Gstaad verabschiedet touristische Destinationsstrategie 2020

26.08.2016 |  Von  |  News, Schweiz
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Gstaad verabschiedet touristische Destinationsstrategie 2020
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Am 24. August 2016 ist die touristische Destinationsstrategie 2020 Gstaad verabschiedet worden. Damit geht auch ein rund zwei Jahre währender Abstimmungsprozess mit allen Anspruchsgruppen der Region zu Ende.

Die Destinationsstrategie wurde öffentlich vorgestellt und erklärt. Sie enthält die strategischen Ziele für die nächsten Jahre, zu denen sich alle Anspruchsgruppen der Region bekennen.

„Sie ist dann gut, wenn sie auf einen Bierdeckel passt“, erklärte Tourismusdirektor Martin Bachofner eine These, die in einer der zahlreichen Arbeitssitzungen zu diesem Werk aufgestellt wurden. Das Strategie-Gebäude steht nun also und es hat tatsächlich den Anspruch erfüllt, auf einem Bierdeckel Platz zu finden. Dieser Bierdeckel wurde am Mittwoch an das interessierte Publikum verteilt und erklärt.

Ganzjahresdestination Gstaad

Der Bierdeckel symbolisiert das Strategie-Gebäude, das die Basis und Leitplanken für die künftige Entwicklung im touristischen Umfeld darstellt. Darin festgehalten ist die Vision, dass Gstaad eine Ganzjahresdestination ist.

Sie steht für höchste Qualität, Genuss und für Naturerlebnisse und ist schweizweit die am klarsten positionierte Destination in der Erlebniswelt alpiner Echtheit. Durch sinnvolle, wertschöpfungsstarke Kooperationen mit internen und externen Partnern und durch marktgerechte Produkte profitieren alle Leistungsträger von einem erfolgreichen Tourismus. Das individuelle Aufenthaltserlebnis steht dabei im Vordergrund.

Alpine Echtheit und Einzigartigkeit der Region

Die zentralen Werte, an denen sich das künftige Handeln ausrichtet, sind die alpine Echtheit und die Einzigartigkeit der Region. Die Bereiche Genuss, Kulturlandschaft, Ortsbild sowie Meeting/ Socializing, Networking richten sich an Begriffen wie naturnah, aktiv geniessen und Erholung, natürliche Werte und Traditionen aus.

Bei allen Bemühungen steht jeweils das Gästebedürfnis im Vordergrund. Gstaad baut dabei auf Kernkompetenzen wie Professionalität, Gastfreundschaft und Diskretion.


Präsentation Destinationsstrategie (Bilder: Gstaad Saanenland Tourismus)


Marke geniesst weltweit hohes Ansehen

Die geschützte Wort- und Bild-Marke Gstaad und ihr Slogan „Come up, slow down“ geniessen weltweit hohes Ansehen. Von diesem Prestigewert wollen zahlreiche Geschäftsideen profitieren.

Nur wenn die Kriterien zum Gebrauch der Marke eingehalten werden, kann dieser Prestigewert erhalten bleiben. Der Schutz der damit verbundenen Werte ist ein weiterer zentraler Handlungsansatz.

Vier Produktelinien

Unter den 4 Schwerpunkt-Produktlinien Berg-Erlebnis weiss, Berg-Erlebnis grün, Lifestyle/Reputation und Touring bündeln sich sämtliche Aktivitäten und Kooperationen mit regionalen und internationalen Partnern.

An diesen vier Blöcken orientiert sich speziell auch die Gstaad Marketing GmbH, die ab 1. November 2016 die Marketingaufgaben von Gstaad Saanenland Tourismus und der Bergbahnen Destination Gstaad AG übernimmt.

