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Wilhelm Tell lebt! Ein Besuch beim Schweizer Nationalhelden

12.05.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa, Schweiz
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Wilhelm Tell lebt! Ein Besuch beim Schweizer Nationalhelden
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Der grosse Dichter Friedrich Schiller hat die Geschichte rund um Wilhelm Tell in eine Form gebracht, die den Nationalhelden auch heute noch würdigt. Bei einem Aufenthalt in der Heimat Wilhelm Tells sind dessen Spuren noch an vielen Orten sichtbar. Dazu gehören auch die berühmten Wilhelm-Tell-Festspiele.

Der historische Hintergrund

Bei einem historischen Spaziergang kann man die Geschichte rund um Wilhelm Tell gut kennenlernen. Der Weg beginnt in der Hohlen Gasse in Immensee am Zugersee. In dieser Hohlen Gasse soll der habsburgische Landvogt Gessler durch einen Schuss Wilhelm Tells zu Tode gekommen sein. Schiller lässt in seinem Drama Wilhelm Tell den Satz sagen: „Durch diese hohle Gasse muss er kommen“ – ein Zitat, das aus dem Sprachschatz nicht mehr wegzudenken ist.





Eingang zur Hohlen Gasse zwischen Küssnacht und Immensee in der Schweiz (Bild: Nikater, WIkimedia)

Eingang zur Hohlen Gasse zwischen Küssnacht und Immensee in der Schweiz (Bild: Nikater, WIkimedia)

Die geschichtliche Wanderung geht weiter über den Tellerenweg in Richtung der Gessler-Ruine. Diese liegt am Dorfrand, oberhalb von Küssnacht. Vom Tellerenweg aus hat man einen schönen Blick auf das umliegende Panorama. Die Gesslerburg bildet ein lohnendes Ziel, hier ist auch eine Besteigung interessant, die einen weiteren Rundblick bietet.

Des Weiteren befindet sich in Altdorf, dem Hauptort im Kanton Uri, ein Tell-Denkmal. Altdorf ist in Schillers Schauspiel der Ort, an dem der berühmte Apfelschuss stattgefunden hat. Der Landvogt Gessler übte ein strenges Regiment aus. Unter anderem verlangte er von der Bevölkerung absolute Unterwürfigkeit. Sogar Gesslers Hut, der auf einer Stange thronte, musste von den Menschen gegrüsst werden. Wilhelm Tell weigerte sich, diese absurde Geste wahrzunehmen. Daraufhin zwang Gessler Tell zum Apfelschuss. Auf dem Kopf des Tell-Sohnes wurde ein Apfel platziert, den Tell mit seiner Armbrust treffen sollte.

Das Denkmal auf dem Altdorfer Marktplatz zeigt Vater und Sohn als Bronzestatuen. Gleich in der Nähe befindet sich das 1899 eröffnete Tellspielhaus, ein Theater, das ganz der Aufführung des Tell-Schauspieles gewidmet war.

Tell-Denkmal in Altdorf (Bild: H.Grob, Wikimedia, CC)

Tell-Denkmal in Altdorf (Bild: H.Grob, Wikimedia, CC)




Tellspiele in Interlaken



Mindestens ebenso interessant ist ein Besuch einer Aufführung auf der grössten Freilichtbühne der Schweiz. In Matten bei Interlaken wird seit 1912 die Geschichte Wilhelm Tells aufgeführt. Das Besondere an den Freilichtaufführungen: Die Schauspieler und Mitwirkenden sind Menschen, die in der Region leben. Als Laienschauspieler legen sie ihr ganzes Herzblut in die Umsetzung. Authentisch und bewegend – die Geschichte des unterdrückten Bergvolks zieht Jahr für Jahr unzählige Besucher in ihren Bann. Das Freiheitsdrama Schillers ist anscheinend zeitlos, anders lässt sich die Faszination nicht erklären.

Die Freilichtbühne schafft zudem einzigartige Voraussetzungen. Als Besucher finden Sie eine grossartige Kulisse vor. Neben den Darstellern bevölkern Pferde und Kühe die Bühne.

