lagen Ende August 2022 bereits um 22 Prozent über dem Sommer 2021 und 35 Prozent über dem 5-Jahresergebnis. Diese Zahlen sind um so erfreulicher, als die BCD auch während des Lockdowns nur einem Umsatzrückgang von 10 Prozent hinnehmen musste. Die BCD konnte den Anteil der selbst erarbeiteten Mittel auf den Rekordwert von 84 Prozent steigern.

Eine Gondel zum Jubiläum

Drei Jahre sind seit der Abstimmung über die Ersatzanlage der neuen Brambrüeschbahn ver- gangen. Im nächsten Frühling wird das Plangenehmigungsgesuch beim Bundesamt für Verkehr (BAV) in Bern abgegeben. Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Symbol für diesen Meilenstein ist die Ausstellung einer Original-Gondel der neuen Brambrüeschbahn in der Churer Poststrasse. Es ist eine 10er-Gondel des Herstellers Garaventa. Die sog. D-Line hat eine Förderleistung von 1’400 Personen. In 5 Minuten führt sie vom Stadthallenareal auf die neue Mittelstation Fülian (1’347 m ü.M) und von dort in weiteren 4 Minuten auf Brambrüesch (1’595 m ü.M.). Die Eröffnung ist auf die Wintersaison 2026/2027 geplant. Mit der Gondelbahn gibt es anders als bei der Pendelbahn keine Wartezeiten mehr. Es werden im Sommer zwei Gondeln angeboten: eine für Biker und eine andere für die sonstigen Gäste. Entweder kann man in der Mittelstation durchfahren oder aussteigen und im neuen Panoramarestaurant die Aussicht geniessen. Die untere Sektion der Gondelbahn kann auch autonom betrieben werden. Die neue Bahn wird umwelt- und energieoptimiert gebaut. Die Abwärme der beiden Antriebe in der Mitte wird genauso genutzt wie möglichst viel eigene Energie durch Photovoltaik erzeugt werden soll. Ausserdem wurde der Lärmreduktion grosse Beachtung geschenkt. Die in der Poststrasse ausge- stellte Gondel lädt zum Einsteigen ein. Als Miniaturmuseum informiert sie über das Bahnprojekt. Weitere Infos gibt es auf www.uffa-projekt.ch.

100 Fragen und Antworten

1922 wurde auf Brambrüesch mit dem Bau des heutigen Naturfreundehauses der Grundstein zum Tourismus gelegt. Darum feiert die Bahn nicht ihr 65jähriges Jubiläum, sondern gleich 100 Jahre Brambrüesch. Zur Geschichte von Brambrüesch, Sehenswürdigkeiten und Skurrilitäten, der Natur sowie dem Bahnprojekt gibt es auf www.uffa.ch 100 Tage lang jeden Tag 100 Franken zu gewinnen. Das uffa-Abo findet auch 2022 / 2023 seine Fortsetzung. Unter dem Motto „uffa go…“ werden diejenigen Tätigkeiten in den Vordergrund gerückt, welche über 700 uffa-Abonnenten in einer Umfrage als ihre Liebsten bezeichneten –nämlich uffa go schkiina, laufa, schlittla, baika oder sünnala. Das uffa-Abo besitzten im letzten Jahr 4’914 Personen mit insgesamt 1’808 Abos. 42 Prozent waren Familien, 34 Prozent Partner und 24 Prozent Singles. Die günstigen Preise des Ganzjahresabos ab Fr. 259 bleiben unverändert. Im Abopreis inbegriffen sind 50 Prozent Rabatt auf Winter-Tageskarten in den 15 Bündner Partnerskigebieten von Brambrüesch (www.kms-gr.ch) sowie die Pandemieabsicherung. Die Tageskarten in Arosa-Lenzerheide gibt es mit 20 Prozent Rabatt. Die Preise für das uffa-Abo gelten aber nur, wenn mindestens 1’116 Bestellungen bis am 30. November 2022 erreicht werden: online unter www.uffa.ch, bei Chur Tourismus am Bahnhof, an der Talstation der Bergbahnen an der Kasernenstrasse 15 oder bei den Sportanlagen Obere Au in Chur.

BCD erfüllt den Volksauftrag

Die Genehmigungsbehörde für die Konzession und den Bau der neuen Brambrüeschbahn ist das Bundesamt für Verkehr (BAV). Die geplante Einreichung des Plangenehmigungsgesuches im nächsten Frühling umfasst die Details zur Linienführung und den Masten der Bahn, den drei Stationen sowie dem Panoramarestaurant, das durch die BCD und Investoren finanziert werden soll. Mit zwei Testplanungen wurde die Projektierung von Mittelstation und Panoramarestau- rant detailliert, um der Topografie, der Funktionalität der Bahn sowie dem zur Verfügung stehenden Budget gerecht zu werden. Die Ausschreibung Fachplanung Architektur läuft derzeit im offenen Verfahren. Die Positionierung der Talstation in Bezug zu den anderen Gebäuden sowie dem Untergrund wurde im Rahmen des Richtkonzeptes präzisiert. Das von Architekt Coni Clavuot als Sieger des Studienauftrages ausgearbeitete Richtkonzept dient als Vorbereitung für den Quartierplan und beinhaltet das gesamte Stadthallenareal inklusive Talstation. Im UG der Talstation soll eine Energiezentrale der IBC integriert werden, wenn dies die Archäologie erlaubt. Auch die Themen Raumplanung und Umweltverträglichkeit inklusive der im Masterplan vorgesehenen weiteren Infrastrukturen wie dem Natur- und Wasserspielplatz, Rutschbahnweg, Skillspark mit Flowtrail, E-Shuttle sowie den Anpassungen der Bike- und Wanderwege sind in Zusammenarbeit mit den Behörden und Umweltverbänden soweit wie möglich abgearbeitet. Der Austausch mit den Umweltverbänden ist grundsätzlich konstruktiv. Die BCD wird im nächsten Frühling die in ihrem Einflussbereich stehenden Themen eingabefähig bearbeitet und den Volksauftrag erfüllt haben. Keinen Einfluss hat sie auf komplexe Schnittstellen wie die Verhandlungen der Stadt mit dem Eigentümer des Areals Winterberg hinter der Stadthalle, den Quartierplan des Stadthallenareals, den Abbruch der Stadthalle, allfällig neue Erkenntnisse in Bezug auf die Archäologie sowie die Kostensteigerung von über 10 Prozent seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine.

 

Quelle: Bergbahnen Chur-Dreibündenstein
Bildquelle: Bergbahnen Chur-Dreibündenstein

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