  • Berg-Erlebnis weiss – Produkte-Beispiele: Skifahren, Snowboarden, Winterwandern, Schlitteln, Schneeschuhwandern, Langlaufen, nordisch Touren, Eissport (Curling, Eis), Winterbiken, Winter-Fahrtrainings,
  • Berg-Erlebnis grün – Produkte-Beispiele Wandern, Klettern und weitere Bergerlebnisse, Rennrad, Mountainbike (genussvoll orientierte Flow Trails), E-Bike, Cross Country Bike, Agroprodukte (Käseproduktion), Ausflugsgast auf Bergen. Hier lautet das Credo: Der Fokus als „Ganzjahresdestination“ ist weiterzuentwickeln.
  • Lifestyle / Reputation – Produkte-Beispiele: Kultur (die schönen Künste, Alpfeste, Tradition/Handwerk), Events (Gstaad Menuhin Festival, Country Night Gstaad, Tennis, Beach Volley, Sommets Musicaux, Polo, Snow Bike Fesival) sowie die hochstehende Gastronomie
  • Touring – Produkte-Beispiele : Erlebnisse entlang des durch die Destination Gstaad führenden Streckenabschnitts der Grand Tour of Switzerland von Schweiz Tourismus, Erlebnisse mit dem Golden Pass oder auf einer Bollywood-Tour

„Grosse Errungenschaft“

 Dass es gelungen ist, einen umfassenden Konsens über alle Anspruchsgruppen hinweg herzustellen, wertet David Matti, Vorsitzender des verantwortlichen Steuerungsausschusses und Präsident von Gstaad Saanenland Tourismus, „als eine grosse Errungenschaft“.

„Diese Einigung auf den gemeinsamen Nenner ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft der gesamten Feriendestination Gstaad und aller, die in deren touristischen Umfeld ihre Einkünfte generieren“, erklärt Tourismusdirektor Martin Bachofner, der ebenfalls im Steuerungsausschuss mitgearbeitet hat.

Jährliche Kontrollen sind Teil des Konzepts

Das gemeinsame Bekenntnis vom 24. August verpflichtet die Partner vor allem mit Blick auf die Umsetzung, bis zum Jahr 2020 ihren Teil zu leisten. Die Strategievorgaben sollen beispielsweise in die Jahresziele der Hauptakteure übernommen werden.

Die Partner stimmen jährlichen Strategie-Reviews mit Soll-Ist-Vergleich, Prämissenkontrollen und Abweichungsanalysen zu, aus denen sich wiederum neue Massnahmen ableiten. Der erste Review-Termin ist für September 2017 vorgesehen. Ab dem Jahr 2020 soll die Weiterentwicklung interner und externer Organisationsmodelle auf den Prüfstand gestellt werden.

Die Unterzeichner

Die folgenden touristischen Leistungsträger/Anspruchsgruppen haben an der Erarbeitung mitgewirkt und das Bekenntnis dazu auf der Urkunde dokumentiert:

  • Gstaad Saanenland Tourismus
  • Bergbahnen Destination Gstaad AG
  • Die 4 Gemeinden Saanen, Lauenen, Gsteig, Zweisimmen
  • Hoteliers / Gastgeber (Hotelierverein Gstaad Saanenland)
  • Schneesportlehrer / Guides
  • Landwirtschaftliche Vereinigung Saanenland
  • Gewerbeverein Gstaad Saanenland
  • Verein Gstaad 2020+
  • Gstaad Marketing GmbH
    • zentrale touristische Vermarktungs-Organisation der Destination.
    • Bündelt Marketing von GST und BDG
    • Ab 1. November 2016 operativ tätig.

Die Unterzeichner der Urkunde (Bilder: Gstaad Saanenland Tourismus)


 

Artikel von: Gstaad Saanenland Tourismus
Artikelbild: Podiumsgespräch (von links): David Matti, Vorsitzender Steuerungsausschuss und Präsident GST; Albert Bach, Gemeindepräsident Saanen; Daniel Fischer, Berater Steuerungsausschuss; Moderator Thomas Frei; Willi Bach, Vertreter der Landwirtschaft in der Arbeitsgruppe; Heinz Brand, Verwaltungsratspräsident Bergbahnen Destination Gstaad AG. (© Gstaad Saanenland Tourismus)

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