Split – vom antiken Kaiserpalast zur modernen Grossstadt

25.06.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Split – vom antiken Kaiserpalast zur modernen Grossstadt
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Die kroatische Adriaküste bietet sicher viele lohnende Ziele für Ferien und Ausflüge. Zwischen Istrien im Norden und dem schmalen Landfetzen bei Dubrovnik im Süden erstreckt sich eine faszinierende Landschaft mit zahlreichen Buchten, Badestränden und alten Städten. Hinzu kommt die adriatische Inselwelt mit Hunderten grossen und kleinen Inseln. Ein besonders interessantes Ausflugsziel an der Küste ist die alte Hafenstadt Split.

Split ist die grösste Stadt in Südkroatien und wird gerne als heimliche Hauptstadt Dalmatiens bezeichnet. Auf der Marjan-Halbinsel gelegen, ragt die Metropole an drei Seiten von Wasser umgeben in die Adria hinein. Die nahen Inseln Brac, Hvar, Solta und Ciovo können von hier aus gut erreicht werden. Im Hinterland bildet das Mosor-Gebirge eine eindrucksvolle Kulisse.



Die ebenso schöne wie strategisch günstige Lage bewog wohl auch einst den römischen Kaiser Diokletian, hier einen Palast zu errichten. Der als Altersruhesitz gedachte Bau entstand um 300 n. Chr. Nach dem Tod des Kaisers, dessen Regierung eine letzte Glanzzeit Roms, aber auch Christenverfolgung und Hyperinflation markiert, wurde der Palast als Verwaltungszentrum, Kaserne und Produktionsstätte genutzt. Allmählich entwickelte sich daraus eine Stadt – Split.

Diokletian-Palast in Split (Bild: Roman Klementschitz, Wikimedia, CC)

Diokletian-Palast in Split (Bild: Roman Klementschitz, Wikimedia, CC)

Die Altstadt – von Palastmauern umgeben

Diese besondere Entwicklungsgeschichte hat dafür gesorgt, dass grosse Teile des Palastes – wenn auch in veränderter Nutzung – noch erhalten sind. Die Mauern umschliessen bis heute weite Teile der Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Ein Herz- und Glanzstück bildet das Peristyl, ein Säulenhof, an dem sich auch die Kathedrale Sveti Duje befindet. Ursprünglich diente der achteckige Bau als Mausoleum für Diokletian, erst später folgte die Nutzung als Kirche.



Ein architektonisches Zeugnis des Mittelalters ist der zugehörige Glockenturm – ein Meisterwerk, das romanische und gotische Stilelemente verbindet. Vom Turm aus bietet sich ein wunderbarer Panoramablick auf die Stadt. Ebenfalls vom Peristyl aus gelangt man in die Podrumi, ein Netz aus unterirdischen Gängen.

Schöne Plätze und Orte zum Flanieren

Westlich des Palastes fand die erste mittelalterliche Stadterweiterung statt. Auch diese erweiterte Altstadt ist einen Besuch wert. Viele Bauten und Plätze Splits sind durch die lange Herrschaft Venedigs und Österreichs geprägt. Ausgesprochen repräsentativ zeigen sich die Prokurative und das Nationaltheater.

Als Splits schönste Strasse gilt aber die Riva. Die prächtige palmenumsäumte Uferpromenade ist die Flaniermeile der Stadt. Cafés, Strassenkünstler, Sänger und Tänzer bestimmen das heitere Bild der Promenade. Sie lädt nach einer Stadtbesichtigung dazu ein, die mediterrane Atmosphäre Splits zu geniessen.



 

Oberstes Bild: Die südkroatische Hafenstadt Split gilt als heimliche Hauptstadt Dalmatiens. (© Kaiser87, Wikimedia, GNU)

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Über Stephan Gerhard

ist seit Jahren als freier Autor und Texter tätig und beschäftigt sich bevorzugt mit Themen rund um Finanzen, Geldanlagen und Versicherungen sowie Wirtschaft. Als langjähriger Mitarbeiter bei einem Bankenverband und einem grossen Logistikkonzern verfügt er über umfassende Erfahrungen in diesen Gebieten.

Darüber hinaus deckt er eine Vielzahl an Themen im Bereich Reisen, Tourismus und Freizeitgestaltung ab. Er bietet seinen Kunden kompetente und schnelle Unterstützung bei der Erstellung von Texten und Präsentationen.


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