Ohne Hektik, Stress und Übergepäck: 16 Tipps fürs richtige Kofferpacken

18.06.2015 |  Von  |  Allgemein
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Ohne Hektik, Stress und Übergepäck: 16 Tipps fürs richtige Kofferpacken
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Der Koffer geht nicht zu, die Blusen sind zerknittert und das Duschgel hat sich gleichmässig in der Unterwäsche verteilt – beim Kofferpacken kann man einiges falsch machen.

Damit man kleine Katastrophen und Frust vermeidet, gibt es praktische Tipps, die die Aktion Kofferpacken erleichtern. Schliesslich sollte weder das Packen noch das Ausräumen die Ferienlaune verderben. Dafür haben wir uns die entspannte Zeit einfach zu sehr verdient. Wie richtiges Kofferpacken funktioniert? Nichts leichter als das: Hier sind unsere 16 Tipps fürs richtige Kofferpacken.

1. Kofferpacken ohne Stress: frühzeitig beginnen

Mit einem gewissen Mass an Vorbereitung lassen sich einige Stressfallen schon im Vorhinein vermeiden. Der wichtigste Punkt ist dabei definitiv die Zeit. Ohne ein gutes Zeitmanagement ist das stressfreie Packen zum Scheitern verurteilt. Planen Sie deshalb genügend Zeit zum Kofferpacken ein. Wer alles auf den Abend vor der Abreise schiebt, tut sich selbst keinen Gefallen. Wenn einem dann einfällt, dass man etwas Wichtiges vergessen hat, halst man sich nur unnötige Probleme auf.

Beginnen Sie also ein paar Tage vor dem Abflug mit gewissen Vorarbeiten und Besorgungen. Waschen Sie Kleidung, die Sie mitnehmen wollen, und kümmern Sie sich um Dinge, die vor den Ferien erledigt werden müssen, wie zum Beispiel den Kühlschrank auszuräumen oder Nachbarn wegen Blumengiessen zu fragen.

2. Das Allerwichtigste: Papierkram

Schauen Sie unbedingt rechtzeitig nach, ob Ihre Papiere noch gültig sind, kümmern Sie sich um den Online-Check-in oder legen Sie Ihre Flugtickets bereit. Auf das panische Ticketsuchen kurz vor Abfahrt kann wirklich jeder verzichten. Notieren Sie sich ausserdem wichtige Telefonnummern und Adressen für den Notfall. Als nützlich kann sich eine Kopie des Ausweises oder Impfpasses erweisen. Speichern sie diese zum Beispiel online oder nehmen Sie den Ausdruck mit. Falls Sie wichtige Medikamente einnehmen, legen Sie auch diese auf den Stapel mit den wichtigsten Sachen.


Das Allerwichtigste bei den Reisevorbereitungen – die Reiseunterlagen.(Bild: nui7711 – shutterstock.com)

Das Allerwichtigste bei den Reisevorbereitungen – die Reiseunterlagen.(Bild: nui7711 – shutterstock.com)


3. Regenjacke oder Sommerkleid? Prüfen Sie die Wetterverhältnisse

Informieren Sie sich im Internet, wie das Wetter an Ihrer Destination werden soll. Klar, Sie wissen bereits, ob Sie mit sommerlichen oder winterlichen Temperaturen rechnen müssen oder ob an ihrem Ferienort gerade Regenzeit ist. Aber der Blick auf die Wettervorhersage kann dies noch etwas präzisieren. 30 °C und Sonne pur? Dann können Sie Ihre Regenjacke und den Wollpullover getrost zu Hause lassen. Mit den Wetterverhältnissen können Sie also die Kleidungsfrage deutlich vereinfachen und sich eine Menge an überflüssigem Ballast ersparen.

4. Aktivferien oder Wellnessoase?

Falls Sie es noch nicht wissen, überlegen Sie sich, was Sie in Ihren Ferien tun wollen. Wollen Sie aktiv werden und zum Beispiel wandern gehen oder die meiste Zeit des Tages am Strand verbringen? Ist am Abend ein Besuch in der Oper geplant oder entspannen Sie im Wellnesshotel? Ob Sie also Wanderschuhe, Taucherbrille oder Abendkleid einpacken, liegt an den Aktivitäten, die Sie unternehmen wollen. Es lohnt sich ausserdem, einen Blick auf die Internetseite des Hotels zu werfen und abzuklären, ob Bademäntel, Fön oder Duschgel zur Verfügung stehen. Auch damit können Sie Ihr Gepäck dezimieren.


