Malaysias grösster Meeresschutzpark eröffnet

25.07.2016 |  Von  |  News
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Malaysias grösster Meeresschutzpark eröffnet
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Ein Meilenstein für den Schutz der Meere: Am vergangenen Sonntag (24. Juli 2016) wurde in Kudat im malaysischen Bundesstaat Sabah gross gefeiert – Der Tun Mustapha Park ist eröffnet worden. Von Anfang an wurde die lokale Bevölkerung in die Planungen einbezogen; schliesslich handelt es sich um den grössten Meeresschutzpark in Malaysia. Seit Jahren hat der WWF das Projekt mitfinanziert und unterstützt.

Am Sonntag fanden in der Stadt Kudat im Bundestaat Sabah, Malaysia, die offiziellen Feierlichkeiten zur Eröffnung des neuen Meeresparks Tun Mustapha Park statt. An den Feierlichkeiten nahmen der Chefminister von Sabah, der Minister für Tourismus, Kultur und Umwelt, Vorsitzende der Parkbehörden und Vertreter des WWF Malaysias teil. Sabahs Regierung hatte den Park im Mai gegründet.


An der Nordspitze Borneos (Bundesstaat Sabah, Malaysia) liegt Malaysias grösstes Meeresschutzgebiet: der Tun Mustapha Park. (Bild: © WWF-Malaysia / Mazidi Abd Ghani)

An der Nordspitze Borneos (Bundesstaat Sabah, Malaysia) liegt Malaysias grösstes Meeresschutzgebiet: der Tun Mustapha Park. (Bild: © WWF-Malaysia / Mazidi Abd Ghani)


Die Gründung des Parks ist ein Meilenstein: Er ist der grösste Meerespark Malaysias. Er umfasst 50 Inseln und eines der weltweit vielfältigsten Ökosysteme mit Korallenriffen, Mangrovenwäldern, Seegrasgebieten und wichtigen Fischgründen. „Wir sind überzeugt, dass der Tun Mustapha Park nicht nur zur Ernährungssicherheit der 80’000 Inselbewohner beiträgt, sondern auch zu jener der 120 Millionen Menschen des gesamten Korallendreiecks“, sagt Dr. Dionysius S.K. Sharma, CEO des WWF Malaysia.


Aufforsten im Tun Mustapha Park: Mangroven stabilisieren Küsten, nehmen CO2 auf, dienen Meereslebewesen als Brutstätten und bieten Zuflucht. (Bild: © WWF Malaysia / MazidiAbdGhani)

Aufforsten im Tun Mustapha Park: Mangroven stabilisieren Küsten, nehmen CO2 auf, dienen Meereslebewesen als Brutstätten und bieten Zuflucht. (Bild: © WWF Malaysia / MazidiAbdGhani)


Seit dem Jahr 2003 hat der WWF die Vorarbeiten zum Park begleitet und tatkräftig unterstützt. „Besonders wichtig war uns, dass die lokale Bevölkerung von Beginn an in das Parkmanagement mit einbezogen wurde und noch immer ist. Das erhöht die Akzeptanz und gibt den Menschen neue Perspektiven“, erklärt Alice Eymard-Duvernay, zuständig für Internationale Projekte beim WWF Schweiz.


Damit die Menschen im Tun Mustapha Park auch morgen noch fischen können.(Bild: © WWF Malaysia / Mazidi Ghani)

Damit die Menschen im Tun Mustapha Park auch morgen noch fischen können.(Bild: © WWF Malaysia / Mazidi Ghani)


In mehreren Pilotprojekten wurden lokale Schutzgebiete aufgebaut, die von eigens dafür ausgebildeten lokalen Parkrangern kontrolliert werden. Ausserdem werden in den Dörfern alternative Einkommensquellen geschaffen. Damit wird der Druck auf die Fischressourcen reduziert und die lokale Bevölkerung hat eine solide Existenzgrundlage. „Bei dieser Parkgrösse ist es unabdingbar, dass der Schutzpark von allen Beteiligten getragen wird und sie seinen Gewinn erkennen“, sagt Eymard-Duvernay. Der WWF wird den Park auch in Zukunft weiter unterstützen und gegen allfällige Förderpläne von Öl und Gas verteidigen.


Sich paarende Suppenschildkröten (Chelonia mydas) in den flachen Korallengewässern, Sabah, Malaysia. (Bild: © Jürgen Freund / WWF)

Sich paarende Suppenschildkröten (Chelonia mydas) in den flachen Korallengewässern, Sabah, Malaysia. (Bild: © Jürgen Freund / WWF)


Tun Mustapha Park: Fakten und Zahlen

  • Grösster Meerespark Malaysias und einer der grössten im gesamten Korallendreieck.
  • Fläche: Knapp 1 Million Hektaren, was etwa einem Viertel der Fläche der Schweiz entspricht.
  • Geografische Lage: Vor der Küste der Nordspitze Borneos (Bundesstaat Sabah, Malaysia) im Korallendreieck.
  • Der Park ist Heimat für mehr als 250 Hartkorallen- und rund 360 Fischarten, für bedrohte Meeresschildkröten, Dugongs, Delfine, Walhaie, wichtige Primär- und Magrovenwälder und Seegraswiesen.
  • Beispiele von Pilotprojekten für alternative Einkommensquellen sind: Aufforstung von Mangrovenwäldern, Zucht von Seegurken, Unterbringung von Reisenden in einfachen Unterkünften oder die Herstellung von Flechthandwerkprodukten.

 

Artikel von: WWF Schweiz
Artikelbilder: © WWF-Malaysia-EricMadeja

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