Jemen – sehr arabisch und faszinierend orientalisch

05.06.2014 |  Von  |  Alle Länder, Mittlerer Osten
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Jemen – sehr arabisch und faszinierend orientalisch
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Der Jemen gehört zu Vorderasien, liegt südlich von Saudi-Arabien und westlich von Oman. Bis auf das Festland nach Afrika (Dschibuti) sind es über das Rote Meer gerade einmal 27 Kilometer. Aufgrund seiner südlichen Lage auf der Arabischen Halbinsel hat der Jemen eine Küstenlänge von 2400 Kilometern.

Kaum ein Land ist so arabisch und orientalisch geprägt wie der Jemen. Wüste und Tropen, alte historische Städte mit einer beeindruckenden Architektur und der Duft der Basare üben auf uns Europäer eine faszinierende Wirkung aus.



Die Hauptstadt Sanaa – UNESCO-Weltkulturerbe

Die rund 2200 Meter über dem Meeresspiegel liegende Stadt Sanaa befindet sich etwa 150 Kilometer östlich vom Roten Meer und ist die Hauptstadt des Jemen. 1988 wurde die Stadt zum Weltkulturerbe erklärt. Besondere Berühmtheit erlangte der Jemen aufgrund der einzigartigen Architektur seiner Turmhäuser, die eng aneinandergebaut, bis zu acht Stockwerke hoch und besonders aufwendig verziert sind.

In der Altstadt gibt es einen riesigen Basar, der allerlei Waren feilbietet. Hierzu gehören unter anderem Gold– und Silberschmuck, Stoffe, Teppiche und Lederwaren. Die Architektur, mit Stoff überdachte Basare und Männer mit traditionellen Krummdolchen versprühen den Charme von Tausendundeiner Nacht.

Zwischen Küste und Tropen

Während das Landesinnere von Savannen und Halbwüsten beherrscht wird, zeigen die Küstengebiete ein ganz anderes Gesicht. Besonders am Roten Meer hat die afrikanische Kultur auch bei den Küstenbewohnern des Jemen Einzug gehalten. Sie leben hier hauptsächlich von den Gaben des Roten Meeres. Zu den grössten Fischfängen zählen Thunfische und Sardinen. In den Hafenstädten können Sie allerlei regionale, orientalische Fischspezialitäten geniessen.

Bergdorf Haraz, Jemen (Bild: Rod Waddington, Wikimedia, CC)

Orientalisches Bergdorf Haraz, Jemen (Bild: Rod Waddington, Wikimedia, CC)




Die Stadt im Krater

Die zweitgrösste Stadt des Landes ist die Hafenstadt Aden. Sie liegt an der Südküste des Jemen, etwa 200 Kilometer von der Meerenge zum Roten Meer entfernt. Besonders sehenswert ist der älteste Teil der Stadt, der in einem Krater eines erloschenen Vulkans angelegt wurde. In den Fels wurden mehrere Zisternen gebaut, die mit unterirdischen Rohrsystemen verbunden sind und als Wasserspeicher der Stadt dienen. Eine Besichtigung dieses aussergewöhnlichen Stadtteils in einem Vulkankrater sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

Die biblische Stadt Marib

Die geschichtsträchtige Stadt gibt es schon seit dem dritten Jahrtausend vor Christus. Hier sollen schon zu Zeiten von Königin Saba bis zu 50’000 Menschen gelebt haben. Die weltweit älteste Handelsroute, die Weihrauchstrasse, brachte der Stadt Reichtum, Wohlstand und Ansehen. Marib war in der Antike stark befestigt und trotzte sogar der römischen Belagerung. Grosse Paläste, blühende Gärten und Tempel prägten das Stadtbild. Heute kann man das UNESCO-Welterbe in archäologischen Ausgrabungen erkunden und so eine Vorstellung vom Leben in der damaligen Zeit bekommen.



Es gibt eine Menge besonderer Orte im Jemen. Gleich mehrere davon liegen in der fruchtbaren Landschaft Hadramaut. Diese stark landwirtschaftlich genutzte Fläche im Osten der Südküste beherbergt die Städte Sayyun, Shibam und Tarim. Die sehenswerten Städte locken mit ihren historischen Bauten, die trotz ihres hohen Alters von mehreren Hundert Jahren bis zu 30 Meter hoch emporragen.

Der Ort Sadah ist vor allem für religiös-kulturelle Bauten bekannt. Hier steht eine der grössten Moscheen des Landes. Einen grossen bewässerten Park finden Sie in At Tawilah. Der von Briten angelegte Park beherbergt 17 Staubecken, die heute nur noch der Parkbewässerung dienen.

Flora und Fauna im Jemen

Hört man von der orientalisch Arabischen Halbinsel, wird sie sofort mit Wüste in Verbindung gebracht. Doch eine reine Wüste gibt es nur im Osten des Landes. Neben Mangrovengebieten und Akazienwäldern sind auch Duftsträucher wie Weihrauch, Myrrhe und Balsam sehr weit verbreitet. Die Tierwelt wird aufgrund des trockenen Klimas in erster Linie von Reptilienarten wie Waranen, Schlangen, Agamen und Chamäleons dominiert. Zu den typischen Säugetieren zählen Leoparden und Hyänen, Nubischer Steinbock und die Oryxantilope.



 

Oberstes Bild: Sonnenuntergan in Sana’a, Jemen (© Rod Waddington, Wikimedia, CC)

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