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Angst vor der Reise: 6 Sorgen eines Reisenden und wie Sie damit umgehen

10.05.2014 |  Von  |  Alle Länder
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Angst vor der Reise: 6 Sorgen eines Reisenden und wie Sie damit umgehen
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Nicht nur vor einer mehrmonatigen Weltreise wird so manch ein Backpacker nervös. Manchmal reicht bereits ein zweiwöchiger Mittelmeer-Aufenthalt, um den Reisenden schon Tagen vor dem Abflug um den Schlaf zu bringen. Wieso aber macht uns eine vollständig durchgeplante Reise Angst, und was können wir dagegen tun?

Grund für die Nervosität ist fast immer die Ungewissheit. Selbst, wenn alle Details geplant, Hotel und Flughafentransfer gebucht sind und wir alle örtlichen Sehenswürdigkeiten aus dem Reiseführer kennen, wissen wir doch nicht, was uns am Zielort tatsächlich erwartet. Da hilft auch die Gewissheit nicht, dass es eigentlich gar nichts zu befürchten gibt. Auch die Angst, dass etwas nicht wie geplant ablaufen könnte, macht vielen Reisenden zu schaffen. Die typische Erwartungshaltung „In den Ferien muss alles perfekt sein“ ist die beste Voraussetzung für eine misslungene Reise. Tatsächlich ist es gar nicht so einfach, diese Einstellung abzulegen.



Die folgenden Tipps sollen Ihnen dabei helfen, die Angst vor der Reise zu überwinden und sich von überhöhten Erwartungen zu befreien.

Flug ins Unbekannte (© Janusz Klosowski  / pixelio.de)

Flug ins Unbekannte (© Janusz Klosowski / pixelio.de)

1. Bin ich der Reise nicht gewachsen?

Wenn die Angst vor der Abfahrt immer schlimmer wird, fragt sich so manch ein Reisender, ob er vielleicht einfach nicht für das Reisen gemacht ist. Die beruhigende Antwort: Fast jeder ist nervös, auch erfahrene Reisende. Allerdings kann es sein, dass Sie für sich die falsche Reiseform gewählt haben. Wer Angst von einer fremden Sprache und Kultur hat, sollte sich lieber entspannende Ferien im Inland gönnen.

Passen Sie Ihre Reise Ihren eigenen Bedürfnissen und Möglichkeiten an – für manche Reisende bedeutet das eben einen entspannten All-Inclusive-Aufenthalt im Familienhotel statt dreiwöchiger Rucksacktour.

2. Was erwartet mich?

Die Angst vor dem Unbekannten ist wohl das grösste Problem jedes Reisenden, und eine Universallösung gibt es dagegen nicht. Vielen hilft es, nicht allein zu verreisen, denn mit einer vertrauten Person an der Seite ist alles einfacher. Andere wiederum fühlen sich sicherer, wenn sie im Voraus möglichst viel über ihr Reiseziel wissen, den Stadtplan studiert haben und genau wissen, wo welche Sehenswürdigkeit liegt.

Ein wichtiger Grundsatz: Informieren Sie sich genau, wie Sie zu Ihrer Unterkunft kommen, oder gönnen Sie sich ein Taxi. So müssen Sie nicht aus dem Flughafen ins Unbekannte treten und haben gleich ein sicheres Ziel.

Faszinierend und beängstigend: Ankunft in einem fremden Land (© Janusz Klosowski  / pixelio.de)

Faszinierend und beängstigend: Ankunft in einem fremden Land (© Janusz Klosowski / pixelio.de)

3. Was ist, wenn etwas schiefläuft?

Auf Reisen kann viel passieren: Sie verpassen den Flug, das Hotel wurde falsch gebucht oder Sie werden plötzlich krank. Im Ernstfall keine Panik zu bekommen, ist leichter gesagt als getan. Damit Sie aber nicht schon vor der Abfahrt nervös sind, beherzigen Sie folgende Tipps: Nehmen Sie sich für Anreise und Umsteigeflüge mehr Zeit als nötig und seien Sie auf alles vorbereitet.

Wenn Ihnen eine mögliche Krankheit Angst macht, informieren Sie sich über die ärztliche Versorgung vor Ort. Gegen Diebstahl hinterlegen Sie Kopien Ihrer Ausweispapiere, und wenn Sie sich um Ihr Hotel sorgen, haben Sie die Adresse einer Ersatzunterkunft in der Tasche. Versuchen Sie, alle konkreten Ängste im Voraus zu beseitigen.



4. Habe ich etwas vergessen?



Diese Frage macht Reisenden oft gleich doppelt Angst: einerseits die Angst, nicht alles dabei zu haben; andererseits die Sorge, zu Hause etwas nicht erledigt zu haben. Wenn Sie häufig Angst haben, elektrische Geräte nicht ausgeschaltet oder die Haustür nicht verschlossen zu haben, hinterlegen Sie einen Wohnungsschlüssel bei Nachbarn oder Bekannten. Wenn Sie unterwegs Panik bekommen, können Sie jederzeit nachfragen, ob alles in Ordnung ist.