Eine Tell-Aufführung aus anderer Sicht

Auf dem Felsensteig im Schächental gibt es eine weitere Inszenierung. Hier kommt der gealterte Wilhelm Tell zu Wort. Er erinnert sich an die Ereignisse zurück. Was geschehen ist, hat sein Leben verändert. Tell ist alt, seine Kinder sind längst ausgezogen und führen ihr eigenes Leben. Er lebt zusammen mit seiner Frau Hedwig und möchte mit ihr einen geruhsamen Lebensabend verbringen. Doch in dieser Aufführung lässt er im Rückblick noch einmal die Vergangenheit auferstehen – eine sehenswerte Interpretation von Schillers Drama.

Brunnen mit Tell-Figur und Walter mitten in Bürglen im Schächental (Bild: Roland Zumbuehl, Wikimedia, CC)

Brunnen mit Tell-Figur und Walter mitten in Bürglen im Schächental (Bild: Roland Zumbuehl, Wikimedia, CC)




Zurück nach Küssnacht in die heutige Zeit

In der Region um Küssnacht gibt es natürlich noch viel mehr als Wilhelm Tell. Die Gegend ist beispielsweise ideal für Ferien mit der ganzen Familie. Im sogenannten „Hohlgassland“ können Sie viel unternehmen.

Grosse Begeisterung löst der Besuch im Seilpark am Rigi aus. Unter Aufsicht und nach modernsten Sicherheitsvorkehrungen können Sie und Ihre Kinder Spass und Nervenkitzel gleichermassen erleben. Unter den Baumkronen sind im Seilpark sieben Routen angelegt, die für Spannung und Abenteuer sorgen. Der Seilpark Rigi ist nach „Safety in Adventures“ zertifiziert. Geschulte Mitarbeiter sorgen für die Einweisung und rüsten alle Teilnehmer mit dem optimalen Material aus. Verschiedene Schwierigkeitsgrade garantieren, dass alle zufrieden sind.



Nicht ganz so aufregend geht es in der Zwölf-Loch-Minigolfanlage zu; Spass und Spannung sind hier aber ebenfalls garantiert. Die Anlage liegt direkt am See, so dass Sie nach dem Minigolfturnier eine Bootsfahrt unternehmen können.

Den Abschluss eines Tages in Küssnacht kann eine Grillparty bieten, oder Sie veranstalten ein gemütliches Picknick. Dazu gibt es an mehreren Stellen frei zugängliche Grillplätze.

Königin Astrid Kapelle in Küssnacht am Rigi (Bild: Roland Zumbühl, Wikimedia, CC)

Königin Astrid Kapelle in Küssnacht am Rigi (Bild: Roland Zumbühl, Wikimedia, CC)

Weitere Sehenswürdigkeiten in Küssnacht

Häufig besucht und besichtigt wird die Astridkapelle, die unmittelbar an der Seebucht liegt. Hier verunglückte im Jahr 1935 die Prinzessin von Schweden und Königin der Belgier. Die Kapelle, die zur Erinnerung errichtet wurde, musste aus Sicherheitsgründen verlegt werden. Ein solch Aufsehen erregender „Gebäudetransport“ ist keine einfache Aktion – die gesamte Verlegung der Kapelle ist im Heimatmuseum dokumentiert.

Im nahe gelegenen Hergiswil haben Sie die Möglichkeit, die älteste Glashütte der Schweiz zu besichtigen. Die „Glasi“ kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Gehen Sie auf eine Zeitreise durch die letzten 190 Jahre, indem Sie sowohl die Hütte besichtigen als auch im Museum die Historie der Glasi kennenlernen. Für die Besucher gibt es ein Illusionskabinett, das sehr liebevoll gestaltet ist. Der Europarat zeichnete das Museum im Jahr 1996 als eines der schönsten Europas aus. Glas wird darin in vielen Facetten dargestellt. Das Museum zeigt Glasinstrumente, optische Phänomene und ein Glas-Labyrinth.

 

Oberstes Bild: Tell-Denkmal in Altdorf (©Joujou  / pixelio.de)

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