Kaschmir – unbekanntes und geheimnisvolles Indien

28.07.2014 |  Von  |  Alle Länder, Asien
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Kaschmir – unbekanntes und geheimnisvolles Indien
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Schon der Name des einstigen indischen Fürstenstaates deutet auf Geheimnisvolles, Unbekanntes und Exotisches hin, ohne dies genau definieren zu können. Was wir heute eher mit Kaschmir in Zusammenhang bringen, ist die edle Schafwolle und der seit Jahrzehnten andauernde, teils blutige Konflikt um die uralte historische Region, die sich in den Berglagen des Himalaya ausdehnt.

Wenn in Asien von Regionen gesprochen wird, handelt es sich gewöhnlich um Landesteile, die deutlich grösser sind als jene in Europa. Dies gilt selbstverständlich auch für die Region Kaschmir, die mit ihren 220’000 km² etwas kleiner ist als Rumänien, etwas grösser als Weissrussland und genauso gross wie Portugal, Ungarn und die Schweiz zusammen. Wegen ihrer Grösse und der strategisch besonderen Lage ringen seit geraumer Zeit gleich drei Länder um Kaschmir. Indien, Pakistan und die Volksrepublik China wollen in Kaschmir das Sagen haben. Warum dieser Streit derart ausgeprägt ist, weiss eigentlich niemand ganz genau. Zu Zeiten der Fürsten waren die Besitzansprüche ganz klar geregelt. Erst mit der Unabhängigkeit Indiens im Jahr 1948 entwickelte sich ein Konflikt um die Vorherrschaft in Kaschmir.



Seit jeher wurde Kaschmir durch seine Schafwolle bekannt. (Bild: William Simpson, Wikimedia)

Seit jeher wurde Kaschmir durch seine Schafwolle bekannt. (Bild: William Simpson, Wikimedia)

Kaschmir an der Seidenstrasse

Kaschmir war und bleibt ein Schmelztiegel vieler Kulturen und Völker. Das ist vor allem auf die Lage an der einstigen Seidenstrasse zurückzuführen, auf der für lange Zeit Händler aus aller Herren Länder Waren von Ost nach West und umgekehrt transportierten. Kaschmir war Kreuzungspunkt verschiedener Karawanenstrassen, die – aus Vorder-, Zentral- und Südasien kommend – in Kaschmir aufeinander trafen. Schon damals und glücklicherweise auch heute noch lebten und leben auf dem riesigen gebirgigen Gebiet Buddhisten, Hindus und Anhänger vieler weiterer religiöser Gruppen einträchtig zusammen. Es wurde teilweise recht üppiger Handel betrieben und gelebt.



Heute scheint der Konflikt um Kaschmir vorerst erloschen zu sein. Und das hat auch immer mehr Besucher in den vergangenen Jahren dazu ermutigt, die einst verbotene Zone zu besuchen. Offiziellen Angaben zufolge waren es allein im Jahr 2013 über 1,2 Millionen Gäste. Doch damit wollen sich die Verantwortlichen nicht zufrieden geben. Sie locken auf internationalen Tourismusmessen mit einem interessanten und faszinierenden Land, das bislang nur wenige ausländische Besucher betreten haben.





Unterwegs in Kaschmir (Bild: Steve Evans, Wikimedia CC)

Unterwegs in Kaschmir (Bild: Steve Evans, Wikimedia CC)

Kaschmir entdecken

Kaschmir unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom Rest Indiens. Es ist weniger heiss, dazu kommt ein mitunter sattes landschaftliches Grün. Die Menschen sind lebensfroh und freundlich. Auch wenn immer noch Armut herrscht, ist der Unrat im Land deutlich zurückgegangen. Der erste Eindruck von Kaschmir hat sich somit deutlich verbessert. Bestes Beispiel ist die Hauptstadt Srinagar, die sich am Dal See und am Jhelum Fluss ausdehnt. Entdecken Sie eine belebte, farbenfrohe Stadt, die vom Wasser und von einem stark bewaldeten Hügelland dominiert wird.





Der Nanga Parbat in Kaschmir ist mit 8125 m Höhe der neunthöchste Berg der Erde (Bild: Atif Gulzar, Wikimedia)

Der Nanga Parbat in Kaschmir ist mit 8125 m Höhe der neunthöchste Berg der Erde (Bild: Atif Gulzar, Wikimedia)

Wer von hier aus weiter nach Indien vordringt, möchte mit der Zeit gern wieder zurück. In Srinagar leben Sie genau genommen auf dem Wasser. Deiche, Brücken und schwimmende Gärten verbinden die drei Seen. Sie können sich in einem schwimmenden Hotel einmieten und von dort aus dem Treiben auf den Wasserwegen zuschauen. Der grösste Teil der Bevölkerung lebt in mehr oder weniger stabil aussehenden Hausbooten in direktem Kontakt mit dem Wasser.

Trekking in Kaschmir

Vor allem die Abenteurer unter Ihnen, für die Trekking das Grösste ist, kommen in Kaschmir voll auf ihre Kosten. Trekking in die hohen Bergregionen, ohne dabei gleich Gipfelstürmer-Qualitäten aufweisen zu müssen, gehört zu den wichtigsten Bestandteilen des lokalen Tourismusangebots. Wandern Sie zu den Klosterburgen Ladakhs hinauf, die Sie über den Zoji-Pass mit Blick auf die gigantischen schneebedeckten Achttausender entdecken können. Am blau schimmernden Hochgebirgssee grasen die Kaschmir-Ziegen, die die sehr feine und weiche Naturfaser für die wohlig wärmende Edelwolle liefern, die Sie dort aus erster Hand kaufen können.



 

Oberstes Bild: Azad, Kaschmir (© Murtaza Mahmud, Wikimedia, CC)

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