Lanzarote – die Insel der Blumen und des Obstes

16.06.2014 |  Von  |  Afrika, Atlantik
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Lanzarote – die Insel der Blumen und des Obstes
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Lanzarote ist heute ein Paradies für Reisende aus aller Welt. Egal ob Sightseeing, Erholung oder sportliche Aktivitäten den Schwerpunkt einer Lanzarote-Reise bilden. Für jedes dieser Vorhaben findet sich auf der Kanarischen Insel ein reichhaltiges Angebot. Aber auch die Geschichte ist sehr interessant. Frühe Entdeckungen, Eroberungen, Piraten und Vulkanausbrüche, all das hängt untrennbar mit der schönen Insel im Atlantik zusammen.

Auf Lanzarote erleben Sie traditionelle Orte wie das Fischerdorf El Golfo, aber auch touristische Zentren wie die Stadt Playa Blanca. Dazwischen finden Sie insulare Topografie und viele Wandermöglichkeiten. An den zahlreichen Stränden können Sie baden, sich sonnen oder sich beim Wassersport austoben.



Die Entdeckung Lanzarotes

Die Entdeckung der Kanarischen Inseln und insbesondere die Lanzarotes ist den Phöniziern und antiken Griechen zuzuschreiben. Bereits um das Jahr 1100 vor Christus sollen die Phönizier die Atlantikinsel bereist haben. Einige Schriftsteller der Antike berichteten von einer Insel mit Blumen und Obst, welche ihren Duft im Wind des Atlantiks verströmen.

Lanzarotes spätere Wiederentdeckung

Es existieren archäologische Zeugnisse, welche die Anwesenheit der Römer auf Lanzarote im 1. Jahrhundert vor Christi Geburt belegen. Doch aufgrund des Niedergangs des Römischen Reiches geriet auch die Inselgruppe der Kanaren in Vergessenheit. Es dauerte wieder knapp 1000 Jahre, bis die Araber sie 999 erneut entdeckten. Von Lissabon aus startete schliesslich 1336 die Entdeckerflotte des Lancelotto Malocello, auch Lanzarote de Framqua genannt, welche eigentlich das damalige bekannte Ende der europäischen Welt ausfindig machen sollte. Auf dem Weg zum westafrikanischen Kap Bojador geriet die Flotte vom Weg ab und „entdeckte“ die Kanaren aufs Neue. Lancelotto Malocello liess sich schliesslich auf der heutigen Insel Lanzarote nieder.





Surfer an der Westküste von Lanzarote (Bild: Albrecht E. Arnold  / pixelio.de)

Surfer an der Westküste von Lanzarote (Bild: Albrecht E. Arnold / pixelio.de)

Wie die Kanaren europäisch wurden

Anfang des 15. Jahrhunderts reiste der französisch-normannische Adelige Jean de Béthencourt auf die Kanaren und verbündete sich zunächst mit den Einheimischen, vor allem mit dem König Guardafía. Er bot dem König und seinem Volk Schutz vor anderen europäischen Mächten und dem Menschenhandel an und bekam im Gegenzug die Erlaubnis, sich niederzulassen und eine Festung zu errichten. Jedoch wurden König Guardafía und sein Volk getäuscht. Béthencourt und seine Schergen unterwarfen die Inseln im Jahr 1404, allen voran Lanzarote.

Weitere historische Fakten

In den folgenden Jahrhunderten wurden die Einheimischen der Inseln versklavt, verkauft, christianisiert – oder alles zusammen. Die Kanaren zählten fortan zu Europa und gelangten in den 1430er-Jahren in den Besitz der spanischen Krone. Diese hatte auf den Inseln in den nächsten Jahrhunderten immer wieder mit Piraten zu tun, welche Angriff um Angriff versuchten, die Inseln ein- oder wenigstens auszunehmen. Im Laufe des 18. und auch noch im 19. Jahrhundert ging die grösste Gefahr von den Inselvulkanen aus, die mehrfach ausbrachen – insbesondere zwischen 1730 und 1736. Die in dieser Zeit entstandenen Vulkane „Montañas del Fuego“ (Feuerberge) bilden heute den 1974 eröffneten Nationalpark „Timanfaya“.

Feuerberge, Montañas del Fuego, im Nationalpark "Timanfaya" (Bild: Gernot Keller, Wikimedia, CC)

Feuerberge, Montañas del Fuego, im Nationalpark „Timanfaya“ (Bild: Gernot Keller, Wikimedia, CC)

Sehenswertes auf Lanzarote



Wie schon angedeutet, sind Natur und Topografie der Insel Lanzarote sehr sehenswert. Ein Besuch des Nationalparks „Timanfaya“ lohnt sich. Neben den runden Kratern der zahlreichen „Feuerberge“ finden Sie hier auch die einzigartige – wenn auch karge – Flora und Fauna der Region. Besuchen Sie unbedingt das Restaurant „El Diablo“, welches über einen Grill verfügt, der die Speisen mithilfe der Vulkanhitze zubereitet.

Grill im Timanfaya-Touristcenter beheizt mit der Hitze des Vulkans (Bild: KaHe, Wikimedia)

Grill im Timanfaya-Touristcenter beheizt mit der Hitze des Vulkans (Bild: KaHe, Wikimedia)

Ein ebenfalls natürliches und kulinarisches Spektakel ist ein Besuch in El Golfo, das im Südwesten der Insel liegt. Hier finden Sie zum einen den zur Hälfte im Ozean versunkenen Krater des Vulkans „Montaña de Golfo“ und zum anderen den Ort selbst, in dem es einige hervorragende Fischrestaurants gibt.



Ein grösserer Ort, der mit vielen Freizeitmöglichkeiten sowie anderen Einrichtungen, einem Strand und einem Jachthafen ausgestattet ist, ist Playa Blanca an der Südküste Lanzarotes. Am hiesigen Strand finden Sie eine schöne Promenade, auf der Sie flanieren und entspannen können. Geschäfte, Bars und Restaurants laden Sie zum Verweilen, Stöbern und Geniessen ein.

Östlich von Playa Blanca liegen die Papagayo-Strände, welche während der mittelalterlichen Eroberung der Insel von grosser Bedeutung waren. Insgesamt zählt das Gebiet östlich von Playa Blanca sieben Strände, jeder zwischen 100 und 400 Meter lang. An jedem dieser Strände können Sie im blauen Atlantik baden. Die Nachbarinseln Lanzarotes, Fuerteventura und Lobos, können Sie von diesen Stränden aus sehen.

Halb im Meer versunkener Krater El Golfo (Bild: Gernot Keller, Wikimedia, CC)

Halb im Meer versunkener Krater El Golfo (Bild: Gernot Keller, Wikimedia, CC)

Weitere Spektakel auf Lanzarote

Neben den bereits genannten Orten und Sehenswürdigkeiten erwartet Sie zum Beispiel auch der „Tropical Park“, ein Naturkundepark in der Nähe von Guinate im nördlichen Teil der Insel. Er umfasst eine Fläche von circa 4500 Quadratmetern. Hier finden Sie etwa 1300 Arten exotischer Tiere und Pflanzen.

Ebenfalls im Norden der Insel und in der gleichnamigen Gemeinde liegt Haría. Der Ort befindet sich im sogenannten „Tal der Tausend Palmen“. Neben den imposanten Palmengewächsen finden Sie hier auch die typische geradlinige Architektur der Region und die weiss getünchten Fassaden. Beides vereint sich auch in der Kirche „Iglesia de Nuestra Señora de la Encarnación“.



 

Oberstes Bild: Playa de Papagayo, Lanzarote (© Rebexho, Wikimedia, CC)

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