Abenteuer Olympiade 2014: Sotschi – eine Stadt zwischen Strand und Bergen

18.12.2013 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Abenteuer Olympiade 2014: Sotschi – eine Stadt zwischen Strand und Bergen
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Wenn Sotschi schon vor der Olympiade als der berühmteste Badeort Russland galt, dann versprechen sich die Machtinhaber in der nacholympischen Zeit eine nahe liegende gloriose touristische Zukunft. Nicht nur Sommerurlauber sollen in ein viel schickeres Sotschi kommen, auch Wintersportarten werden hier dank den neugebauten Olympia-Objekten in viel grösserem Umfang  praktiziert werden. Auf jeden Fall wird es ein Davor und ein Danach geben. Wie viel Gutes die Olympiade, oder besser gesagt, die russische Art, solche Events vorzubereiten,  ins Leben gerufen hat, oder wie viel Schaden dadurch verursacht wurde, wird wohl nur mit der Zeit klar werden. Im Moment aber ist Sotschi und ganz Russland vom Olympischen Fieber erfasst.

Schon vor der Olympiade war Sotschi nicht nur wegen seiner Strände besucht. Wer zu müde oder träge war, konnte natürlich einen gemächlichen Strandurlaub hier verbringen. Aber für die Unternehmungslustigen gab es schon immer viel sowohl in der Stadt selbst, als auch in der Umgebung zu sehen. Ein kleiner künstlerischer Beweis: Ca. 35 russische Lieder haben die Stadt Sotschi als Thema, und gut über 40 Spielfilme wurden hier gedreht.







Promenade in Sotschi (Bild: Ori, Wikimedia)

Promenade in Sotschi (Bild: Ori, Wikimedia)




Sotschi hat ein sehr mildes subtropisches Klima. Das Schwarze Meer ist dafür verantwortlich, dass das Wetter im Sommer kühler und im Winter wärmer wirkt. Die erste kaukasische Bergkette gleich in der Nähe der Stadt beschützt die Stadt von Wellen der kalten Luft aus dem Norden. Der Sommer beginnt schon Mitte April, und es ist auch die Zeit, wann erste Touristen anfangen zu kommen. Im Hochsommer ist die Stadt einfach überfüllt. Die Menschen liegen an den Stränden wie Heringe in der Büchse. Die üblichen Urlaubsbegleiter wie Restaurants, Cafés und Bars sind fast 24 Stunden am Tag geöffnet, und die Sotschier Taxifahrer, eine besondere Menschenart für sich, erzielen ihre Höchstgewinne. Wenn der Hochsommer vorbei ist, kommt wahrscheinlich die schönste Zeit, im Russischen als „die samtige Saison“ bezeichnet: Die Temperaturen und Touristenzahlen sind nicht mehr so hoch und es lassen sich in aller Ruhe die schönen Strände und Promenaden der Urlaubshauptstadt geniessen.

Sanatorium „Metalurg“ in Sotschi (Bild: Mikhail Mordasov, RIA Novosti archive, image #402277 / Mikhail Mordasov / CC-BY-SA 3.0, Wikimedia, CC)

Sanatorium „Metalurg“ in Sotschi (Bild: Mikhail Mordasov, RIA Novosti archive, image #402277 / Mikhail Mordasov / CC-BY-SA 3.0, Wikimedia, CC)

Wer auf Sightseeing Lust hat, kann einen Bummel durch die Stadt machen. Viele Gebäude wurden in der Epoche des stalinistischen Empires gebaut und sind recht imposant. In der Sowjetunion wurde ja ständig die Philosophie promoviert, dass die sowjetischen Arbeiter und Bauer Zugang zu dem gleichen Luxus haben sollen, den im bösen kapitalistischen Westen nur die Reichen geniessen können. Diejenigen, die sich in ihrer Arbeit hervorgetan haben, bekamen als Zeichen der Anerkennung einen Urlaubsschein für den Aufenthalt in einem der Sanatorien oder Ferienheime an der Küste des Schwarzen Meeres. So kamen nach Sotschi Fabrikarbeiter und Kolchosenbauer aus den entferntesten Ecken der Sowjetunion, die höchstwahrscheinlich das Meer noch nie davor gesehen hatten. Kurios ist auch, dass nur ein Familienmitglied den heiss ersehnten Urlaubsschein bekam. Nur der Vater oder die Mutter begaben sich auf die ferne Reise und mussten danach der Familie und oft dem ganzen Dorf über die Wunderlichkeiten der Meeresstadt in allen Einzelheiten erzählen.

