CATrophy 2017: Zu Besuch in der Geisterstadt Prypjat

12.09.2016 |  Von  |  Europa, News, Schweiz
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CATrophy 2017: Zu Besuch in der Geisterstadt Prypjat
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Vor einer Woche wurde die Anmeldung zur grössten Schweizer Abenteuerrallye CATrophy eröffnet – und schon sind über die Hälfte der verfügbaren Startplätze vergeben. Die vierte Edition der „Crazy Adventure Trophy“ führt im kommenden Mai 2017 auf einer Strecke von fast 7000 Kilometern über Nord- nach Osteuropa – mit inbegriffen ein Besuch der Geisterstadt Prypjat bei Tschernobyl.

Seit Sonntag, 4. September 2016 20.17 Uhr ist die Anmeldung für die nächstjährige Ausgabe der CATrophy offiziell offen und 26 von 50 Startplätzen sind bereits vergeben. Mit diesem Ansturm hatten auch die Organisatoren so nicht gerechnet:

„Dass wir bereits in der ersten Woche über 20 Anmeldungen erhalten, übertrifft unsere kühnsten Erwartungen“, so Chris Huber, Gründer der CATrophy. „Der Besuch von Prypjat bei Tschernobyl im eigenen Fahrzeug ist zweifelsohne eine einmalige Gelegenheit, wie sie sich so vielen Teilnehmern kein zweites Mal bieten wird, dennoch sind wir alle sehr überrascht, wie schnell so viele Anmeldungen bei uns eingegangen sind.“



Am Beginn stand ein lustiger Einfall

Angefangen hat alles Ende 2013, als Chris Huber die CATrophy in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ins Leben gerufen hat. Über Facebook und einen Radio-Aufruf haben sich 22 Personen mit 10 alten Fahrzeugen gefunden, die im April 2014 die 6000 Kilometer der CATrophy-Erstausgabe nach Marokko bestritten haben. Ein Jahr später folgten der Einladung zur Abenteuerrally CATrophy 2015 ans Nordkap dann bereits 32 Teams.

„An der diesjährigen Rallye, der CATrophy 2016 Scotch for Crusaders, mit dem Themenziel Schottland nahmen 39 Fahrzeuge mit über 87 Teilnehmern teil. Diese Zahl nächstes Jahr noch zu toppen wäre sensationell.“

Eine eingeschworene Gemeinschaft mit stetigem Zuwachs

„Unter den bisherigen Anmeldungen sind wieder viele alten Hasen mit dabei, aber auch viele Rallye-Neulinge, die zum ersten Mal bei uns mitfahren. Mitmachen kann jeder, der volljährig ist und einen gültigen Führerausweis besitzt – und ein bisschen verrückt ist.“

Kein klassisches Rennen, sondern ein Abenteuer

„Es geht darum, andere Länder, Kulturen und Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Wir halten uns an die Verkehrsgesetze und sind weder Raser noch Rowdys“, sagt Huber, selbst Teilnehmer an seinen Abenteuerrallyes. „Die Teilnehmerteams selbst dürfen ausschliesslich Kartenmaterial zur Navigation benutzen. Dank mitgeführten GPS-Sendern können aber die Angehörigen Zuhause sämtliche Fahrzeuge während der gesamten, sechzehntägigen Fahrt über die Internetseite www.CATrophy.com in Echtzeit verfolgen.“

Zu Besuch in der Geisterstadt Prypjat bei Tschernobyl

31 Jahre nach der nuklearen Katastrophe führt die CATrophy 2017 die Teilnehmer nach Prypjat bei Tschernobyl. Nur dank guten Beziehungen in die heutige Ukraine ist den Rallye-Organisatoren Chris Huber, Jasmin Sberze, Marina Weberling und Mirco Kovacs gelungen, einen unglaublichen Aufenthalt in der Sperrzone zu arrangieren: „Die Rallye-Teams werden im eigenen Fahrzeug – jedes Team persönlich begleitet von einer Militärperson – in die sonst verschlossene Sperrzone einfahren – bis vor den neuen Sarkophag. Während eines 9-stündigen Aufenthaltes können alle interessanten Bauwerke besucht werden.“ Eine einmalige Gelegenheit, die so nur dank intensiven Bemühungen überhaupt möglich ist: Für jedes Fahrzeug werden nämlich 4 Sonderbewilligungen benötigt, pro Person weitere 16 Bewilligungen, verrät Huber.

