Bern, ein Wasserkanton par excellence

17.04.2021 |  Von  |  News, Schweiz

Am 22. März war Welttag des Wassers. Grund genug für den Ferienkanton Bern, um dem Erholungsfaktor dieses Elements Aufmerksamkeit zu schenken und das Thema zum Jahresfokus zu machen. Wasser ist das verbindende Element aller sechs Destinationen.

Die Aare ist das wichtigste Fliessgewässer im Kanton und der längste gänzlich innerhalb der Schweiz verlaufende Fluss. Ihre Gesamtlänge beträgt 292 Kilometer, das Gefälle 1’665 Meter, ihr Einzugsgebiet 17’709 Quadratkilometer und der mittlere Abfluss 525 Kubikmeter pro Sekunde (Pegel Untersiggenthal, 2019). Sie ist der wasserreichste Nebenfluss des Rheins, übertrifft damit die Maas und den Hochrhein und führt mehr Wasser als Mosel und Main zusammen. Und sie ist das verbindende Element im Kanton Bern – vom Berner Oberland über Thun nach Bern bis zum Jura Südfuss. Die Aare entspringt dem Ober- und Unteraargletscher, verläuft in den östlichen Berner Alpen vom Oberaar- und Grimselsee durch den Brienzer- und Thunersee, weiter durch die Bundesstadt Bern über Aarberg in den Bielersee und weiter Richtung Solothurn. Bei Koblenz mündet sie schliesslich in den Rhein.



Wasser als Erholungsquelle

Gewässer sind wie das Leben den Strömungsgesetzen unterworfen. Sie wandeln sich zwar, aber bleiben ihrem Wesen treu. Die durch ihre Weite oder unbändige Kraft geprägten, vielfältigen Landschaften sind Orte der Ruhe und Erholung, die es nicht nur zu nutzen, sondern auch zu erhalten gilt. Die Seen in den Tälern erfreuen, eingebettet in idyllische Natur, mit ihrer Grosszügigkeit nicht nur das Auge, sondern beruhigen auch das Gemüt. Die Bergseen, wie der Lauenensee oder der zum UNESCO-Welterbe gehörende Oeschinensee, sind eine Augenweide, wenn sich die Berge darin spiegeln und bieten mit ihrem klaren, kalten Wasser mutigen Wanderer*innen willkommene Abkühlung. Und wer schon einmal am Aareufer entlanggewandert ist, kennt seine vielschichtige Schönheit. Die Gewässer im Ferienkanton Bern sind aber nicht nur sanft, sondern auch rau und spektakulär: etwa die 1,4 Kilometer lange, an einigen Stellen nur zwei Meter breite Aareschlucht bei Meiringen, die Wasserfälle bei Giessbach, Reichenbach und Rosenlaui oder Lauterbrunnen, das Tal der 72 Wasserfälle, um nur einige zu nennen.

Der Adler als Taufpate

Zurück zur Aare: Viele Flussnamen rühren aus der Zeit der keltischen Siedler. Gemäss ihrem pantheistischen Weltbild waren die Flüsse und Bäche von Gottheiten und Dämonen bewohnt. Aus Angst vor den Göttern, nannten sie sie aber nicht direkt beim Namen, sondern stellten sich die Dämonen als Tiere vor und benannten sie nach deren urwüchsigen Kraft: zum Beispiel nach dem Adler, Aar, Aruros. Aus zahlreichen weiteren Abwandlungen wie Ahr, Ayre und Aar wurde schliesslich Aare. Sie ist aber auch noch unter einem zweiten Namen bekannt: Wînema. Ihr Dämon war die Schlange, „die sich Windende“, abgeleitet vom indogermanischen wî-. Dieser ist im Namen Wynau, Au an der Wîmen, noch erhalten.

Kleine Anekdote

Es gibt eine Regel, nach der ein Fluss bei der Einmündung in einen anderen immer nach dem wasserreicheren, dem Hauptfluss, benannt wird. Der Rhein sollte also eigentlich Aare heissen, da sie beim Zusammenfluss mit dem Rhein bei Koblenz 50 Prozent mehr Wasser führt. Dies hätte zahlreiche Auswirkungen auf viele Ortsbezeichnungen wie etwa Weil an der Aare, Aareland-Pfalz oder Nordaare-Westfalen.

 

Quelle: Gretz Communications
Bildquelle: © David Birri

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