Kirche des Heiligen Wladimir in Sotschi (Bild: Sergej Selener, Wikimedia, CC)

Kirche des Heiligen Wladimir in Sotschi (Bild: Sergej Selener, Wikimedia, CC)

In Sotschi gibt es mehr als 30 orthodoxe und einige katholische Kirchen. Besonders sehenswert sind die und der Dom des Erzengels Michael. Viele Touristen kommen auch, um das berühmte Sotschier Sommertheater zu sehen: In dem schönen Gebäude ohne Dach sind die berühmtesten russischen und internationalen Stars aufgetreten.



Sotschi ist ein besonders beliebter Veranstaltungsort. Seit 1991 findet hier jeden Sommer Kinotawr, eines der im russischsprachigen Raum bedeutendsten Filmfestivale, statt. Schon seit mehr als 10 Jahren wird in Sotschi unter der Schirmherrschaft der Regierung Russlands das Internationale Investitionsforum veranstaltet.  2007 zählte das Forum ca. 10´000 Teilnehmer aus 40 Ländern, die die gemeinsamen Projekte und die Möglichkeiten besprachen, in russische Wirtschaft zu investieren.

Wasserfall im Sotschier Nationalpark (Bild: Gruznov, WIkimedia)

Wasserfall im Sotschier Nationalpark (Bild: Gruznov, WIkimedia)

Am schönsten ist aber wahrscheinlich die Umgebung von Sotschi. Die Landschaft genau zwischen dem Schwarzen Meer und dem Kaukasus ist einfach atemberaubend. In der Nähe der Stadt liegt der berühmte Sotschier Nationalpark. Der Park wurde 1983 gegründet und ist somit der erste russische Nationalpark. Das Schutzgebiet ist fast 2´000 Quadratkilometer gross und durch die subtropische Berglandschaft geprägt. Durch das Gelände fliessen ca. 40 Flüsse und Bäche. Im Park gibt es ein Museum der Natur und mehrere Zentren der ökologischen Aufklärung. Entlang der 29 angelegten Wanderwege sind fast 50 thematische erholungsorientierte Objekte platziert. Der Nationalpark beherbergt eine unglaubliche Anzahl an Pflanzen-und Tierarten. In einem Projekt der russischen Regierung und des WWF werden im Schutzgebiet die seit langem von hier verschwundenen Leoparden wieder angesiedelt. Die Neuankömmlinge sind persische Leoparden aus Turkmenistan und werden in einem riesigen Freigehege ihre neue Heimat erkunden. Im Nordwesten grenzt der Nationalpark an das Kaukasus-Naturreservat, das 1979 den UNESCO-Titel Biosphärenreservat bekam.



 

Oberstes Bild: Sotschi aus der Vogelperspektive (Bild: Andrey Babushkin, RIA Novosti archive, image #166989 / Andrey Babushkin / CC-BY-SA 3.0, Wikimedia, CC)

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Über Natalia Muler

Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und reise, seit ich den Reisepass besitze. Momentan lebe ich im sonnigen Spanien und arbeite in der Modebranche, was auch oft mit Reisen verbunden ist, worüber ich dann gerne auf den Portalen von belmedia.ch berichte. Der christliche Glaube ist das Fundament meines Lebens; harmonisches Familienleben, Kindererziehung, gute Freundschaften und Naturverbundenheit sind meine grössten Prioritäten; Reisen und fremde Kulturen erleben meine Leidenschaft; Backen und Naturkosmetik meine Hobbys und immer 5 Minuten zu spät kommen meine Schwäche.



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