Vermarktung von Reisezielen: neue Wege gehen

15.09.2016 |  Von  |  Hotellerie, News
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Vermarktung von Reisezielen: neue Wege gehen
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Im klassischen Marketing der Reisebranche gehen Werbebotschaften im immer lauteren Geschrei der „Aufmerksamkeitsökonomie“ zusehends unter. Die Reiseziele Arosa Lenzerheide, Flims Laax Falera, Grächen, Gstaad und Saas-Fee wollen daher neue Wege gehen. Sie beabsichtigen, ihre Zweitwohnungsbesitzer bei der Vermarktung der Destinationen einzubeziehen.

Um sich bei potentiellen Gästen in der herrschenden Marktsituation Gehör zu verschaffen, wollen die heterogenen Destinationen Ferienwohnungsbesitzer aktiv in das Destinationsmarketing einbeziehen. Zusammen mit Christian Laesser von der Universität St. Gallen und seinem Team, werden dafür die notwendigen Prozesse und Leistungen entwickelt. Eingeläutet wurde das Vorhaben am 12. September mit einer Kick-Off-Sitzung in Zürich.

Ferienwohnungsbesitzer in Market Mavens einbeziehen

Grundlage für das Projekt, welches von Pascal Jenny von Arosa Tourismus geleitet wird, ist eine vielschichtige Ausgangssituation. Einerseits tragen Ferienwohnungsbesitzer einen wichtigen Teil zur Wertschöpfung in touristischen Destinationen bei, wobei Ihnen jedoch immer höhere fiskalische Lasten aufgebürdet werden. Deshalb rufen sie nach Kompensationen und Sonderbehandlungen – die ihnen im Bereich von Steuern und anderen Abgaben allerdings nicht gewährt werden können.

Gleichzeitig wird Destinationsmarketing im Zuge des Überflusses, der Ubiquität an Informationen und der Schwierigkeit, in einer solchen Welt noch Aufmerksamkeit zu erhalten, immer komplexer. Ein Ausweg bildet die Fokussierung auf die Wirkung von so genannten Market Mavens – eine Bezeichnung, die auch den Ferienwohnungsbesitzern zukommt. In dieser Rolle sollen sie aktiv in die Vermarktung der Destination eingebunden werden, wofür sie wiederum mittels Sonderleistungen entschädigt werden können.

Grosse Pläne

Basierend auf ersten Resultaten des Kick-Off Meetings, sollen entsprechende Leistungen und Anreizsysteme in den nächsten Monaten dezentral in den einzelnen Destinationen entwickelt. Voraussichtlich im kommenden Frühling werden diese dann auf ihre Marktfähigkeit geprüft und – abhängig von den hierbei erzielten Resultaten und den Bedürfnissen der einzelnen Destinationen – sodann schrittweise implementiert. Die Projektleitung wird beim Vorliegen von Ergebnissen informieren. Zur Kommunikation der Schlussresultate wird gegen Ende 2017 eine Tagung durchgeführt.

 

Artikel von: Arosa Tourismus
Artikelbild: Das Projekt wurde am 12. September mit einer Kick-Off-Sitzung in Zürich gestartet. (© Arosa Tourismus)

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