Businessreise, Teil I: So schlagen Sie dem Jetlag ein Schnippchen

02.10.2014 |  Von  |  Alle Länder, Businessreisen
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Businessreise, Teil I: So schlagen Sie dem Jetlag ein Schnippchen
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Geschäftsreisen empfindet man als interessante Abwechslung oder als notwendiges Übel – oder auch etwas dazwischen –, das Spektrum an Erfahrungen kann hier durchaus breit sein. Vielflieger und Geschäftsleute, die schon jahrelang auf Reisen gehen, haben meist eine ganze Reihe von wertvollen Erfahrungen gesammelt, organisieren sich mit jedem neuen Unternehmenstrip besser und gehen erholt in ihr Meeting. Hier finden Sie einige Tipps, wie Sie die Folgen der Zeitverschiebung, den gefürchteten Jetlag, abmildern können.

Natürlich sind die Ausprägungen des Jetlags immer auch davon abhängig, wohin Sie reisen, mit welchen Geschäftsergebnissen Sie zurückkehren, wie Sie persönlich zum Fliegen stehen und zum Schlafen in Hotelbetten, und von manch anderen, individuell bestimmten Faktoren. Reisen um den Globus und zurück, womöglich noch innerhalb weniger Tage, sind im Zeitalter der Globalisierung und gekürzter Budgets leider zum Normalfall geworden. Doch das Überqueren mehrerer Zeitzonen ist eine Herausforderung für den menschlichen Organismus; die daraus sich ergebende circadiane Dysrhythmie (um das Fachwort einmal zu bemühen), also die Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus, wird nicht umsonst auch als Zeitzonenkater bezeichnet. Trotzdem: Es gibt einige bewährte Wege, einen drohenden Jetlag auszutricksen. Hier die Top Ten, es sei denn, Sie greifen lieber zu Medikamenten…

Dies ist ein Bericht über Businessreisen in zwei Teilen. Hier das Inhaltsverzeichnis:

Teil 1: Businessreise – So schlagen Sie dem Jetlag ein Schnippchen

Teil 2: Businessreise – So schlafen Sie erholsam in Flugzeug und Bahn

Das Überqueren mehrerer Zeitzonen ist eine Herausforderung für den menschlichen Organismus. (Bild: ostill / Shutterstock.com)

Das Überqueren mehrerer Zeitzonen ist eine Herausforderung für den menschlichen Organismus. (Bild: ostill / Shutterstock.com)

1. Highlights entdecken

Da ist zunächst mal Richard Bransons „Rock-on-Methode“. Ob sie erfolgreich ist, muss jeder für sich ausprobieren – was aber auf jede Methode zutrifft, den Jetlag zu überlisten. Branson erprobte sie an sich selbst während einer achttägigen Weltreise: Es gab einfach zu viele aufregende Dinge zu erleben – deshalb spürte er den Jetlag nicht. Aus biochemischer Sicht ist das nicht verwunderlich: Werden die sogenannten Glückshormone Serotonin und Dopamin ausgeschüttet, kann es durchaus dazu kommen, dass Jetlag-Symptome überspielt werden. Allerdings ist diese Methode nur wirksam, wenn Ihre Geschäftsreise Sie an einen Ort führt, an dem Sie sich wohlfühlen, der Sie mit Freude erfüllt. Deshalb sollten Sie das nächste Mal mehr über Ihren Zielort herausfinden als nur den Namen des Hotels, in dem Sie übernachten – wie wäre es, wenn Sie sich schon vor der Abreise ein paar Highlights zusammenstellen, damit Sie schlaflose Stunden nicht vor dem Hotelfernseher verbringen müssen.



2. Schon zuhause umstellen …

Schon drei Tage vor Antritt der Reise können Sie damit anfangen, Ihre Essenszeiten denen des Zielorts anzugleichen. So kann sich Ihre innere Uhr langsam auf den neuen Tagesrhythmus einstellen. Am besten ist es, sich Stück für Stück umzustellen, also jeden Tag ein bisschen mehr. Der Stoffwechsel kann sich dann schon auf die veränderten Bedingungen einstellen und Sie brauchen nur noch Ihren Schlaf-Wach-Rhythmus anzupassen.

3. … oder alles wie zuhause machen



Das soll jetzt nicht bedeuten, dass Sie in Zukunft nur noch Videokonferenzen abhalten, die Ihnen helfen, jede Menge Flugkilometer einzusparen. Sie können es einfach auch umgekehrt machen und gar nicht erst versuchen, sich umzustellen. Bei kurzen Aufenthalten könnte das klappen. Sie halten sich einfach an Ihre Essens- und Schlafenszeiten und terminieren Ihre Meetings so, dass sie sich mit Ihren Gewohnheiten vereinbaren lassen. Wenn die Zeitdifferenz nur drei Stunden beträgt, spricht nichts dagegen, bereits um 17.00 Uhr zu essen, wenn Sie das sonst um 20.00 Uhr täten. Darüber hinaus haben Sie noch den Vorteil, dass Sie sich keine Sorgen zu machen brauchen, in beliebten Restaurants einen Platz zu bekommen.

