Flughafen Zürich AG: Umsatz 2016 erstmals über Milliardengrenze

06.03.2017 |  Von  |  News
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Die Flughafen Zürich AG präsentiert für das vergangene Jahr ein erfreuliches Geschäftsergebnis. Die Flughafenbetreiberin erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Gewinn von 248,0 Millionen Franken.

Die Passagierzahlen haben sich einmal mehr positiv entwickelt und einen neuen Rekordwert erreicht. Erstmals sind über 27 Millionen Menschen über den grössten Schweizer Flughafen gereist. Sowohl die Erträge im Fluggeschäft als auch diejenigen im Nichtfluggeschäft sind im Berichtsjahr gestiegen.

Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung vom 20. April 2017 nebst einer leicht höheren ordentlichen Dividende wie schon im vergangenen Jahr eine Zusatzdividende aus den Kapitaleinlagereserven beantragen.

Verkehrsaufkommen

Im Jahr 2016 haben insgesamt 27‘666‘428 Passagiere den Flughafen Zürich benutzt. Die Zahl der Lokalpassagiere nahm um 6,5 Prozent auf 20,0 Millionen zu. Demgegenüber stieg die Zahl der Umsteigepassagiere um 2,3 Prozent auf 7,6 Millionen.

Der Transferanteil reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr erneut, und zwar von 28,5 Prozent auf 27,6 Prozent. Die durchschnittliche Anzahl Passagiere pro Flug erhöhte sich von 113,7 auf 117,2. Während sich das Sitzplatzangebot von und nach Zürich um 6,6 Prozent erhöhte, sank die Auslastung der Flugzeuge im Jahr 2016 um einen Prozentpunkt auf 75,8 Prozent.

Insgesamt erfolgten im abgelaufenen Geschäftsjahr 269‘160 Flugbewegungen, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von 1,5 Prozent entspricht.

Umsatz

Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die Erträge um 2,4 Prozent von 989,0 Millionen Franken auf 1‘012,8 Millionen Franken. Sie kletterten damit erstmals in der Geschichte der Unternehmung auf über eine Milliarde Franken. Von den Gesamterträgen entfallen rund 61 Prozent oder 620,4 Millionen Franken (plus 3,9 Prozent) auf das Fluggeschäft.

Im Nicht-Fluggeschäft konnten die Kommerzerträge in einem anspruchsvollen Umfeld gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Rückläufig waren hingegen die Consultingerträge, da zwei Beratungsmandate in Indien und Kasachstan ausgelaufen sind. Insgesamt resultierte ein Ertragsplus um 0,2 Prozent auf 392,4 Millionen Franken.

Betriebskosten und Sondereffekte

Wie bereits im Vorjahr sind die Betriebskosten von Sondereffekten beeinflusst. Dazu zählt im Berichtszeitraum der Erhalt der zusätzlichen Kaufpreiszahlung für das Grundstück «The Circle» über 7,3 Millionen Franken. Diese wurde mit Auslösung der zweiten Etappe des Projekts fällig. Hinzu kommt eine Abschlagszahlung aus der Konkursmasse der Swissair in Höhe von 3,5 Millionen Franken.

Unter Ausklammerung dieser Sondereffekte belaufen sich die Betriebskosten auf 444,7 Millionen Franken. Trotz des um 5,3 Prozent höheren Passagieraufkommens entspricht dies lediglich einer Steigerung um 0,7 Prozent gegenüber der bereinigten Vorjahresbasis.

EBITDA

Das bereinigte Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) beträgt 568,1 Millionen Franken und liegt damit 3,8 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Die bereinigte EBITDA-Marge lag somit im Berichtsjahr bei 56,1 Prozent (Vorjahr: 55,4 Prozent).

Abschreibungen und Amortisationen

Die Abschreibungen und Amortisationen sind im Vergleich zum Vorjahr auf 241,5 Millionen Franken gestiegen (Vorjahr: 228,2 Millionen Franken).

EBIT

Das bereinigte Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg von 319,3 Millionen Franken im Vorjahr auf 326,6 Millionen Franken (plus 2,3 Prozent).

Gewinn

Der Konzerngewinn beläuft sich auf 248,0 Millionen Franken. Unter Ausklammerung der Sondereffekte resultiert ein Ergebnis von 239,5 Millionen Franken, was einer Steigerung von 11,2 Prozent gegenüber der bereinigten Vorjahresbasis entspricht.

Investitionen

Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von 220,7 Millionen Franken getätigt (Vorjahr: 199,7 Millionen Franken). Die grössten Investitionen entfallen dabei auf «The Circle» (46,6 Millionen Franken), die Aufwertung des Terminals 2 (36,7 Millionen Franken), die Erweiterung des Parkingangebots (33,5 Millionen Franken) sowie die Neugestaltung der Vorfahrten auf der Ankunfts- und der Abflugebene (15,2 Millionen Franken).

Ausblick

Die Flughafen Zürich AG geht für das laufende Geschäftsjahr von einem Passagierwachstum von rund 4 Prozent aus, dies bei einer leicht höheren Anzahl Flugbewegungen als 2016.

Unter Ausklammerung der Sondereffekte in den Geschäftsjahren 2016 und 2017 wird das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) voraussichtlich im Rahmen des Vorjahreswertes und der Gewinn einschliesslich Lärmeinflüsse voraussichtlich leicht über dem Vorjahreswert liegen.

Änderungen im Verwaltungsrat

Kaspar Schiller (69), der dem Verwaltungsrat der Flughafen Zürich AG seit 2004 angehört, erreicht dieses Jahr die festgesetzte Altersgrenze für Verwaltungsräte der Flughafenbetreiberin und scheidet deshalb aus dem Verwaltungsrat aus. Ulrik Svensson (55), der dem Verwaltungsrat seit 2008 angehört, schied Ende 2016 aus dem Gremium aus. Er wurde auf Anfang 2017 als Finanzchef in den Vorstand der Deutschen Lufthansa AG berufen.

Der Verwaltungsrat dankt Kaspar Schiller und Ulrik Svensson herzlich für ihren langjährigen, engagierten Einsatz für den Flughafen Zürich.

Wie bereits Anfang Februar 2017 kommuniziert, wird der Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 20. April 2017 Josef Felder und Stephan Gemkow als neue Mitglieder des Verwaltungsrates zur Wahl vorschlagen. Sowohl Felder als auch Gemkow sind profunde Kenner der Luftfahrt.

Gewinnverwendung

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 20. April 2017 eine ordentliche Dividende von 3,20 Franken pro Aktie sowie eine Zusatzdividende aus den Kapitaleinlagereserven in Höhe von 3,20 Franken pro Aktie.

 

Quelle: Flughafen Zürich AG
Artikelbild: © Lunghammer – shutterstock.com

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