Zwischen Traumstränden und Drogenkrieg: Wie sicher ist das Reiseland Mexiko?

04.02.2014 |  Von  |  Alle Länder, Nordamerika
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Zwischen Traumstränden und Drogenkrieg: Wie sicher ist das Reiseland Mexiko?
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Entspannen an Cancúns Traumstränden, ausgelassenes Nachtleben in Veracruz oder Acapulco – so stellen sich die meisten Reisenden die Ferien in Mexiko vor. Seit Jahren sind jedoch auch immer wieder Horrormeldungen zu lesen: Entführungen und Schiessereien, Drogenhandel und Korruption. Wie sicher sind also Reisen nach Mexiko wirklich?

Tatsächlich ist die Frage in Mexiko nicht so sehr, ob, sondern an welchen Orten das Land für Touristen sicher ist. Während einige Landesteile heute de facto unter der Kontrolle grosser Drogenkartelle stehen, geniessen alljährlich Tausende von Besuchern die Ferien an Mexikos Traumstränden, in Oaxaca oder Mexico City. Auch für Reisende abseits der üblichen Routen gibt es wenige Gegenden, von deren Besuch wirklich abzuraten ist.

Die gute Nachricht für alle Besucher: Die berüchtigte organisierte Drogenkriminalität und der Tourismus kommen sich in Mexiko selten in die Quere. Selbst Städte mit einer hohen Kriminalitätsrate sind für vorsichtige Reisende kaum unsicherer als beliebte Reiseziele wie Mexiko City, wenngleich in den vergangenen Jahren auch in einigen touristischen Städten wie Acapulco oder Veracruz ein Anstieg der Kriminalität zu verzeichnen war.





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Gut informiert unterwegs in Mexiko

Wer Mexiko abseits der Touristenhochburgen bereist, ist gut beraten, denn das Land bietet eine faszinierende kulturelle Vielfalt, die zu entdecken sich lohnt. Gewaltkriminalität ist auf solchen Reisen selten ein Problem, und die meisten Besucher werden keine aussergewöhnlichen Erfahrungen machen – abgesehen von den Militär- und Polizeikontrollen, die in vielen Landesteilen an der Tagesordnung sind. Trotzdem sollten sich Besucher immer darüber klar sein, dass die Sicherheitslage in Mexiko schon viele plötzliche Ortswechsel gesehen hat.



Eine mexikanische Stadt, die heute vollkommen ruhig ist, kann innerhalb von Wochen zu einer der unsichersten Städte des Landes werden. Das Gleiche gilt für Autobahnen; Strassensperren und Übergriffe von Drogenkartellen hat es in der Vergangenheit immer wieder gegeben. Besucher sollten sich daher vor und während der Reise regelmässig über die aktuelle Sicherheitslage informieren. Ideal sind hierfür die örtlichen Nachrichten, Informationen von Leuten vor Ort – etwa Taxifahrer und Hotelangestellte – sowie die offiziellen Reisehinweise.




Mexikos Städte zwischen Kultur und Kriminalität

In den vergangenen Jahren haben sich die Bundesstaaten Michoacán und Tamaulipas den Ruf eingehandelt, zu grossen Teilen von den Drogenkartellen kontrolliert zu werden. Wer sich mit der örtlichen Sicherheitslage nicht auskennt, sollte diese Staaten daher besser meiden. Eine Ausnahme ist Morelia, die generell sichere, touristisch geprägte und sehr sehenswerte Hauptstadt von Michoacán. Grundsätzlich sind viele Grossstädte für Reisende nicht so unsicher, wie in offiziellen Sicherheitshinweisen oftmals dargestellt wird.

Einen überraschenden Wandel hatten in den vergangenen Jahren zwei berühmt-berüchtigte Metropolen in Mexikos Norden zu verzeichnen: Die blühende Wirtschaftsmetropole Monterrey entwickelte sich innerhalb von kurzer Zeit zu einer der unsichersten Städte Mexikos; trotz bleibender Reisewarnungen hat sich die Lage hier jedoch wieder deutlich beruhigt, und die Stadt lockt wieder mit einem reichen kulturellen Angebot und dem Nachtleben einer blühenden Studentenmetropole.

