Baden in Bern: Die besten Freibäder, Badis und Naturbadeplätze im Überblick
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Bern ist eine der badefreundlichsten Städte der Schweiz – und das Beste daran: Fast alle städtischen Freibäder sind gratis. Ob der legendäre Aareschwumm durch die Altstadt, ein Nachmittag auf der Liegewiese im Marzili oder ein Familientag im Freibad Weyermannshaus – die Bundesstadt bietet im Sommer mehr Bademöglichkeiten, als viele denken.
Dabei ist es nicht nur die Vielfalt, die beeindruckt, sondern auch die Lage: Das türkisfarbene Aarewasser mitten in der Stadt, der Blick aufs Bundeshaus vom Marzili aus, die ruhigen Liegewiesen am Eichholz – Bern verbindet urbanes Flair mit echter Natur. Ein Überblick über die besten Bademöglichkeiten in und um die Stadt.
Freibad Marzili: Das bekannteste Flussbad der Schweiz
Das Marzili ist das Herzstück der Berner Badekultur – direkt unterhalb des Bundeshauses gelegen, mit direktem Zugang zur Aare. An Spitzentagen frequentieren über 10’000 Besuchende das wohl schönste Flussbad der Schweiz. Es bietet ein 50-Meter-Becken, Kinderbecken und direkten Aarezugang.
Wichtiger Hinweis für den Sommer 2026: Das Freibad Marzili wird aufgrund der laufenden Sanierung ab dem 23. Mai gestaffelt geöffnet. Seit dem 13. Juni sind auch die Schwimmbecken geöffnet. Die Saison dauert bis am 13. September 2026. Wer früh kommt, hat die besten Chancen auf einen Platz – an warmen Tagen füllt sich das Marzili rasch.
Der Aareschwumm: Berns schönste Sommertradition
Der Aareschwumm gehört zu Bern wie der Zytglogge oder das Bundeshaus. Wer sich von der Strömung durch die Altstadt tragen lässt und dabei den Blick auf Bundeshaus und Alpen geniesst, versteht sofort, warum diese Tradition seit Generationen gepflegt wird. Der klassische Einstieg erfolgt beim Camping Eichholz, der Ausstieg im Marzili. Die Strecke dauert je nach Wasserstand und Tempo etwa 20 bis 40 Minuten.
Wichtig: Der Aareschwumm ist nur für geübte Schwimmerinnen und Schwimmer geeignet. Es ist wichtig, die Signalisation der Ausstiege gut zu beachten, um rechtzeitig vor der Dalmazibrücke aus dem Wasser zu sein. Die App „Aare Guru“ liefert in Echtzeit alle wichtigen Infos zu Wassertemperatur, Pegelstand und Fliessgeschwindigkeit.
Freibad Lorraine: Ruhiger Geheimtipp
Das direkt an der Aare gelegene Freibad Lorraine lädt zu einem erfrischenden Bad in der Aare ein. Hier fliesst das Wasser dank einer baulichen Abgrenzung zur freien Aare etwas langsamer – ideal für einen gemütlichen Sommernachmittag. Familien kommen dank einem Kleinkinderbecken und einem Kinderspielplatz auf ihre Kosten. Das Lorraine gilt als etwas ruhiger als das Marzili und ist besonders für Familien mit kleinen Kindern empfehlenswert.
Freibad Weyermannshaus: Das Familienbad
Das Weyerli ist das ideale Familienbad: Das grosszügig angelegte Freibad verfügt über eine grosse Wasserfläche, umgeben von einer grossen Liegewiese mit Schatten spendenden Bäumen. Nach eineinhalbjähriger Sanierung wurde es 2022 wiedereröffnet – mit komplett neu gestaltetem Kinderspielbereich und neuer Breitrutsche. Eintritt kostenlos, Parkplätze vorhanden.
