Camping mit Hund – So geht’s

08.09.2019 |  Von  |  Allgemein, News, Trips
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Camping mit Hund – So geht’s
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Camping gehört für viele zu einem perfekten Urlaub dazu. Viel Abenteuer, erholsame Momente und schlafen im Wohnmobil, im Zelt oder unter freiem Himmel. Natürlich will man dabei auch seine Liebsten dabei haben, um die unvergesslichen Momente mit ihnen zu teilen. Hunde gehören selbstverständlich ebenfalls zur Familie und werden deshalb gerne in den Campingurlaub mitgenommen.

Worauf du beim Campen mit deinem Hund achten musst, erfährst du in diesem Artikel.

Camping mit dem Hund richtig vorbereiten

Überlege dir im Vorfeld, ob Camping für deinen Hund das richtige ist. Wenn dein Hund in Gegenwart von fremden Menschen nicht zur Ruhe kommt, ängstlich wird oder sie anknurrt, dann wird er beim Campen nicht glücklich werden.

Du solltest planen, welche Länder du auf deiner Reise besuchen willst. Jedes Land hat seine individuellen Vorschriften hinsichtlich Haustierpass, Mikrochip, Impfungen und sonstige Einreisebestimmungen. Stelle daher sicher, dass du dich im Vorhinein genau über die Vorschriften deines Reiseziels und deiner Durchreiseländer informierst.


Generell macht es Sinn, während längeren Fahrten häufig Pausen einzulegen. Damit ersparst du deinem Hund viel Stress und natürlich auch dir selber. Bild: dezy – shutterstock.com


Sollte dein Hund noch kein erfahrener Beifahrer sein, ist es sinnvoll, vorab einige Testfahrten mit ihm zu unternehmen, um zu sehen, ob er Autofahrten überhaupt verträgt.

Sorge dafür, dass du das gewohnte Futter deines Hundes mitnimmst. Vor allem, wenn euer Campingplatz etwas abgelegener liegt, gibt es nicht immer das richtige Futter. Eine Umstellung kann bei deinem Hund zu Durchfall führen.

Du musst dir überlegen, wo dein Vierbeiner schlafen soll. Du kannst ihn entweder in deinem Wohnmobil schlafen lassen oder in einem Zelt. Wenn es warm genug ist, kannst du ihn auch draussen schlafen lassen. Besonders für Campingurlaube bietet sich als Schlafunterlage eine Isomatte an, da diese einfacher zu transportieren ist als ein Hundekorb oder ein Hundebett. Lass deinem Hund schon vor dem Urlaub sein Ferienbett kennenlernen. Damit sorgst du dafür, dass er die Isomatte später als Schlafplatz annehmen wird.

Natürlich darf auch die Unterhaltung nicht fehlen. Denke deshalb daran sonstiges Equipment wie Ball, Frisbee oder Kauspielzeuge für deinen Hund mitzunehmen.

Geeigneter Campingplatz für Hunde

Bei der Auswahl eines Campingplatzes solltest du dir einer Sache bewusst sein: ein Campingplatz, auf dem Hunde zugelassen sind, muss noch lange nicht hundefreundlich sein. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, ausführlich über die örtlichen Gegebenheiten zu recherchieren, bevor man sein endgültiges Reiseziel festlegt. Auf folgende Punkte solltest du bei deiner Suche achten:

  • Bietet der Campingplatz spezielle Einrichtungen für Hunde an (Hundewiese, Hundeduschen, Hundestrand)?
  • Entstehen Extrakosten für deinen Hund?
  • Welche Stellplätze werden für Hundebesitzer angeboten?
  • Wie sehen die Online-Bewertungen von anderen Reisenden aus?
  • Gibt es Bademöglichkeiten für Hunde?
  • Kann man in der Nähe des Campingplatzes spazieren gehen?

Regeln für den Campingplatz

Campen mit deinem Hund bedeutet, dass du einige Regeln beachten musst. Neben der Hausordnung, die jeder Campingplatz hat und welche du dir vor der Anreise durchlesen solltest, gibt es auch ungeschriebene Gesetze. Es ist vorteilhaft diese zu befolgen, um etwaige Konflikte mit anderen Campern zu vermeiden.

