Wien – die moderne Weltstadt mit dem Charme der Vergangenheit

09.01.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Wien – die moderne Weltstadt mit dem Charme der Vergangenheit
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Wien war eigentlich schon immer mein Traumreiseziel. Als Jugendliche faszinierten mich die Sissi-Filme – kitschig, aber wunderschön. Die erste Reise nach Wien unternahm ich als junge Frau. Ein dreitägiges Pauschalangebot mit dem Bus, viel zu kurz, um die Stadt zu entdecken. Es blieb nur ein kurzer Eindruck.

Deshalb stand seitdem fest: Die nächste Reise nach Wien unternehme ich mit viel Zeit und ganz privat. Ich wollte nicht nur die üblichen Attraktionen bestaunen, sondern auch verborgene Winkel entdecken. Einfach die Stadt mit all ihren Facetten aufnehmen, das war die Absicht, die hinter einem längeren Aufenthalt steckte. Gut geeignet für einen Wienbesuch sind im Prinzip alle Jahreszeiten. Ich unternahm die Reise in der Vorweihnachtszeit und kam dadurch in den Genuss einer Stadt, die sich richtig weihnachtlich herausgeputzt hatte.



Wiener Fiaker-Kutscher bei der Pause (Bild: Túrelio, Wikimedia, CC)

Wiener Fiaker-Kutscher bei der Pause (Bild: Túrelio, Wikimedia, CC)

Ankommen und gleich mitten hinein!

Ich reiste mit der Bahn an. Das ist für eine Reise nach Wien – neben der Flugreise – eine sehr praktische Möglichkeit. Man bekommt schon während der Fahrt einiges von der Umgebung mit. Momentan ist der Wiener Westbahnhof das Ziel, im Bau ist jedoch ein neuer Hauptbahnhof. Mit dem öffentlichen Nahverkehrssystem kam ich gut zurecht. Alles ist übersichtlich ausgeschildert, zur Not kann man auch mal jemanden fragen.



Die Wiener gelten zwar als etwas „grantig“, aber ich konnte schnell feststellen, dass es sich dabei um ein Vorurteil handelt. Ich fuhr also zu meinem gebuchten Hotel im 15. Bezirk, mit der U-Bahn Linie 3 leicht zu erreichen. Ich packte rasch das Nötigste aus und machte mich gleich wieder auf den Weg in die Innenstadt. Die U3 brachte mich jetzt auf direktem Weg zum Stephansdom.

Aus dem Untergrund auftauchend, ist der erste Blick einfach überwältigend! Ich umrundete den prachtvollen Dom und ging natürlich auch hinein. Im Inneren herrschte trotz des Besuchertrubels eine feierliche Atmosphäre. Vor dem Aufgang zur „Pummerin“, wie die berühmte Glocke des Stephansdoms heisst, wartete eine längere Schlange, und auch beim Eingang zu den unterirdischen Katakomben war ein grösserer Andrang festzustellen. Ich begnügte mich damit, die Atmosphäre auf mich wirken zu lassen, schliesslich hatte ich ja Zeit.

Stephansdom in Wien (Bild: Andrew Bossi, Wikimedia, CC)

Stephansdom in Wien (Bild: Andrew Bossi, Wikimedia, CC)

Der erste Kaffee in Wien, aber nicht der letzte!

Zeit war jetzt ohnehin das Stichwort, denn es wurde Zeit für den ersten Kaffeehausbesuch. Die Wiener Kaffeehäuser geniessen einen legendären Ruf, und schnell fand ich ein Café, das alle meine Erwartungen erfüllte. Ich landete nach einem kurzen Spaziergang im Café Central an der Herrengasse. Das grosszügige Ambiente mit viel Stuck an den Wänden und an der hohen Decke bietet den perfekten Rahmen für kleine Tische, gemütliche Nischen und sogar Platz für einen Flügel. Echte Kaffeehausatmosphäre eben!

