Die Dodekanes – traumhafte Inselgruppe in der griechischen Ägäis

22.04.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Die Dodekanes – traumhafte Inselgruppe in der griechischen Ägäis
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In der östlichen Ägäis, vor der griechischen Küste findet sich die Inselgruppe der Dodekanes mit knapp 200 meist unbewohnten Inseln und lädt ein zu ausgiebigen Segeltouren, Tauchgängen oder romantischen Spaziergängen an verlassenen Stränden.

Zur Inselgruppe gehören auch die beliebten Touristeninseln Rhodos, Kos und Karpathos, die sich bei Griechenland-Fans schon lange einen Namen gemacht haben. Doch auch die kleineren Inseln warten auf einen Besuch und präsentieren ein Griechenland, wie man es in den Touristenhochburgen nur noch selten findet.



Rhodos – die Hibiskusinsel

Rhodos ist die grösste Insel der Dodekanes und gleichzeitig auch die viertgrösste Griechenlands. Sie gilt nach Kreta als die Insel mit dem höchsten touristischen Zulauf, der sich allerdings vor allem auf den Norden der Insel verteilt. Aufgrund der klimatischen Bedingungen ist die Südhälfte der Insel sehr windig – allerdings hat sich das vor Kurzem bei Wind- und Kitesurfern herumgesprochen, und so wächst auch hier die Infrastruktur weiter.
An der Westküste Rhodos‘, und natürlich vor allem in Rhodos-Stadt, finden sich zahlreiche Hotels, Bars und Discotheken in direkter Strandnähe.

Im Landesinneren der Insel findet man das „Tal der Schmetterlinge„, welches diesen Namen nicht zu Unrecht trägt: Man kann dort bis zu 1000 Schmetterlinge entdecken – pro Quadratmeter! Wer es nicht nach Athen schafft, kann in der Stadt die fast genauso imposante Akropolis erkunden und sich an der typisch griechischen Architektur der schneeweissen Häuschen ergötzen, die oftmals von üppigen pinkfarbenen Hibiskussträuchern gesäumt sind, die für Rhodos namensgebend waren.

An der Südspitze von Rhodos hängen die Fischer einer Strandtaverne die gefangenen Octopusse an eine Leine, um sie in Sonne und Wind trocknen zu lassen, bevor sie lecker auf Holzkohle gegrillt auf den Tisch kommen. (Bild: MattK  / pixelio.de)

An der Südspitze von Rhodos hängen die Fischer einer Strandtaverne die gefangenen Octopusse an eine Leine, um sie in Sonne und Wind trocknen zu lassen, bevor sie lecker auf Holzkohle gegrillt auf den Tisch kommen. (Bild: MattK / pixelio.de)




Kos – traumhafte Strände und romantische Tavernen

Am Eingang des Golfs von Gökova liegt die griechische Insel Kos, die bei Touristen gerade wegen ihrer feinen Sandstrände und des ursprünglichen Charmes äussert beliebt ist. Auf Kos kann man alles haben: abgelegene Fischerdörfchen, in denen die Zeit still zu stehen scheint, aber auch aufregende Nächte mit feucht-fröhlichen Clubbesuchen nach einem typisch griechischen Abendessen mit viel Ouzo.

Kos bietet zahlreiche Ausgrabungsstätten, die besichtigt werden können, wie zum Beispiel die Agora oder Odeon. Ein Ausflugsziel mit Gänsehaut-Garantie ist das Geisterdorf Agios Dimitrios, welches bei Asfendio liegt. Das Dorf liegt verlassen da, als ob es von einem zum nächsten Tag hastig verlassen worden wäre – auf manchen Tischen steht sogar noch das Geschirr vom Abendessen!

Vom kunterbunten und belebten Hafen in Kos-Stadt kann man Touren in die nahegelegene Türkei machen – schliesslich liegt Bodrum nur knappe fünf Kilometer von Kos entfernt.