Die Angst, etwas vergessen zu haben, ist hingegen meist völlig unbegründet. Wenn Sie nicht gerade in eine völlig abgelegene Gegend reisen, können Sie vor Ort mit Sicherheit alles besorgen, was Ihnen fehlt. Hilfreich ist es auch, sich eine individuelle Packliste anzulegen und diese vor jeder Abreise zu kontrollieren.

Reisen ohne Angst mit der richtigen Vorbereitung (© Andreas Hermsdorf  / pixelio.de)

Reisen ohne Angst mit der richtigen Vorbereitung (© Andreas Hermsdorf / pixelio.de)




5. Was passiert, wenn mir das Geld ausgeht?

Ohne Geld in einem fremden Land – der Albtraum jedes Reisenden. Hier ist eine gute Vorbereitung das beste Mittel gegen unnötige Panik. Notieren Sie sich Ihre Karten-Sperrnummer mehrfach – möglichst auch in elektronischer Form -, bewahren Sie Bargeld an unterschiedlichen Stellen auf und informieren Sie sich, auf welche Weise Ihnen Angehörige im Notfall Geld senden können. So sind Sie optimal abgesichert und können die Reise beruhigt antreten.

Hilfreich ist es ausserdem, zu wissen, dass diplomatische Vertretungen im Notfall ebenfalls Bargeld zur Verfügung stellen. Notieren Sie sich die Adresse Ihrer Botschaft oder informieren Sie sich dort über Möglichkeiten im Ernstfall, wenn Sie dies beruhigt.

6. Werde ich mich einsam fühlen?



Alleinreisenden setzt die Angst vor dem Unbekannten besonders zu, denn sie sind unterwegs ganz auf sich allein gestellt. Wer Angst davor hat, allein in ein fremdes Land zu reisen, sollte sich für ein Hostel als Unterkunft entscheiden, denn hier entsteht der Kontakt zu gleichgesinnten Reisenden meist ganz automatisch. Auch Couchsurfing ist für ängstliche Alleinreisende ideal: Hier haben Sie einen direkten Ansprechpartner, wohnen bei ihm und werden vielleicht sogar vom Flughafen abgeholt.

Wer Angst vor dem Alleinreisen hat, kann sich zunächst auch auf einen Wochenendtrip beschränken, um herauszufinden, wie er mit der Situation zurechtkommt.

 

Oberstes Bild: Unterwegs in Australien (© M. Hermsdorf  / pixelio.de)

Über Andrea Rathjen

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3 Kommentare


  1. Viele in meinem Freundeskreis sagen oft: boah, du bist ja mutig! Ich werde zum zweiten Mal für einige Monate nach Südamerika reisen. Aber bereits seit eine Woche vor dem Abflug schlafe ich unruhig und fühle mich wie auf Nadeln. Viele Fragen schiessen mir durch den Kopf: Wird in Madrid am Flughafen alles subito laufen? Hoffentlich wird mir nichts geklaut! In Ecuador gibt’s ja viele Diebe… und viele andere Gedanken. Trotzdem freue ich mich wenn ich in Quito lande und feststellen kann, dass alles halb so schlimm ist / war und gastfreundliche Menschen da sind.

    • Liebe Aline
      Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich werde in zwei Wochen für ein halbes Jahr aufbrechen und um die ganze Welt reisen. Da ich bis ende letzte Woche noch in den Prüfungen war, habe ich dies lange gar nicht realisiert. Jetzt, da der Abreisetag näher rückt, bin ich sehr aufgeregt und schlafe auch unruhig. Es beruhigt mich zu lesen, dass es nicht nur mir so geht. Ich bin sicher, wir werden beide eine super Zeit haben. Etwas Nervosität ist wohl normal und soll wahrscheinlich auch so sein…

      Alles Gute und Danke für deinen Kommentar

      • Hallo Aline und Patrick,
        auch ich kann sehr gut nachvollziehen, wie es euch geht/ging. Mitte April fliege ich für 2 Monate in die Nähe von NYC.
        Ich bin unglaublich nervös und aufgeregt, habe schon fast Panik… Es ist das erste Mal, dass ich so eine lange und große Reise ganz allein antrete. Es beruhigt mich etwas, dass auch andere Leute, z. B. ihr zwei, vor Abreise am flattern seid. Freunde und Bekannte finden meine Reise toll und prophezeien mir eine super Zeit… Ich hoffe, sie haben alle recht…
        Seid ihr beide inzwischen wieder zu hause? Ich hoffe sehr, ihr hattet eine tolle Zeit und habt viiiel erlebt! 😀
        Ich freue mich auch riesig, aber gleichzeitig… naja, wird schon werden! 🙂

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  1. Zu Besuch in Gmunden an Traunsee › reiseziele.ch

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