Freibad Wyler und Ka-We-De
Das Freibad Wyler im Nordquartier ist eine weitere gratis Bademöglichkeit mit grosser Liegewiese und Sprungturm. Die Ka-We-De, die derzeit saniert wird, ist in den Sommerferien in einem Testbetrieb geplant. Die reguläre Wiedereröffnung ist für den Herbst 2026 vorgesehen. Wer vor dem Besuch sicher sein möchte, sollte die aktuellen Informationen des Sportamts Bern prüfen.
Camping Eichholz: Baden mit Übernachtungsmöglichkeit
Der Campingplatz Eichholz liegt idyllisch direkt am Aareufer. Die angrenzende grosse Liegewiese eignet sich hervorragend, um die Seele baumeln zu lassen. Geübte Schwimmerinnen und Schwimmer können vom Eichholz in der Aare bis ins Marzili schwimmen. Wer mehrere Tage in Bern verbringt, findet hier eine entspannte Basis mit direktem Wasserzugang.
Naturbadeplätze rund um Bern
Wer dem Stadtbetrieb entfliehen möchte, findet in der Region Bern zahlreiche ruhige Naturbadeplätze. Ob an der Aare, am ruhigen See im Oberaargau, am Fluss im malerischen Emmental, am rauschenden Bach im Naturpark Gantrisch oder im geschichtsträchtigen Laupen – die Region bietet eine grosse Vielfalt an Naturbadeplätzen.
Besonders beliebt sind der Wohlensee wenige Kilometer westlich der Stadt mit seinen vielen kleinen Badeplätzen und Grillmöglichkeiten sowie der Moossee im Norden der Stadt – ruhiger, familienfreundlicher und mit einem gepflegten Strandbad ausgestattet. Für einen Tagesausflug lohnt sich auch der Burgäschisee im Oberaargau: ein von Wald umgebener See mit Strandbad und sauberem Wasser.
Praktische Tipps für den Badeausflug in Bern
- Früh kommen: An warmen Tagen sind die Berner Freibäder schnell voll – besonders das Marzili. Wer um 8 Uhr da ist, findet noch Platz.
- ÖV nutzen: Alle Stadtbäder sind gut mit Tram und Bus erreichbar. Das Marzili hat sogar eine eigene Standseilbahn – die Marzilibahn – direkt vom Bahnhof.
- Gratis Baden: Fast alle städtischen Freibäder sind kostenlos – Badehose, Handtuch und Sonnencreme einpacken, losgehen, fertig.
- Aare-App nutzen: Die kostenlose App „Aare Guru“ liefert aktuelle Wassertemperatur, Pegelstand und Abfluss in Echtzeit.
- Sicherheit beachten: Die Aare ist nur für geübte Schwimmer geeignet. Immer mit der Strömung schwimmen, nie dagegen, und Kinder nie unbeaufsichtigt ans Wasser lassen.
Video-Tipp: Aareschwimmen vom Eichholz ins Marzili
Dieses Video zeigt die klassische Aareschwumm-Route von Bern – vom Camping Eichholz bis ins Marzilibad – und gibt einen schönen Eindruck davon, warum das Aareschwimmen zu den beliebtesten Sommeraktivitäten der Stadt gehört.
Fazit
Bern bietet im Sommer ein Baderangebot, das vielen Städten fehlt: kostenlos, vielfältig und mitten in der Natur. Vom Aareschwumm unter dem Bundeshaus bis zum ruhigen Naturbadeplatz im Emmental – wer in Bern Sommer erlebt, erlebt ihn am besten im Wasser.
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Bildquellen: Bild 1: Symbolbild © Remke Luitjes/Shutterstock.com; Bild 2: Symbolbild © Mike Lehmann, Mike Switzerland (talk) 05:54, 14 July 2010 (UTC) – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10883452; Bild 3: Symbolbild © Von Thomas Hodel – Thomas Hodelinfo@thomashodel.chhttp://www.thomashodel.ch, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=46676247/Shutterstock.com