Kofferpacken hängt vom Reiseziel, dortigen Wetterverhältnissen und der Art Ihres Urlaubs ab.  (Bild: Twin Design – shutterstock.com )

Kofferpacken hängt vom Reiseziel, dortigen Wetterverhältnissen und der Art Ihres Urlaubs ab. (Bild: Twin Design – shutterstock.com )


5. Zwischen Vergessen und Vollstopfen: Eine Packliste hilft

Wenn es jetzt um die konkreten Dinge geht, die Sie einpacken wollen, ist es ratsam, eine Packliste zu schreiben. Notieren Sie alle Dinge, die Sie einpacken möchten. Freizeitkleidung, Abendgarderobe, aber auch Hygieneartikel und Sonnencreme gehören auf diese Liste. Denken Sie auch an alle benötigten Ladegeräte und dazugehörigen Kabel.

Schauen Sie sich am Ende Ihre Liste noch einmal gründlich an. Haben Sie etwas vergessen oder Sachen aufgeschrieben, die sich auf den zweiten Blick doch als unnötig herausstellen? Streichen Sie alle Artikel, die Sie „für alle Fälle“ einpacken möchten. Falls Sie trotz vorausgesagtem Sonnenschein doch ein Regencape benötigen oder eine Flasche Haarshampoo nicht ausreicht, dann können Sie alles auch vor Ort nachkaufen.

Denn auch beim Kofferpacken gilt: „Weniger ist mehr.“ Vor allem bei Rundreisen, Wanderreisen oder Städtetrips rächt es sich, wenn man den Koffer zu voll packt. Das Schleppen schweren Gepäcks ist mühselig, vor allem wenn man im Nachhinein merkt, dass man auch mit der Hälfte der Sachen ausgekommen wäre.



6. Die Wahl des Koffers

Wenn Sie bereits einen oder mehrere Koffer besitzen, fällt die Entscheidung nicht sehr schwer. Wahrscheinlich müssen Sie dann nur die Frage beantworten: „Gross oder klein?“ Wenn Sie sich für Ihre nächste Reise einen neuen Koffer besorgen müssen, gilt es, mehrere Entscheidungen zu fällen. Welcher Koffer sich für Ihre Reise am besten anbietet, hängt von vielen Faktoren ab. Zunächst einmal spielt die Reisedauer eine Rolle, ausserdem das Reiseziel und die somit benötigten Kleidungsstücke und anderen Gegenstände.

Wenn Sie anhand der oben genannten Tipps ungefähr wissen, wie viele Sachen sie einpacken müssen, können Sie zunächst in etwa die Koffergrösse abschätzen. In Sachen Design und Ausstattung sind Ihren Vorstellungen keine Grenzen gesetzt. Koffer gibt es in unzähligen Materialien und Ausführungen. Als Faustregel gilt: Robust, aber trotzdem leicht. Der Koffer sollte nicht bei erster Gelegenheit kaputtgehen, aber zu schwer sollte er natürlich auch nicht sein. Denn je schwerer der Koffer, desto weniger können Sie einpacken, um nicht das Maximalgewicht zu überschreiten.

Am besten sollte Ihr Koffer über Rollen verfügen, damit Sie ihn nicht die ganze Zeit tragen müssen, denn das geht in die Arme. Natürlich gibt es neben den klassischen Koffern auch eine grosse Auswahl an Rucksäcken oder Reisetaschen. Hier haben Sie also die Qual der Wahl.


Welcher Koffer sich für Ihre Reise am besten anbietet, hängt von der Reisedauer ab. (Bild: Peshkova – shutterstock.com)

Welcher Koffer sich für Ihre Reise am besten anbietet, hängt von der Reisedauer ab. (Bild: Peshkova – shutterstock.com)


7. Kombinieren ist das Zauberwort

Packen Sie nur Kleidung ein, die sich untereinander kombinieren lässt. So simpel dieser Trick klingt, so effektiv ist er. Auch wenn die neue Hose noch so schön ist, wenn Sie sich lediglich zu einer Bluse tragen lässt, dann raus damit aus dem Koffer. Mit kombinierbaren Outfits sparen Sie sich eine Menge an Gewicht und Platz. Wählen Sie Farben und Muster, die zueinanderpassen, und packen Sie statt Pullovern lieber Strickjacken ein, die Sie im Zwiebellook tragen können. Sie brauchen auch nicht für jeden Tag ein neues T-Shirt einzupacken, schliesslich lassen Sich auch in den Ferien kleine Flecken schnell am Waschbecken herauswaschen.