Koloniale Altstadt von Morelia (Bild: Adavyd / pt.wikipedia / Lizenz: CC)

Koloniale Altstadt von Morelia (Bild: Adavyd / pt.wikipedia / Lizenz: CC)

Nach wie vor besonders eindringlich gewarnt wird ausserdem vor Reisen nach Ciudad Juárez, die berüchtigte mexikanische Grenzstadt, die mehrere Jahre in Folge als gefährlichste Stadt der Welt galt. Seither traut sich kaum ein Besucher in die Stadt, und so ist es wenig verwunderlich, dass kaum jemand den überraschenden Wandel von Ciudad Juárez bemerkt hat. Das einstmals blühende Zentrum des nordmexikanischen Nachtlebens, in dem der Margarita-Cocktail erfunden wurde und Marilyn Monroe sich scheiden liess, verzeichnet heute geringere Gewaltraten als viele vergleichbare Städte. Auch, wenn der Weg zurück zu vergangenen Glanzzeiten noch lang scheint, gibt es längst keinen Grund mehr, dieser kulturreichen Grenzstadt auf der Durchreise nicht einen kurzen Besuch abzustatten.

Historische Häuserfronten in Ciudad Juárez (Bild: Daniel Schwen / pt.wikipedia / Lizenz: CC)

Historische Häuserfronten in Ciudad Juárez (Bild: Daniel Schwen / pt.wikipedia / Lizenz: CC)




Entführungen und Korruption: zwei mexikanische Probleme

Entführungen kommen in allen Teilen Mexikos vor, betreffen aber fast ausnahmslos Einheimische. Besonders häufig sind Blitzentführungen, deren Ziel es ist, schnell an das Geld des Opfers oder der Angehörigen zu kommen. Wenngleich dies Touristen kaum betrifft, sind einige Vorsichtsmassnahmen ganz unabhängig vom Entführungsrisiko generell angebracht. Dazu zählen Verhaltensregeln, die Reisenden weltweit ans Herz gelegt seien: Meiden Sie in Grossstädten abgelegene Gegenden sowie bei Nacht einsame und dunkle Strassen, benutzen Sie nur offizielle Taxis, meiden Sie nächtliche Überlandreisen und Fahrten durch Gegenden, in denen es in der Vergangenheit zu Überfällen gekommen ist.

Ein grosses Problem, unter dem besonders die Mexikaner selbst leiden, ist die hohe Korruptionsrate. Die Korruption zieht sich durch alle Behörden und Ränge, angefangen von einfachen Beamten bis hin zur notorisch korrupten Bundespolizei, in der ganze Einheiten auf der Gehaltsliste der Drogenkartelle stehen. Dennoch gibt es keinen Grund, jeden Staatsangestellten als korrupt anzusehen, denn viele von ihnen leisten nicht nur gute Arbeit, sondern sind oft sogar selbst Opfer.

Berittene Touristenpolizei in Mexico City (Bild: Iván Martínez / Wikimedia Commons / Lizenz: CC)

Berittene Touristenpolizei in Mexico City (Bild: Iván Martínez / Wikimedia Commons / Lizenz: CC)




Gewöhnen müssen sich Reisende an das bisweilen recht autoritäre Auftreten von Polizei und Militär, die den Grund für Individualreisen in weniger touristischen Gegenden kaum nachvollziehen können. Hier empfiehlt sich ein höfliches, ruhiges und sachliches Auftreten. Auf keinen Fall sollten Touristen einem Staatsbeamten von sich aus ein Bestechungsgeld anbieten, wem und in welcher Situation auch immer. Diese Verhaltensweise ist – wie praktisch überall auf der Welt – die beste Garantie dafür, sich in wirkliche Probleme zu bringen.

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Bilderlizenzen der Galerie: CC / CC BY 2.0 / CC BY-SA 3.0
Oberstes Bild: Blick auf Acapulco (Bild: Mitrush / pt.wikipedia / Lizenz: CC)

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Über Andrea Rathjen

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1 Kommentar


  1. was für ein wirklich dummer reisebericht….mexico city ist eine der gefährlichsten städte überhaupt…und niemand mit ein bisschen gehirn würde heutzutage noch nach acapulko fahren, ist viel zu gefährlich, die cartelle entführen dort auch touristen (so wie im ganzen land)…….der ganze bericht ist einfach nur dumm……

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