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UNESCO-Weltkulturerbe Troja – die Wiege der Geschichte entdecken

28.03.2018 |  Von  |  Europa, News
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UNESCO-Weltkulturerbe Troja – die Wiege der Geschichte entdecken
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Über Jahrtausende hinweg spielte die im Nordwesten der Türkei gelegene Region Troja eine bedeutende Rolle.

Aufgrund dieser Tatsache und mit Blick auf den 20. Jahrestag der Aufnahme der antiken Stadt in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes erklärte das türkische Kultur- und Tourismusministerium das Jahr 2018 zum „Jahr von Troja“. Viele Türkei-Reisende freut’s!

Zahlreiche Feiern, Kultur- und Kunstveranstaltungen sind während diesem Jahr geplant. Eröffnet wird beispielsweise das neue Troja-Museum in Çanakkale. Einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden dort Exponate, die einst (meist illegal) ins Ausland gebracht und Jahre später wieder in die Türkei zurückgeführt wurden.

Dazu gehören 24 Schmuckstücke aus Gold, die zum Teil Helena von Troja zugeschrieben werden. Die Artefakte sollen 4000 bewegte und bewegende Jahre der antiken Stätten, jedoch auch die Ausgrabungs- und die Siedlungsgeschichte der Region zum Leben erwecken. Und im Rahmen einer Veranstaltungsserie in Çanakkale – die Stadt liegt in der Region Marmara, nördlich der Ruinen von Troja – werden das Türkische Staatstheater, die Staatsoper und das Ballett Theaterstücke und Musicals zum Thema auf die Bühnen bringen.

Die Geschichte Çanakkales reicht zurück bis 8500 vor Christus. Viele Zivilisationen hinterliessen dort ihre Spuren. Rund um die Stadt wurden Gegenstände aus der Kupfer-, Stein-, Bronze- und Eisenzeit gefunden. Die Region, die bereits in der Frühbronzezeit ein wichtiges Siedlungsgebiet darstellte, galt als bedeutende Verbindung sowohl zwischen Europa und Asien, als auch zwischen dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer.


Ruinen von Troja (Bild: PIYA PALAPUNYA - shutterstock.com)

Ruinen von Troja (Bild: PIYA PALAPUNYA – shutterstock.com)


Schlacht im Ersten Weltkrieg

Eine Bedeutung, die im Ersten Weltkrieg auf dramatische Art und Weise bestätigt wurde. Die Schlacht von Gallipoli (1918) wurde vor und auf der heute Galibolu genannten türkischen Halbinsel, aber auch auf der asiatischen Seite der Meerenge, zwischen Ägäis und Marmarameer ausgetragen. Die Entente-Mächte scheiterten jedoch an den Verteidigern. Beide Seiten mussten enorme Verluste hinnehmen.

Unzählige Grabstätten von türkischen, britischen, französischen, australischen und neuseeländischen Soldaten, zahlreiche Denkmäler, Festungen und das „Çanakkale Destanı“-Zentrum zeugen von dieser bewegten Vergangenheit. Der 25. April als Jahrestag der Landung auf Gallipoli wird noch heute u.a. in Australien und Neuseeland als nationaler Gedenktag (ANZAC Day) begangen. Und auch auf der Halbinsel Gelibolu wird an diesem Tag alljährlich den Toten der Schlacht gedacht.



Die Wiege der Geschichte

Die frühesten Siedler des Gebietes sind auf die chalkolitische Epoche in Beşiktepe und Kumtepe zurückzuführen. Heute weiss man, dass das Gebiet sogar noch früher besiedelt worden war. So soll beispielsweise die Stadt Dardanos noch vor Troja I, das 3000 v. Chr. erbaut und nur 500 Jahre später bei einem Erdbeben zerstört wurde, erstellt worden sein.

Der Hügel Hisarlık, der in Homers Epen „Illias“ und „Odyssee“ thematisiert wird, wurde 1871 vom deutschen Archäologen Heinrich Schliemann entdeckt. Die Anhebung weist in ihre verschiedenen Erdschichten eine ununterbrochene, 3000jährige Besiedlung auf und stellte einst einen Schmelztiegel der anatolischen, ägäischen und balkanischen Zivilisationen dar.


Das trojanische Pferd (Bild: S-F - shutterstock.com)

Das trojanische Pferd (Bild: S-F – shutterstock.com)


Die „trojanischen Pferde“

Troja und Hisarlık wurden schon in der Antike zu berühmten Pilgerstätten. Grosse Herrscher aus der Vergangenheit sollen die Stadt beehrt haben. Und auch heute besuchen jährlich weit über 500‘000 Reisende aus dem In- und Ausland die Ruinen der antiken Stätte von Troja. Sie alle suchen nach Spuren der mythologischen Geschichte Trojas und dessen Helden. Und in den zum Teil gut erhaltenen Ruinen kann die bewegte Geschichte Trojas hautnah nachempfunden werden. An Sehenswürdigkeiten und dramatischen Zeitdokumenten fehlt es nicht.

Zum Beispiel die  gewaltigen Mauern der Befestigungsanlage, die Ruinen des Tempels der Athena, die 5000 Jahre alte Quellhöhle, die einst ein wichtiges Element der unterirdischen Wasserversorgung der Stadt darstellte. Auch zwei Nachbauten des berühmten „Trojanischen Pferdes“ können in der Region bewundert werden. Ein Exemplar steht im Archäologiepark bei den Ruinen, ein zweites im Hafen der Stadt Çanakkale. Zu bestaunen ist dort die Originalrequisite aus dem Hollywoodstreifen „Troja“.

 

Quelle: Tourismus Lifestyle Verlag GmbH, Bern
Titelbild: isa_ozdere – shutterstock.com

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