8. Nicht mehr als zwei Paar Schuhe einpacken

Eine strikte Regel beim Kofferpacken, an die man sich halten sollte, heisst: Nie mehr als zwei Paar Schuhe mitnehmen. Natürlich hat man eine Handvoll schöne Sandalen, Pumps oder Laufschuhe, die toll zu dem einen Kleid passen oder die man bei Gelegenheit einmal anziehen würde. Doch Schuhe sind schwer und nehmen eine Menge Platz weg. Statt für jeden Anlass ein Paar nimmt man lieber ein gut kombinierbares Paar mit, das ist sicher die bessere Wahl. Am besten eignet sich ein schlichtes Paar Schuhe, welches zu unterschiedlichen Anlässen passt. Zusätzlich packt man ein anderes Paar für besondere Aktivitäten ein, also festes Schuhwerk, Sandalen oder Anzugsschuhe.

Ähnliches gilt übrigens für Kleider, Jacken oder Röcke. Auch hier sollten Sie nicht mehr als zwei Exemplare mit sich herumschleppen.



9. Wohin damit? Die Balance macht’s

Manchmal hat man gar nicht so viel eingepackt, und trotzdem wirkt der Koffer schwer und ist umständlich zu tragen. Schuld daran ist die falsche Verteilung im Inneren. Legen Sie am besten schwerere Gegenstände auf den Boden des Koffers. Dazu gehören Schuhe, Laptops oder Bücher. So vermeiden Sie, dass das Gewicht einseitig im Koffer verteilt ist. Ausserdem wird so verhindert, dass die Gegenstände herumrutschen. Packen Sie schwere Gegenstände oben hin, verknittern Sie ausserdem Ihre Kleidung.

Wenn Sie empfindliche Dinge wie Anzüge dabeihaben oder Kleidung, die sehr schnell knittert, dann sollten diese ganz oben im Koffer platziert werden. Legen Sie sie am besten als oberste Schicht flach auf den Rest und nehmen Sie die Kleidung direkt nach Ankunft aus dem Koffer. So lässt sich die Knittergefahr reduzieren.

Falls doch etwas unschöne Falten bekommen hat, können Sie sich mit einem einfachen Trick behelfen, ganz ohne Bügeleisen: Hängen Sie das Kleidungsstück ins Badezimmer. Durch den Dampf beim Duschen glättet sich der Stoff und die Knitterfalten verschwinden.


Legen Sie am besten schwerere Gegenstände auf den Boden des Koffers. (Bild: Monika- Wisniewska – shutterstock.com)

Legen Sie am besten schwerere Gegenstände auf den Boden des Koffers. (Bild: Monika- Wisniewska – shutterstock.com)


10. Knöpfe, Dosen, Pappe: Helfer für Kleinteiliges

Im Koffer kann es passieren, dass sich Ketten und Armbänder verheddern oder verknoten. Um dem vorzubeugen, können sie um ein Stück Pappe gewickelt oder einzeln in Socken verstaut werden. Bei Haarspangen bewähren sich kleine Döschen oder zum Beispiel die Plastikverpackung von Kaugummis. Für Ohrringe bieten sich auch Knöpfe an. Wenn man das Metallstück durch ein Knopfloch steckt, gehen sie nicht so schnell verloren.

11. Rollen, stopfen, Lücken füllen: den Platz richtig ausnutzen

Koffer sind wahre Platzwunder. Besonders die Seitentaschen bieten oft ungeahnten Stauraum für kleine Dinge. Ansonsten gilt es, alle Lücken sinnvoll auszunutzen. Dazu gehört auch der Stauplatz in Schuhen. Hier passen zusammengerollte Socken, Unterwäsche oder andere Kleinigkeiten locker hinein. Apropos rollen: T-Shirts, Tops und Krawatten lassen sich ganz einfach rollen und sparen so eine Menge an Platz ein und sind gleichzeitig vorm Zerknittern geschützt.


T-Shirts, Tops und Krawatten lassen sich ganz einfach rollen und sparen so eine Menge an Platz ein. (Bild: lzf – shutterstock.com)

T-Shirts, Tops und Krawatten lassen sich ganz einfach rollen und sparen so eine Menge an Platz ein. (Bild: lzf – shutterstock.com)


12 Schmutziges eintüten

Plastiktüten und Stoffbeutel nehmen kaum Platz weg und sind ein praktischer Helfer, den man nicht verachten sollte. Plastiktüten eignen sich für schmutzige Schuhe, nasse Kleidung oder als Schutz für Sachen, die eventuell auslaufen könnten. Auch kleine Stoffbeutel sind gut dazu geeignet, die Schmutzwäsche von den sauberen Klamotten fernzuhalten. Besonders praktisch ist, dass man den Stoffbeutel einfach zusammen mit der Wäsche in die Waschmaschine werfen kann.