Wer viel Zeit mitbringt, kann nicht nur Wiener Melange und Mehlspeisen aller Art geniessen, sondern sich auch durch ein reichhaltiges Zeitungsangebot lesen. Mehlspeisen heissen hier übrigens alle Kuchen und Torten. Ich machte den Anfang mit einem Stück Sachertorte, nebenbei studierte ich den Stadtplan.





Café Central in Wien (Bild: Clyton Tang, Wikimedia, CC)

Café Central in Wien (Bild: Clyton Tang, Wikimedia, CC)

Die Rundfahrt mit der Bim für den ersten Überblick

Wien besteht aus insgesamt 23 Bezirken. Der Erste Bezirk, die sogenannte Innere Stadt, erstreckt sich rund um den Stephansdom. Hier befinden sich architektonische Meisterwerke, die auch heute noch von der kaiserlichen Vergangenheit berichten. Die Hofburg mit den Lipizzanerstallungen, unzählige Kirchen, aber auch viele Museen machen die Wahl schwer.

Ich beschloss also, zunächst eine Fahrt mit der Strassenbahn zu unternehmen. Wien bietet dafür eigens die separate Ringtram an, die einmal um die Innere Stadt herumfährt. Den gleichen Effekt erzielt man jedoch, wenn man mit den Linien 1 und 2 fährt, nur günstiger. Es empfiehlt sich sowieso, für den Nahverkehr ein Zeitticket zu lösen. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man alle Ziele mühelos.





Schloss Schönbrunn(Bild: Katharina Wieland Müller  / pixelio.de)

Schloss Schönbrunn (Bild: Katharina Wieland Müller / pixelio.de)

Einstiegshaltestellen für die genannten Linien befinden sich an der gesamten Ringstrasse, die den Ersten Bezirk umschliesst. Von der Strassenbahn aus, die die Wiener liebevoll „Bim“ nennen, hatte ich eine fantastische Sicht auf die Prachtgebäude, die an der Ringstrasse liegen. Die Fahrt ging vorbei an der Oper und am Burgtheater. Auf der anderen Strassenseite entdeckte ich das Kunsthistorische und das Naturwissenschaftliche Museum, das Parlament und das Rathaus.

Vor dem Rathaus befindet sich im Advent einer der zahlreichen Weihnachtsmärkte. Allmählich neigte sich der erste Tag dem Abend entgegen. In der Dämmerung wirkte die Weihnachtsbeleuchtung sehr romantisch, aber den Besuch auf dem Weihnachtsmarkt musste ich verschieben. Denn am Abend wartete noch das erste kulturelle Highlight: Ich hatte Karten fürs Ronacher. Als Musicalfan kommt man in Wien voll auf seine Kosten!

Weihnachtsmarkt in Wien (Bild: Brigitte Kreuzwirth  / pixelio.de)

Weihnachtsmarkt in Wien (Bild: Brigitte Kreuzwirth / pixelio.de)

Sehenswert in Wien: Noch mehr schöne Plätze

Auf dem weiteren Programm für meinen Urlaub standen noch viele, viele weitere Plätze. Unbedingt wollte ich zum Schloss Schönbrunn, das auch in der kalten Jahreszeit seinen Reiz hat. Eher innenstadtnah gelegen: Das Schloss Belvedere beeindruckt mit einer grosszügigen Parkanlage, vor dem Schloss ist ein kleiner, aber sehr feiner Adventmarkt. Die Karlskirche wollte ich mir ebenfalls nicht entgehen lassen. Ausserdem standen noch das Hundertwasserhaus, die Albertina und weitere Kaffeehausbesuche auf meiner Liste. Und natürlich ein Abstecher in den Wiener Prater mit dem weltberühmten Riesenrad. Ich wusste jetzt schon: Diese zwei Wochen im Wiener Advent würden wie im Flug vergehen!

Text: Christiane Weber



 

Oberstes Bild: Panoramablick über die Wiener Altstadt vom Schloss Belvedere (Bild: Bonet 86, Wikimedia, CC)

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