Ein guter Tipp zum besseren Einschlafen: Legen Sie sich eine Schlafbrille zu. (Bild: Chamille White / Shutterstock.com)

Ein guter Tipp zum besseren Einschlafen: Legen Sie sich eine Schlafbrille zu. (Bild: Chamille White / Shutterstock.com)

4. Einen Tag gewinnen

Wenn es Ihnen möglich ist, dann steigen Sie einen Tag früher in den Flieger. Wenn Sie Ihre Meetings auf einen Montag legen, haben Sie das Wochenende davor zur Eingewöhnung vor Ort. Sie verlieren keine Arbeitszeit und für Ihren Arbeitgeber lohnt es sich auch. Es kostet ihn zwar eine zusätzliche Nacht im Hotel, doch Sie können argumentieren, dass Sie schliesslich auch Ihr Wochenende darangeben, aber dann bei Weitem entspannter und konzentrierter Ihre Termine vor Ort wahrnehmen können.

5. Alkohol und Kaffee meiden

Auf gar keinen Fall sollten Sie am Flughafen, im Flugzeug und in den ersten sechs Stunden nach Ihrer Ankunft Alkohol oder Kaffee konsumieren. Beides führt zur Dehydrierung des Körpers, beeinträchtigt den Stoffwechsel nur noch mehr und belastet zudem die Entgiftungsorgane Leber, Nieren und Darm, was zur weiteren Erschöpfung beiträgt. Stattdessen sollten Sie ausreichend und regelmässig frisches Wasser trinken. Am besten nehmen Sie das in einer Flasche mit, dann sind Sie unabhängig. Auf dem Rückflug sollten Sie darauf achten, Ihre gewohnten Essenszeiten einzuhalten, und nicht dann essen, wenn die Mahlzeit von der Crew serviert wird. Wenn das nicht möglich ist, verzichten Sie ganz darauf und versorgen sich stattdessen mit Obst und Nüssen.



6. Bequem reisen

Beim Buchen der Reise sollten Sie darauf achten, eine Fluggesellschaft und eine Klasse zu wählen, wo man bequeme Sitze hat und möglichst viel Bewegungsfreiheit. Ein Liegesitz ist natürlich optimal und genügend Platz links und rechts fördert das Wohlbefinden. Wenn Sie beengt und gedrängt sitzen, schüttet der Körper überdies adrenalinähnliche Hormone aus, die den Blutkreislauf anregen, gleichzeitig aber auch ermüdend wirken. Diese Zusammenhänge sollten Sie dem Verantwortlichen fürs Reisebudget unbedingt darlegen – nur die wenigsten sind darüber informiert.

7. Vor dem Abflug Nudeln



Vor dem Abflug sollten Sie unbedingt eine kohlenhydrathaltige Mahlzeit zu sich nehmen, damit das Gehirn mit Tryptophan versorgt ist. Diese Aminosäure kann der Körper nicht selbst bilden, sie muss mit der Nahrung zugeführt werden. Sie wird in Serotonin umgewandelt, das für einen erholsamen, gesunden Schlaf sorgt.

Vor dem Abflug sollten Sie unbedingt eine kohlenhydrathaltige Mahlzeit zu sich nehmen. (Bild: sharpen / Shutterstock.com)

Vor dem Abflug sollten Sie unbedingt eine kohlenhydrathaltige Mahlzeit zu sich nehmen. (Bild: sharpen / Shutterstock.com)




8. Nach der Ankunft ein Ei

Das Frühstück am ersten Morgen sollte auf jeden Fall proteinreich sein. Das fördert die Konzentrationsfähigkeit während des Tages, da man mit den entsprechenden neurochemischen Botenstoffen eingedeckt ist.

9. Sich anpassen

Bei einem längeren Aufenthalt am Zielort kann es auch sinnvoll sein, sich sofort den neuen äusseren Umständen anzupassen. Das bedeutet: die Uhr auf die lokale Zeit einstellen, sobald man das Flughafengebäude betritt, und dem lokalen Rhythmus folgen, egal ob man müde oder hungrig ist oder nicht. Sie können Ihrem Körper bei der plötzlichen Umstellung auch helfen. Fordern Sie ihn mit Sport im hoteleigenen Fitnessraum und legen Sie sich eine Schlafbrille zu, wenn es noch zu hell sein sollte. Und ein guter Tipp zum besseren Einschlafen: Halten Sie das Hotelzimmer kühl.

10. Sich Zeit nehmen

Wichtige Entscheidungen sollte man auf keinen Fall innerhalb der ersten 24 Stunden nach Ankunft treffen. Kümmern Sie sich auch um Ihr Aussehen – bei einem Jetlag lässt eine Gesichtsmaske Sie gleich frischer aussehen. Und Ihre Gesprächspartner sehen Ihnen die Strapazen der Reise nicht an.

 

Oberstes Bild: Geschäftsreisen empfindet man als interessante Abwechslung oder als notwendiges Übel. (© auremar / Shutterstock.com)


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