Taverne auf der Insel Kos (Bild: detlef menzel  / pixelio.de)

Taverne auf der Insel Kos (Bild: detlef menzel / pixelio.de)

Karpathos – das Surferparadies

Die drittgrösste Insel der Dodekanes-Gruppe ist Karpathos mit nur knapp 6000 Bewohnern. Die Hauptstadt der Insel, Karpathos-Stadt, lockt zahlreiche Besucher an, die dem Trubel von Rhodos oder Kos entgehen wollen und auf der Suche nach etwas Ruhe und Entspannung sind. Auch Lefkos an der Westküste und Kyra Panagia an der Ostküste locken mit malerischen kleinen Hotels und wunderschönen Stränden. Dabei gilt der Apella Beach auf Karpathos als einer der atemraubendsten Strände der gesamten Mittelmeerregion.

Doch Karpathos hat noch eine andere, aufregendere Seite: aufgrund der ausserordentlich günstigen Windverhältnisse der Insel ist sie zu einem begehrten Reiseziel für Surfer geworden. Besonders im Süden der Insel werden zum Teil Windstärken von bis zu 9 Bfs erreicht – ein Traum für jeden, der sich gerne aufs Brett schwingt. Jedes Jahr im August wird in der „Devil’s Bay“ eine Speed-Windsurfing Meisterschaft durchgeführt, die sich in den letzten Jahren zu „dem“ Ereignis des Jahres entwickelt hat und Surfer aus aller Welt anzieht.





Apella Beach auf Karpathos (Bild: ufoncz, Wikimedia, CC)

Apella Beach auf Karpathos (Bild: ufoncz, Wikimedia, CC)

Leros – Juwel der Dodekanes

Die relativ kleine Insel Leros beweist, dass man nicht erst in die Südsee reisen muss, um Strände wie auf Postkarten zu finden. Ihre Hauptstadt Agia Marina erstreckt sich vom Meer bis hinauf auf den Hügel, wo sich eine alte byzantinische Burg befindet, von der man einen einzigartigen Ausblick auf die Ägäis hat.

Ungefähr drei Kilometer südlich der Hauptstadt liegt der Hafen Laki, der nicht nur Ausgangspunkt für zahlreiche Segeltouren, sondern auch der Puls der Insel ist. Hier kann man wahrscheinlich das beste Seafood der gesamten Dodekanes-Inseln verspeisen, während man direkt am Wasser in einer der zahlreichen charmanten Fischertavernen sitzt.

Windmühlen auf der Insel Leros (Bild: Orf3us, Wikimedia, CC)

Windmühlen auf der Insel Leros (Bild: Orf3us, Wikimedia, CC)

Patmos – das Kletterparadies

Auf der Insel Patmos gibt es relativ wenig grünen Bewuchs, aber dafür zahlreiche bizarre Felsformationen. Die schroffen Steilfelsen laden ein zu abenteuerlichen Kletterpartien – teilweise direkt über dem Wasser. Allerdings sollte man niemals auf die Idee kommen, eine Klettertour alleine zu planen oder willkürlich durchzuführen. Es gibt zahlreiche Anbieter und Tourguides, die die besten (und sichersten) Strecken kennen, um sich richtig auszupowern.

Patmos hat den Beinamen „Jerusalem der Ägäis“ und auch heute noch kann man hier zahlreiche Klosterstätten und Kirchen wie zum Beispiel das Moni Agios Ioannis Theologos oder Panagia tou Geraniou besichtigen. Früher wurde die Insel aufgrund ihres kargen Bewuchses als Verbannungsort genutzt – heute kann man sich hier entspannen und die Seele baumeln lassen.

Festung Chora auf Patmos (Bild: Chris Vlachos, Wikimedia, CC)

Festung Chora auf Patmos (Bild: Chris Vlachos, Wikimedia, CC)

Inselhopping auf den Dodekanes

Bei knapp 200 Inseln gibt es auf den Dodekanes unendlich viel zu entdecken. Das haben auch die Reiseagenturen bemerkt und bieten mittlerweile umfangreiche Inselhopping-Touren an, bei der sowohl die drei grossen Inseln Rhodos, Kos und Karpathos angefahren werden als auch viele der kleinen, wie zum Beispiel Lipsi, Nisiros oder Simi. Doch sosehr sich die Inseln auch voneinander unterscheiden mögen, eines ist ihnen allen gemein: die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Griechen.



 

Oberstes Bild: Livadi- Strand auf der Insel Patmos (Bild: Rowan, Wikimedia, CC)

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  1. Samos – Sonneninsel in der Ägäis › reiseziele.ch

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