Vogelwelt im Zoo Zürich: Frühling bringt neue Dynamik

Die Natur folgt dem Rhythmus der Jahreszeiten. Im Frühling herrscht Aufbruchsstimmung – das gilt auch für die Vogelwelt im Zoo Zürich, die derzeit besonders aktiv ist. Überall wird gebalzt, genestelt, gebrütet und Nachwuchs aufgezogen.

Dabei lässt sich beobachten, welchen Aufwand die Tiere betreiben.



So tänzelt etwa das Männchen der Blaubrust-Krontaube mit geschwellter Brust und lautem Gurren um das Weibchen. Immer wieder wirft es seinen gefiederten Kopf schwungvoll Richtung Boden. Die zahlreichen Zoogäste scheinen den imposanten Vogel – eine der grössten Taubenarten der Welt – dabei kaum zu stören.

Solche Balzrituale sind derzeit häufig zu sehen. Steigende Temperaturen und längere Tage lösen auch bei vielen Vogelarten im Zoo die Fortpflanzungszeit aus. Um den Fortbestand der Art zu sichern, investieren die Tiere viel Energie in ihr Aussehen und Verhalten. Es wird getanzt, gesungen, geflattert und das Federkleid in Szene gesetzt – alles, um den passenden Partner zu überzeugen.

Auch beim Pfau zeigt sich: Je prächtiger das Rad und die Augenflecken, desto grösser die Chancen bei der Partnerwahl. Beim Dickschnabelreiher wiederum verwandelt sich das Gefieder zur Brutzeit von unscheinbarem Braun in strahlendes Weiss, der Schnabel leuchtet blau.

Neben der Optik spielt auch das Verhalten eine zentrale Rolle. Mähnenibisse bauen grosse Nester und teilen sich die Brutpflege. Bei Madagaskarturteltauben übernimmt das Männchen tagsüber das Brüten, während sich das Weibchen stärkt.

Ganz anders gehen Rotstirn-Blatthühnchen vor: Hier hält sich das Weibchen mehrere Männchen, die jeweils ein Nest betreuen. Die Männchen übernehmen dabei den Grossteil der Brut- und Aufzuchtarbeit.

Für Zoogäste bietet die Vogelwelt derzeit viele spannende Einblicke. Für die Tiere ist dieses Verhalten jedoch ganz natürlich. Gleichzeitig ist der Nachwuchs für den Zoo wichtig, um stabile Reservepopulationen aufzubauen und damit einen Beitrag zum Artenschutz zu leisten.

 

Quelle: Zoo Zürich
Bildquelle: Zoo Zürich

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