Badeurlaub an Ostsee & Co.: darauf sollten Urlauber achten!

02.08.2014 |  Von  |  Allgemein
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Badeurlaub an Ostsee & Co.: darauf sollten Urlauber achten!
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Die See ist zweifelsohne wunderschön und faszinierend, kann mitunter aber auch tückisch und lebensgefährlich sein. Nachdem in den vergangenen Wochen mehrere Menschen beim Baden an der Ostsee ums Leben gekommen sind, macht die DLRG – die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft – erneut auf Gefahren beim Badeurlaub aufmerksam.

Urlauber sollten demnach – unabhängig des Reiseziels – immer auf die Beflaggung am Strand achten und Hinweise auf mögliche Gefahren nicht herunterspielen oder missachten. Denn starke Winde und Strömungen oder die örtliche Fauna können lebensgefährlich sein! Wir verraten Ihnen, worauf Sie beim Baden im Meer achten müssen.

Urlauber sollten auf die Beflaggung am Strand achten. (Bild: Olga Selyutina / Shutterstock.com)

Urlauber sollten auf die Beflaggung am Strand achten. (Bild: Olga Selyutina / Shutterstock.com)

Achten Sie beim Standbesuch auf die Beflaggung und andere Hinweise auf Gefahren



In den vergangenen Wochen sind mehrere Menschen an der Ostsee beim Baden ums Leben gekommen. Deshalb mahnt die DLRG erneut, Gefahren des Meeres nicht zu unterschätzen und verstärkt auf die Beflaggung am Strand sowie zusätzliche regionale Sicherheitshinweise zu achten. Diese sind nicht nur an der Ostsee, sondern auf der ganzen Welt hilfreich, um das Risiko von Badeunfällen zu verringern. Jedes Land verfügt dabei über vergleichbare Systeme zur Prävention von Badeunfällen.

Eine einsatzbereite Wasserrettungsstation, an deren Strandabschnitt das Baden gefährlich ist. (Bild: Alien65, Wikimedia, CC)

Eine einsatzbereite Wasserrettungsstation, an deren Strandabschnitt das Baden gefährlich ist. (Bild: Alien65, Wikimedia, CC)




An der Ostsee etwa sollte bei jedem Strandbesuch zunächst die Beflaggung betrachtet werden. Üblicherweise haben die Rettungsschwimmer und Rettungsschwimmerinnen der DLRG ihren Dienst zwischen 9.00 und 18.00 Uhr. In diesem Zeitraum befinden sich die Flaggen am Mast, je nach Art der Flagge herrschen andere Bedingungen im Wasser. Überwachte Strandabschnitte werden an der Ostsee mit je einem Flaggenpaar am Ende eingegrenzt, das aus je einer gelben und roten Flagge besteht. Im Abschnitt dazwischen gilt: Die gelbe Flagge drückt eine allgemeine Warnung aus, bei roter Flagge herrscht akute Gefahr, das Baden im Meer sollte unterlassen werden. Bei akuten Gefahrenlagen machen zusätzliche Schilder die Badegäste darauf aufmerksam, dass das Meer gemieden werden sollte. Bei roter Flagge gilt bei Betreten des Wassers: Lebensgefahr.

Informieren Sie sich vor jeder Reise, wie die lokalen Regelungen gestaltet sind. Recherchieren Sie, welche Art der Beflaggung verwendet wird, welche Gefahren der Strand hat und ob und in welcher Art er durch Behörden oder Organisationen überwacht wird. Im Zweifel sollte die eigene Sicherheit stehts über alle anderen Faktoren erhaben sein.

Motorrettungsboot der DLRG im Einsatz (Bild: kph1107, WIkimedia, GNU)

Motorrettungsboot der DLRG im Einsatz (Bild: kph1107, WIkimedia, GNU)

Problematische Rechtslage: Rettungsschwimmer/innen sind nicht weisungsbefugt

An der Ostsee sind die Rettungsschwimmer und Rettungsschwimmerinnen nicht weisungsbefugt. Die roten Flaggen sind also kein Gesetz, sondern eine seriöse und ernstzunehmende Empfehlung der DLRG. Versicherungen zahlen deshalb im Regelfall auch bei Badeunfällen unter roter Flagge, sofern nicht grob fahrlässig gehandelt wird – das gilt auch im Ausland. Trotzdem: Bedenken Sie die Folgen eines Badeunfalls: Bei Missachtung von roter Flagge und Warnhinweisen können Sie sich und andere Menschen gefährden und für physische und psychologische Langzeitfolgen verantwortlich sein. Deshalb lieber einen anderen Tag zum Baden auswählen, egal wie verführerisch erfrischend und harmlos das Meer erscheinen mag. Denn selbst wenn das Meer ruhig erscheint, können tückische Strömungen, bevorstehende Unwetter oder Haisichtungen für Gefahr sorgen. Die Experten warnen nicht grundlos oder weil sie den Badespass der Urlauber einschränken wollen.





Usedomer Strand: Selbst wenn das Meer ruhig erscheint, sollte man seine Gefahren unterschätzen. (Bild: Pascal Willuhn, Wikimedia, CC)

Usedomer Strand: Selbst wenn das Meer ruhig erscheint, sollte man seine Gefahren unterschätzen. (Bild: Pascal Willuhn, Wikimedia, CC)




Was tun, wenn ich Augenzeuge eines Badeunfalls werde?



Im Notfall gilt: schnelles und überlegtes Handeln kann Leben retten! Falls Sie Augenzeuge eines Badeunfalls werden, sollten Sie zunächst die örtliche Notrufnummer wählen und die Rettungsdienste informieren. Beim Auslandsurlaub ist es hilfreich, entsprechende Rufnummern im Kontaktbuch des Mobiltelefons zu speichern, um schnell Hilfe holen zu können. Schildern Sie den Rettungsdiensten die Lage, Ihren Aufenthaltsort und wichtige Informationen. Bleiben Sie in der Leitung und befolgen Sie die Instruktionen. Sind Rettungsschwimmer/innen in der Nähe, kontaktieren Sie diese sofort und machen Sie auf die Gefahrensituation aufmerksam. Wichtig: Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr. Sie sollten bei einem Badeunfall helfen, wenn eine Selbstgefährdung absolut auszuschliessen ist. Überschätzen Sie sich nicht. Im Wasser befindliche Personen können in Panik um sich schlagen oder Sie unter Wasser ziehen. Auch die Wasserverhältnisse sind im Meer unklar, etwa was die Strömung oder eine sonstige Ursache für den Badeunfall betrifft. Sie können in jedem Fall versuchen, der verunglückten Person einen schwimmfähigen Gegenstand zuzuwerfen, an den sich die Person festhalten und an Land gezogen werden kann.

Ist die Person gerettet und an Land, droht wegen des Wassers eine Unterkühlung. Auch eine hohe Lufttemperatur ändert an diesem Umstand nichts. Deshalb sollten Unfallopfer schnell mit einer Decke, Kleidung oder Handtüchern bedeckt werden, um den Unterkühlungsprozess zu verlangsamen. Atmet die verunglückte Person nach der Rettung aus dem Wasser, ist sie in die stabile Seitenlage zu bringen. Bei Atemstillstand muss eine Herz-Lungen-Wiederbelebung bis zum Eintreffen von Notarzt oder ausgebildeten Rettern erfolgen.

 

Oberstes Bild: Urlauber sollten die Gefahren des Meeres nicht unterschätzen. (© Kirill Smirnov / Shutterstock.com)

Über Thomas Schlösser

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