Die Amalfiküste – einzigartiger Küstenabschnitt mit Atmosphäre und Raffinesse

19.06.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Die Amalfiküste – einzigartiger Küstenabschnitt mit Atmosphäre und Raffinesse
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Ferien am Meer gehören für viele im Sommer einfach dazu – und die meisten zieht es dabei nach Italien. Auch ich machte mich wieder einmal auf die Reise in den Süden, doch diesmal sollte es etwas Besonderes sein. Ich nahm mir einen günstigen Flug nach Palermo und anschliessend einen Mietwagen, denn ich wollte eine Fahrt entlang der Amalfiküste unternehmen.

Im Reiseführer hatte ich gelesen, dass schon Pablo Picasso sein Herz an die Costeria Amalfitana verloren hatte und hier unzählige seiner Ferien verbrachte. Und als ich die 42 Kilometer lange Strasse entlangfuhr und nicht nur immer wieder atemberaubende Ausblicke auf das Meer geniessen durfte, sondern auch die kleinen Städte erkundete, verstand ich den spanischen Ausnahmemaler nur zu gut.



Positano an der Amalfiküste (Bild: Jensens, Wikimedia)

Positano an der Amalfiküste (Bild: Jensens, Wikimedia)

Die Amalfitana an Italiens westlicher Küste zählt zu den schönsten Küsten der Welt, und das nicht von ungefähr. Auch ich erlag den Reizen, nachdem ich die immerhin 1500 Kurven bewältigt hatte und immer wieder von neuen Ein- und Ausblicken fasziniert war. Denn die steil aus dem Meer aufsteigenden, teilweise bizarr geformten Felsen bieten einen herrlichen Kontrast zu den Weinbergen, die sich entlang der Küste ziehen und der Landschaft ein sattes Grün verleihen. Im Frühling müssen die zahlreichen Zitronenbäume eine herrliche blühende Pracht abgeben, jetzt im Sommer tauchen sie die Umgebung einfach in herrliche Farben und verleihen das Flair des Südens.

Bezaubernde Küstenstädte überzeugen mit Farbenpracht



Ausgehend von Positano, der bekannten Postkartenansicht mit den bunten Häusern, die sich an die Küste schmiegen, fahre ich weiter nach Praiano. Hier stehen zwei Kirchen auf meinem Sightseeingplan, nämlich die Santa Assunta sowie die Madonna del Carmine. Weiter geht es zum Felsblock Montagna Forata, einem Monolith mit vielen kleinen Löchern, die der Zahn der Zeit hier nagte. Die pastellfarbenen Häuser, die im Kontrast zum türkisblauen Meer schimmern, bilden einfach ein Fotomotiv, das ich festhalten muss, bevor ich durch blühende Haine mit Oliven fahre und mir ein paar Flaschen des herrlichen Olivenöls kaufe. Immerhin möchte ich zu Hause auch noch den Geschmack und Geruch des Südens geniessen.

Praiano – das Herz der Amalfiküste (Bild: Jensens, Wikimedia)

Praiano – das Herz der Amalfiküste (Bild: Jensens, Wikimedia)

Die nächste Ortschaft ist Praiano, das Herz der Amalfiküste. Hier reiht sich eine Tauchschule an die andere, was angesichts des sauberen Meeres und der beeindruckenden Unterwasserwelt kein Wunder ist. Die schönsten Locations sind der Capo di Conca, die Grotta dello Zaffiro sowie die Isole Li Galli. Ich mache Station am Torre di Grado und verbringe ein paar entspannte Stunden im und unter Wasser, bevor ich mich mit dem Auto zur nächsten Station aufmache.



Durch Dörfer, deren Häuser mit herrlich blühenden Bougainvilleen geschmückt sind, führt mich der Weg nach Ravello. Hier ist der Baustil durchweg arabisch geprägt, wobei sich auch ein grosser Deutscher hier während der Sommermonate sehr wohlfühlte. Die Rede ist von Richard Wagner, zu dessen Ehren im Sommer regelmässig Wagner-Festspiele stattfinden.

Meeresblick in Ravello (Bild: Leandro Neumann Ciuffo, Wikimedia, CC)

Meeresblick in Ravello (Bild: Leandro Neumann Ciuffo, Wikimedia, CC)




Zwischen Sehenswürdigkeiten und Badevergnügen

Klar ist, dass Ferien hier entlang der Amalfiküste geprägt sind von den bezaubernden Städtchen mit vielen Sehenswürdigkeiten und historischen Einblicken, aber auch immer wieder von entspannten Stunden am Strand. So wie in Minori, dem kleinen Städtchen, das einen der bekanntesten Strände zu bieten hat, wo gleichzeitig aber auch die historisch Interessierten auf ihre Kosten kommen. Denn hier finde ich überall Reste der einstigen römischen Besiedlung, wie etwa die Villa Romana von Minori, die vermutlich einst nur auf dem Seeweg erreichbar war. Die Villa ist riesengross und bestand einst aus 30 Räumen und einem grossen Garten, in dem mich die Brunnen und gemauerten Liegesofas begeistern.

Das kleine Städtchen Minori (Bild: ApicellaOslo, Wikimedia, CC)

Das kleine Städtchen Minori (Bild: ApicellaOslo, Wikimedia, CC)

Die letzte Station meiner Reise mit dem Mietwagen entlang der Amalfiküste ist Vietri sul Mare. Die mittelgrosse Gemeinde mit mehr als 8000 Einwohnern besticht vom ersten Anblick, denn als ich hier mit dem Auto kurz stehen bleibe, eröffnet sich mir ein herrlicher Blick über den Golf von Salerno. Berühmt ist der Ort vor allem durch seine Keramik, die mir an fast allen Haustüren und Strassenschildern entgegenleuchtet. Die bunten Farben und der eigene Stil sind etwas ganz Besonderes, womit klar ist, dass so ein wunderschönes Stück, das „fatto a mano“, also handgemacht, ist, auch den Weg in meinen Koffer findet, um als hübsche Erinnerung für kalte Wintertage in der Heimat zu wirken.

Den Abschluss meiner Reise bildet ein Besuch in Cava die Tirreni, wo ich die Benediktiner-Abtei besuche, die zu den schönsten weltweit gehört. Und tatsächlich – das Bauwerk ist von schlichter Eleganz. Am Ende des Tages geniesse ich den wunderschönen Sonnenuntergang hinter dem Berg Finestra.



 

Oberstes Bild: Blick vom Golf auf Amalfi (© Detlev Müller  / pixelio.de)

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Über Susanne Mairhofer

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