  1. Verrichte das Geschäft mit deinem Vierbeiner ausserhalb des Campingplatzes. Vermeide allerdings tunlichst Spielwiese und Strand. In manchen Fällen verfügt ein Platz über ein spezielles Hundeklo. Eventuelle Häufchen räumst du am besten mit einem Kotbeutel weg
  2. Um zu verhindern, dass sicher andere Camper gestört fühlen, solltest du deine Hund niemals unbeaufsichtigt herum jagen lassen
  3. Wenn dein Hund anderen Gästen hinterher rennt, sie anbellt oder ihnen sonstige Unannehmlichkeiten bereitet, rufe ihn sofort zurück
  4. Nicht jede Bademöglichkeit ist für Hunde zugelassen. Frag am besten den Platzwart, ob es in der Nähe einen Wasserstelle für deinen Hund gibt
  5. Oft herrscht auf Campingplätzen Leinenpflicht. In diesem Fall musst du darauf achten, dass du deinen Hund erst ausserhalb des Campinggeländes frei laufen lässt
  6. Sämtliche Benimmregeln für daheim gelten selbstverständlich auch beim Campen

Generell empfiehlt es sich ein besonders vorbildlicher Hundebesitzer zu sein, vor allem gegenüber Gästen ohne Hund. Diese sind manchmal weniger verständnisvoll und neigen dazu deinen Hund als besonders störend auszuweisen, was zu Streitereien führen kann.

Für Abkühlung für den Hund sorgen

Hunde vertragen die Hitze nicht so gut wie wir Menschen. Aus diesem Grund können heisse Temperaturen zu einer echten Belastung für deinen Fellfreund werden. Es gibt allerdings ein paar Möglichkeiten, wie du warme Sommertage für deinen Hund angenehm gestalten kannst.

Klimaanlage

Wenn dein Auto oder Wohnmobil stark erhitzt, achte darauf, während der Fahrt die Klimaanlage einzuschalten. Wichtig: Lasse deinen Hund niemals alleine im Fahrzeug, auch nicht bei offenem Fenster oder eingeschalteter Klimaanlage. Das Risiko eines Hitzschlags ist für Hunde an heissen Tagen sehr hoch.

Bademöglichkeit

Egal ob ein Teich, ein See oder das Meer. Ein Campingplatz mit einer Bademöglichkeit ist für Hunde eine ideale Möglichkeit um sich abzukühlen. Besteht diese Möglichkeit nicht, kann man auch einfach einen kleinen Hundepool oder ein Planschbecken verwenden. Wenn dein Hund Wasserscheu ist, kannst du ihn alternativ mit einem Tuch oder einem Schwamm etwas nass machen.



Schattenplatz

Sorge dafür, dass dein Hund einen Schattenplatz zur Verfügung hat. Dazu eignen sich Schatten spendende Bäume, ein Sonnenschirm oder sonstige überdachte Dinge.

Spaziergang

Gehe möglichst am frühen Morgen oder späten Abend mit deinem Hund spazieren, wenn die Temperaturen noch kühler sind. Meide hingegen die Mittagshitze. Vorsicht ist zudem geboten, wenn du mit deinem Vierbeiner auf einem heissen Untergrund, wie Asphalt oder Sand, gehst. Hunde können sich dabei schnell die Pfotenballen verbrennen.

Wasser

Stelle sicher, dass dein Hund immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung hat. Bei längeren Autofahrten solltest du regelmässig anhalten und ihm etwas zu trinken anbieten.

Fazit

Wenn du die oben genannten Punkte berücksichtigst, steht einem gelungen Campingurlaub mit deinem Hund nichts mehr im Weg. Mit der Zeit wirst du sehen, dass du immer erfahrener wirst und dir das Hunde-Campen kontinuierlich leichter fällt. Wichtig ist nur, dass eure gemeinsame Reise für alle Beteiligten zu einem erholsamen Abenteuer wird.

 

Titelbild:  Soloviova Liudmyla – shutterstock.com

Über Marta Fischer

Marta Fischer ist leidenschaftliche Autorin mit einem ausgeprägten Harmoniebedürfnis.
Schreiben empfindet sie als Lebenselixir und möchte damit möglichst viele Menschen erreichen.


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