Das Waadtland in voller Blüte

18.04.2021 |  Von  |  News, Schweiz

Alljährlich wenn die Temperaturen milder werden, erblühen im Waadtland Blumen in tausend Farben und verwandeln die Landschaft in ein einziges Blütenmeer. Das Tulpenfestival von Morges feiert dieses Jahr Jubiläum.

Auch die „Maischnee“ genannten Narzissenfelder oberhalb von Montreux, die Irisgärten von Schloss Vullierens oder die blühenden Magnolien im Arboretum von Aubonne machen den Frühling im Waadtland zur schönsten Jahreszeit. Die blühenden Landschaften laden zu ausgedehnten Spaziergängen und zum Bewundern der Blütenpracht im ganzen Kanton ein. Besonderer Höhepunkt in diesem Jahr ist die 50. Ausgabe des Tulpenfestivals in Morges mit einem attraktiven Rahmenprogramm.

Das 50. Tulpenfestival von Morges

Seit 50 Jahren feiert das Mittelalterstädtchen Morges den Frühling mit einem farbenprächtigen Blumenfest: Mehr als 120`000 Tulpen in 275 verschiedenen Sorten verwandeln den Parc de l’Indépendence jeweils in ein wahres Blütenmeer. Die ersten Sorten blühen im April und locken Familien zu einem ersten Ausflug ans Seeufer. Die vielfältig bepflanzten Blumenbeete im frei zugänglichen Park ziehen zahlreiche Besucher an. Mehrere der Beete werden von Gärtnerlehrlingen des Berufsbildungszentrum Morges angelegt – das Tulpenfest wurde 1971 zum 50-jährigen Bestehen des Waadtländer Gärtnerverbands SHV ins Leben gerufen. Die Jubiläumsausgabe wird 2021 eine 50. bis sein, da die für letztes Jahr geplanten Veranstaltungen verschoben werden mussten. Das attraktive Festivalprogramm umfasst eine Retrospektive zum 100-jährigen Bestehen von SVH und dem 50. Jubiläum des Tulpenfestes, einen Wein-Greeters-Day mit Degustation lokaler Weine, eine spezielle Stadtführung, den Blumenbrunnenwettbewerb, einen Keramikmarkt sowie eine Live-Übertragung der Tulpenfest-Sendung von RTS im Park.

„Maischnee“ – Narzissen in voller Blüte

Im Frühling verwandeln wildblühende Narzissen die Anhöhen oberhalb von Montreux und Vevey in ein weisses Blütenmeer. Von weitem könnte man meinen, es hätte frisch geschneit. Daher werden die Narzissenfelder auch «Maischnee» genannt. Das bereits zur Belle Epoque beliebte Phänomen lässt sich am besten bei einer Wanderung bewundern. Ein markierter Lehrpfad beginnt in Les Avants, weitere ausgeschilderte Wege starten an den Bahnstationen von Les Pléiades, Glion, Caux und Mont-Pèlerin. Eine Belle Epoque Standseilbahn führt zum Narzissenweg.

Die Gärten von Schloss Vullierens

Schloss Vullierens thront auf einer Anhöhe oberhalb von Morges und bietet einen herrlichen Ausblick auf Alpen und Genfersee. Seine prächtigen Gärten sind eine Oase der Schönheit und erstrecken sich auf 30 Hektaren. Im Frühling blühen dort rund 50’000 Iris und Taglilien von 400 verschiedenen Arten. Eine jährlich erneuerte Skulpturensammlung mit rund 50 Exponaten bietet attraktive Blickfänge. Ein Rundweg für Familien führt unter jahrhundertealten Bäumen ins Reich von König Eidechse – ein bezauberndes Erlebnis nicht nur für Kinder.

Magnolien- und Kirschblüte im Arboretum

Im Tal der Aubonne liegt ein einzigartiger Waldpark: das nationale Arboretum kultiviert hier in einer natürlichen Umgebung über 3000 Bäume zu wissenschaftlichen Zwecken, zur Arterhaltung und zur Freude von Spaziergängern. Auf einer 200 Hektar grossen Landwirtschafts- und Forstfläche werden Bäume, Sträucher und Halbsträucher aus den gemässigten Klimazonen der ganzen Welt beherbergt. Der Park ist im Frühling besonders schön, wenn Magnolien, Kirsch- und andere Bäume in voller Blüte stehen – besonderes Highlight ist die Blüte der Zierkirschbäume (Prunus).

Der botanische Alpengarten La Thomasia

Direkt unterhalb der spektakulären Westwand des Grand Muveran liegt der Alpengarten Thomasia, welcher sich der Kenntnis und dem Schutz von Bergpflanzen widmet. Knapp 3000 Arten sind nach ihrer geografischen Herkunft geordnet – Blumen der Alpen stehen neben denen von Himalaja oder Rocky Mountains.

Der botanische Alpengarten La Rambertia

Auf 1980 m Höhe, auf dem Südost-Grat der Rochers-de-Naye, schützt und kultiviert der Alpengarten La Rambertia rund 1’000 alpine Pflanzenarten – darunter auch zwei Edelweissarten und 600 lokale Arten. Wenn die Schneelage es erlaubt, ist La Rambertia von Juni bis Mitte Oktober geöffnet.

Quelle: Gretz Communications
Bildquelle: © shutterstock.com – Michael Ludwiczak

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