Allschwil besitzt elsässisches Ambiente

14.09.2016 |  Von  |  Schweiz
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Allschwil besitzt elsässisches Ambiente
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Im Nordwestenesten des Kantons Basel-Landschaft liegt die Gemeinde Allschwil. Der Ort liegt in unmittelbarer Nähe zur französischen Grenze und ist ein durchaus interessantes Reiseziel.

In Allschwil leben etwas mehr als 20.000 Menschen. Die Gemeinde in unmittelbarer Nähe zur Stadt Basel hat für Besucher so einiges zu bieten. Neben architektonischen Kleinoden ist es vor allem das Naturschutzgebiet Allschwiler Wald, welches einen Trip nach Allschwil interessant macht.

Zwischen Natur und Metropole

Allschwil liegt auf einer Höhe von knapp 300 Metern und ist die nördlichste Gemeinde des Kantons Basel-Landschaft. Die Gemeinde gehört sowohl kulturhistorisch als auch geografisch zum Sundgau. Die grüne Umgebung macht Allschwil zu einem beliebten Wohnort im Umfeld der Grossstadt Basel. Etwa ein Drittel des Gemeindegebietes werden landwirtschaftlich genutzt, nicht ganz ein Drittel ist von Wald bedeckt.


Allschwil - Zwischen Natur und Metropole. (Bild: Tschubby, Wikimedia, GNU)

Allschwil – Zwischen Natur und Metropole. (Bild: Tschubby, Wikimedia, GNU)


Der Allschwiler Wald steckt voller Überraschungen

In besonderes landschaftliches Kleinod stellt der Allschwiler Wald dar, welcher sich zwischen den Gemeinden Allschwil und Binningen erstreckt. Ein grosser Teil des Areals steht seit 2003 unter Naturschutz. Besonders berühmt sind die einzigartigen Eichenmischwälder. Es ist ein Paradies für Spaziergänger, Wanderer und sogar Reiter. Die zum Teil seltenen Waldgesellschaften und artenreiche und damit schützenswerte Waldränder sind sehr reichhaltige Lebensräume.


Aussicht vom Allschwiler Wasserturm Richtung Süd Westen (Bild: Tschubby, Wikimedia, GNU)

Aussicht vom Allschwiler Wasserturm Richtung Süd Westen (Bild: Tschubby, Wikimedia, GNU)


Bei einem Spaziergang durch den Allschwiler Wald ist der Besuch des Biotops Herzogenmatt besonders zu empfehlen. Hier befand sich bis in die 1970er Jahre ein landwirtschaftlicher Betrieb. Nach dessen Aufgabe entstand hier ein faszinierender Naturraum mit kleinen Weihern, schmalen Pfaden und wunderschönen Aussichtsplätzen. Beispielsweise leben in diesem herrlichen Biotop allein elf verschiedene Amphibienarten. Damit gehört Herzogenmatt zu den Amphibienlaichplätzen von nationaler Bedeutung in der Schweiz.


Allschwiler Wald (Bild: gomveron, flikr.com, CC)

Allschwiler Wald (Bild: gomveron, flikr.com, CC)


Bemerkenswerte Schätze in der Kirche

Natürlich ist Allschwil vor allem eine Wohngemeinde für die nahe gelegene Metropole Basel. Dennoch befinden sich in dem Ort einige Sehenswürdigkeiten, welche ein genaueres Hinsehen durchaus lohnen. An erster Stelle sei hier die Dorfkirche genannt, welche den Aposteln Petrus und Paulus geweiht ist. Sie ist das älteste Bauwerk von Allschwil und entstand in der heutigen Form im ausgehenden 17. Jahrhundert.

Der Turm hingegen ist wesentlich älter und wurde bereits im 13. Jahrhundert errichtet. Die Innenausstattung der Kirche zeigt vor allem frühklassizistische Züge und stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Bemerkenswert sind die gotischen Holzfiguren auf dem Hochaltar. Sie gehören zu den Bedeutendsten des Kantons und stammen aus der Zeit um 1500. Dargestellt sind die Kirchenpatrone Petrus und Paulus. Ebenfalls sehenswert ist der Kirchenschatz, welcher von Basler Goldschmieden hergestellt wurde.


Pfarrkirche St. Peter und Paul in Allschwil (Bild: Roland Zumbuehl, Wikimedia, GNU)

Pfarrkirche St. Peter und Paul in Allschwil (Bild: Roland Zumbuehl, Wikimedia, GNU)


Idyllischer Ortskern erinnert an das nahe Sundgau

Das Ortszentrum von Allschwil wird durch Häuser aus dem 17. Und 18. Jahrhundert geprägt. Sie wurden in einfacher Fachwerkbauweise errichtet, welcher typisch für das benachbarte, zum Elsass gehörige Sundgau ist. Die grösstensteils gut erhaltenen und liebevoll gepflegten Riegelhäuser sind rund um den Dorfplatz gruppiert.

Bei einem Spaziergang durch die schmalen Gassen sind viele stille Winkel zu entdecken, welche allesamt wunderschöne Fotomotive darstellen. Ein besonderes Schmuckstück ist das sogenannte Walmerhaus unweit des Dorfplatzes. Es stammt vermutlich aus dem 18. Jahrhundert und ist ein besonders stattliches Fachwerkhaus. Unbedingt sehenswert ist der östliche Giebel des Hauses mit seinen unterschiedlich grossen Fenstern.


Heimatmuseum Allschwil (Bild: Wm1bl, Wikimedia, CC)

Heimatmuseum Allschwil (Bild: Wm1bl, Wikimedia, CC)


Fazit

Auf den ersten Blick erscheint Allschwil als eine reine Wohngemeinde in der Agglomeration von Basel. Aber es lohnt sich, den Ort zu besuchen, denn es gibt bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Naturliebhaber werden zudem die Vielfalt des Allschwiler Waldes zu schätzen wissen.



 

Artikelbild: © micagoto, flickr.com, CC

Über Winfried Meyer

Als gelernter Kartograf galt mein Interesse schon früh den Landkarten und fernen Ländern. Daraus entwickelte sich eine grosse Leidenschaft für das Reisen, die mich schon in viele Teile unserer Erde geführt hat. Inzwischen betreibe ich ein Redaktionsbüro für die Reise- und Tourismusbranche und biete meinen Kunden einen umfangreichen Service an. Neben hochwertigen Inhalten plane ich individuelle Rundreisen und übernehme Fotoaufträge.



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