Einkaufstrip nach Essen in Nordrhein-Westfalen

Einkaufstrip nach Essen in Nordrhein-Westfalen

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Irgendwie kam das Gespräch bei einer Familienfeier daheim auf das Thema Einkaufen und dabei erwähnte eine entfernte Verwandte vom Niederrhein, wie günstig doch die Geschäfte der so genannten Ruhrmetropole Essen seien. Ein längeres Wochenende mit einem arbeitsfreien Freitag in der Vorwoche stand ins Haus und mich juckte die Reiselust.

Sehr schnell gelang es mir auch meine Frau für das Vorhaben zu begeistern. Das passende Hotel war ebenfalls schnell gefunden. Der ehrwürdige Handelshof am südlichen Eingang zum Fussgängerbereich der Innenstadt wurde von der Mövenpick Gruppe bewirtschaftet. Das versprach etwas Schweizer Qualität bei der Unterkunft und Verpflegung für uns. Ein Flug von Zürich nach Düsseldorf konnte preiswert Online gebucht werden und für diese Städtereise nahmen wir nur das Nötigste in zwei Carry-On Gepäckstücken mit. Drei Tage und zwei Nächte sind nicht viel für einen Trip, aber wir sollten recht positiv überrascht werden.

Frühmorgens am Freitag hoben wir in Kloten ab, der 80-minütige Direktflug war bis auf die herrliche Sicht auf das Nachbarland von oben ohne besondere Vorkommnisse. Ein überschaubar grosser Airport im modernen Stil erwartete und am Ankunftsort. Düsseldorf ist die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen und liegt am Rhein.

Diesem mächtig werdenden Fluss folgten wir grob von Süden nach Norden, bis zu seiner Mündung bei Holland in die Nordsee ist es aber noch einige Hundert Kilometer weiter. Die Anflugschleife auf Düsseldorf zeigte uns aus geringer Höhe die Dächer der adrett wirkenden Stadt, wir waren auch etwas erstaunt über das viele Grün der Stadt und des direkten Umlandes.

Eine praktische S-Bahn Linie dient hier als Zubringer für die Städte der Umgebung. Die Tickets dafür waren preisgünstig und der Regionalzug wirklich schnell. Der vorläufige Endpunkt unserer Fahrt war der Essener Hauptbahnhof, dieser lag direkt gegenüber dem Hotel. Die Fahrt selbst dauerte nur rund eine halbe Stunde, der Essener Bahnhof begeisterte uns mit seiner guten Ausschilderung.

Hauptbahnhof von Essen (Bild: Wiki05, Wikimedia, CC)

Hauptbahnhof von Essen (Bild: Wiki05, Wikimedia, CC)

Am Infokiosk gab uns eine sehr freundliche Dame die erbetene Auskunft nach dem Handelshof. Der Standort war denkbar nah und konnte überirdisch über einen beampelten Fussgängerüberweg, aber auch im Souterrain mit der Hilfe moderner Rolltreppen erfolgen. Das historische Gebäude dominierte die Kulisse hier. Passend zu unserem Vorhaben begrüsste uns in grossen Lettern der Slogan “Essen – Die Einkaufstadt” auf dem Dach des Handelshofes.

Das Zimmer war schnell bezogen und wir machten uns etwas frisch, bevor das Einkaufsmarathon für und startete. Die Fussgängerzone der Innenstadt begann praktischerweise direkt neben dem Hotel und die Geschäfte, Boutiquen und Cafes liegen hier beidseitig der breiten Kettwiger Strasse, der Flaniermeile der Essener. Schaufensterbummeln macht hier in verkehrsfreier Zone richtig Spass, uns half der von der Rezeption überreichte Stadtplan bei der Orientierung.

In der Folge erhielt meine Frau eine fachkompetente Modeberatung und die Shoppingtüten füllten sich zusehends mit geschmackvoller Mode zu akzeptablen Preisen. Am Porscheplatz bot sich uns dann eine Gelegenheit zum Verschnaufen und die Zeit für eine schmackhafte Steakmahlzeit. Die schiere Auswahl in dieser Stadt ist schon atemberaubend und das bezieht sich auf den gesamten Bekleidungs- und Konsumgüterbereich.

In der Innenstadt von Essen (Bild: Ticketautomat, Wikimedia, CC)

In der Innenstadt von Essen (Bild: Ticketautomat, Wikimedia, CC)

Besonders interessant erschien uns das hiesige Preisgefüge, gerade bei Markenbekleidung, Schuhen und Sportausrüstung bekannter Anbieter waren ausgezeichnete Preise an der Ware oftmals erheblich günstiger. Ein neuer Squashschläger kostete hier nicht nur weitaus weniger, es gab auch noch gratis eine tolle Sporttasche mit dazu. Wir kauften reichlich und letztendlich auch einen Rollkoffer, damit wir die Schätze auch mit nach Hause nehmen konnten. Von 20 kg Freigepäck stand etwas in unseren Tickets und es sah nicht danach aus, als würden wir viel davon auf dem Rückflug am Sonntag verschenken.

Etwas abgekämpft erreichten wir in den Abendstunden dann wieder unser Hotel. So ausgiebig geshoppt hatten wir noch niemals. Nach einem Nachtessen im Mövenpick Handelshof Restaurant gingen wir erst noch einmal auf das Zimmer und begutachteten unsere Einkaufsbeute. Das gesteckte Budget war natürlich bereits überzogen, aber dafür hatten wir ja auch sehr viel eingespart. Jimmy’s Pub & Bar im Hause war berühmt für seine außergewöhnliche Whiskyauswahl, hier feierten wir unseren Erfolgseinkauf etwas vor dem Zubettgehen. Die Betten hier waren übrigens sehr bequem und die dreieinhalb Meter hohen Räume in diesem herrschaftlichen Hotel addierten noch etwas zusätzliches Flair.

Komplett von Kopf bis Fuss in neu erworbener Bekleidung gedresst, begaben wir uns am Samstag dann noch einmal in die Fussgängerzone. Ein paar Tragespuren an den neuen Artikeln waren sicherlich förderlich, nicht bei der Einreise daheim zolltechnisch belangt zu werden. Kulturell hat Essen auch viel zu bieten, wir entschieden uns am Nachmittag nach noch etwas Einkaufsmarathon spontan für einen abendlichen Besuch der Essener Philharmonie.

Museum Folkwang, Essen (Bild: Raimond Spekking, Wikimedia, CC)

Museum Folkwang, Essen (Bild: Raimond Spekking, Wikimedia, CC)

Eine wirklich beeindruckende Stadt mit einem sagenhaft vielfältigen Angebot und kein bisschen Schmutz oder Russ in der Luft, was ein Besucher im Herzen der dichtbesiedeltsten Industriezone Europas vielleicht erwartet hätten. Am Abschiedstag von Essen gönnten wir uns noch einen Besuch des Museums Folkwang, einem der wohl renommiertesten Kunstmuseen von Deutschland.

 

Oberstes Bild: Hotel Handelshof in Essen (Bild: Baikonur, Wikimedia, CC)

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