Auf der 6800 Kilometer langen Strecke warten viele Highlights

„Der Startschuss zur CATrophy 2017 fällt am Samstag, 13. Mai 2017 im Kanton Aargau. Die Abenteuerrallye führt voraussichtlich durch 13 Länder. Die Teams erwartet eine Gesamtstrecke von 6’800 Kilometer in 16 Tagen. Als erstes Highlight passieren wir auf der Nachtfähre von Schweden nach Finnland die Ostsee.

Kurz darauf folg die zweite Fährfahrt von Finnland nach Estland. Dort führt die Route durch märchenhafte Fichtenwälder und die erste gemeinsame Übernachtung bei Roosta steht an. Bereits in Estland werden wir dann auf erste Überbleibsel aus der ehemaligen Sowjetunion stossen und besuchen eine geschlossen Stadt mit geschichtsträchtigem Hintergrund.

Im visumpflichtigen Weissrussland begeben wir uns auf die Suche nach verschwundenen Städten wie das sagenumwobene Ostroglyad, welche nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl von der Regierung komplett gelöscht wurde – als hätte es sie nie gegeben. In der Ukraine besuchen wir dann die Geisterstadt Prypjat bei Tschernobyl – für Skeptiker gäbe es auch ein Alternativprogramm in Kiew. Danach geht es weiter durch die slawischen Länder zurück in die Schweiz. Wer die Rallye unbeschadet übersteht wird am Sonntag, 28. Mai 2017 zurück in der Schweiz ins Ziel einfahren – und ist erfahrungsgemäss ein paar Erfahrungen reicher“, erzählt Huber.

Mit Autopannen ist zu rechnen

Die fast 7000 Kilometer umfassende Route der CATrophy 2017 führt die tollkühnen Fahrgemeinschaften und ihren alten Rallyeautos an ihre Grenzen. Mindestens zwanzig Jahre auf dem Buckel müssen sie haben, mehr als 2017.– Franken in der Anschaffung dürfen sie nicht kosten, die Fahrzeuge, mit denen die Teams auf die Reise aufbrechen.

Es ist abzusehen, dass bei Tagesetappen von bis zu 700 Kilometern der eine oder andere Wagen buchstäblich auf der Strecke bleibt. „Das gehört aber dazu bei diesem Abenteuer“, das 2017 zum vierten Mal stattfindet. „Die Teams nehmen die Schwierigkeiten mit ihren Fahrzeugen als zusätzliche Herausforderung an.“

Frühzeitige Anmeldungen erleichtern die Planung

Dass die Anmeldungen dermassen gut angelaufen sind, freut die Organisatoren: „Das hilft uns enorm bei der Planung. Jetzt können wir uns an die Detailplanung der Route machen und die zu erwartende hohe Teilnehmerzahl berücksichtigen. Wir prüfen bereits, ob wir wegen der grossen Nachfrage weitere Startplätze schaffen können. Ob dies aber klappt, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Wer bei der CATrophy 2017 mitfahren möchte, sollte mit seiner Anmeldung nicht zu lange warten“, rät Huber.

Eckdaten zur CATrophy 17 – Ghost City

  • Start am Samstag 13. Mai, Zieleinfahrt am Sonntag, 28. Mai 2017
  • 6’800 Kilometer Gesamtstrecke durch 13 Länder – ohne GPS-Navigation
  • Gegen 100 Stunden Fahrzeit in 16 Tagen
  • Fahrzeug muss mindestens 20 Jahre alt sein und darf nicht über 2017.– kosten
  • Einmalige Einblicke in die Geisterstadt Prypjat bei Tschernobyl

Informationen CATrophy






















Bilder: Impressionen CATrophy 2016


 

Artikel von: CATrophy – Das Abenteuer deines Lebens
Artikelbilder: © CATrophy

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