13. Mit Klebeband gegen Auslaufmalheure

Noch ein Tipp, was die Hygieneartikel betrifft: Natürlich ist es am besten, Shampoo, Duschgel und andere Hygieneartikel in kleinen Reisegrössen zu besorgen. Die speziellen Reisekosmetika haben meist einen Drehverschluss, der nicht so schnell aufgeht. Wer Tuben oder ähnliches mitnehmen möchte, bei dem die Gefahr besteht, dass es sich leicht öffnet und ausläuft, sollte die Verschlüsse für die Reise mit Klebeband zukleben. Ein einfacher, aber effektiver Trick.


Es ist ratsam, die Hygieneartikel in kleinen Reisegrössen zu besorgen. (Bild: Elena Elisseeva – shutterstock.com)

Es ist ratsam, die Hygieneartikel in kleinen Reisegrössen zu besorgen. (Bild: Elena Elisseeva – shutterstock.com)


14. Platz lassen für Souvenirs

Einfach so lange einpacken, bis der Koffer voll ist, und zu damit. Erkennen Sie sich darin wieder? Natürlich ist es schön, etwas mehr Auswahl an Kleidung zu haben, als man unbedingt braucht, aber statt eines vierten Bikinis oder einer zweiten Handtasche lassen Sie lieber etwas Platz für Souvenirs. Sicher finden Sie unterwegs ein paar hübsche Accessoires oder Mitbringsel für die Familie. Dafür lässt man doch gerne etwas Stauraum frei.


Beim Kofferpacken sollte  man immer Platz für Souvenirs lassen. (Bild. Africa Studio – shutterstock.com)

Beim Kofferpacken sollte man immer Platz für Souvenirs lassen. (Bild. Africa Studio – shutterstock.com)


15. Platz im Handgepäck ausnutzen

Trotz aller Tipps ist Ihr Koffer schon bis zum Anschlag gefüllt? Dann hilft nur noch das Handgepäck. Packen Sie schwere Dinge wie Laptop, Kamera oder Bücher ins Handgepäck. Wahrscheinlich werden Sie sowieso einiges davon auf dem Flug benutzen. Aber auch generell passt mehr ins Handgepäck, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Kleidung für zwei bis drei Tage passt ohne Probleme in einen kleinen Koffer oder eine grosse Handtasche. Gerade bei Kurzreisen kann man also auch durchaus nur mit Handgepäck reisen.

16. Adressschild für den Notfall

Der letzte Tipp betrifft einen Fall, an den man als Tourist lieber nicht denkt: Ihr Koffer geht verloren. Das ist sehr ärgerlich. Damit Sie ihn aber wenigstens nach Hause geschickt bekommen, befestigen Sie ein Schild mit Ihrem Namen und der Anschrift. Wenn Sie zusätzlich noch ein persönliches Merkmal am Koffer befestigen, ist das eine grosse Hilfe am Kofferband. Denn sicher sind Sie nicht die einzige Person, die mit einem grossen schwarzen Koffer unterwegs ist. Ein bisschen Individualität bringt Zeitersparnis und schütz vor Verwechslungsgefahr.



Mit diesen Tipps sollte einem entspannten Kofferpacken nichts im Wege stehen. Denn was gibt es Schöneres, als schon tiefenentspannt in die Ferien zu starten? Denn wenn wir ehrlich sind, können wir doch alle zugeben, dass man bei einem vollgepackten Koffer die Hälfte der Kleidung ungetragen wieder mit nach Hause gebracht hat. Durch etwas Vorbereitung und ein paar einfache Handgriffe verhindern Sie nicht nur hektisches und nervenaufreibendes Zusammenpacken in letzter Minute, Sie sparen sich auch das unnötige Schleppen viel zu schwerer Koffer.

 

Oberstes Bild: © contrastwerkstatt – shutterstock.com

Über Julia Schattauer

Julia Schattauer ist freie Autorin und leidenschaftliche Bloggerin. Geschichten vom Reisen sind ihr Steckenpferd. Neben nützlichen Fakten geht es ihr in erster Linie ums Storytelling. Darum, den Leser in die Welt mitzunehmen und sein Fernweh zu wecken. Als studierte Kunsthistorikerin, Tourismus-, und Literaturwissenschaftlerin schreibt sie ausserdem über Themen aus Kunst und Kultur.


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